Der Zwang in etwas gut zu sein

In was seid ihr gut?
Könnt ihr ein Instrument spielen?
Könnt ihr eine Sportart gut?
Könnt ihr singen oder malen?
In was seid ihr gut?
Seid ihr vielleicht sogar ein Multitalent?
Oder vielmehr, wenn ihr so darüber nachdenkt, ein Nichts?

Es ist falsch zu sagen, dass nur Sport, Musik und Kunst Gebiete sind, in denen man talentiert sein kann, doch, was interessiert die Leute, dass du dir gut Linienverläufe von irgendwelchen Bus- und Bahnlinien auswendig lernen kannst und ansagenmäßig aufsagen kannst? Vielleicht kriegst du kurz Anerkennung oder einen schrägen Blick, aber gut etwas in den oberen Gebieten zu können bringt halt doch länger Anerkennung und man fühlt sich vielleicht doch eher noch, ich nenne es mal, „nützlich“. Es bringt Selbstbewusstsein. Andere abgedrehte Talente kriegen ein, wenn man es mal aus der Sicht eines „Supertalent“-Jurors(ich stehe kritisch zum „Supertalent“) sieht, ein „Nein“.

Worauf will ich hinaus?
Ich komme mir derzeit (mal wieder) ziemlich falsch auf diesem Planeten vor.( Es ist eine Macke und vollkommen falsch von mir, das auf Talenten fest zu machen, doch kann ich davon nicht lassen. Ich kann kein Gefühl unterdrücken, nur weil ich weiß, dass es eigentlich falsch ist.)Ich kann anscheinend so gar nichts. Sport? Kondition habe ich vielleicht, aber jetzt nicht so viel, dass ich dahingehend als sportlich gelte. Mehr kann ich aber auch nicht.
Singen? Ich kann mir Liedtexte merken, doch macht dich das noch lange nicht zum Sänger.
Die Chance ein Instrument zu spielen habe ich nicht richtig bekommen. Auf der einen Seite fehlt das Geld, auf der anderen klappt’s nicht richtig mit der Koordination meiner Finger(die man bei den meisten Instrumenten benutzt).
Malen und Zeichnen? Wenn Kunst zu verunstalten als Kunst zählt, kann ich das. Doch bin ich kein Picasso(ich möchte an der Stelle ausdrücklich sagen, dass ich Picasso nicht sein künstlerisches Talent aberkennen möchte), bei dem das hässlichste Bild Tausende von Euros einbringt.

Vielleicht werde ich irgendwann ein Talent finden, welches andere auch interessieren könnte und nicht nur eine „WTF-Reaktion“ hervorruft.  Aber derzeit sieht es nicht so aus und solange werde ich nachdenken und mir „nutzlos“ vorkommen.

Eigentlich mache ich mir mein Leben ja selber so schwer, oder? Aber ich kann irgendwie nichts dagegen tun, dass ich schlicht und ergreifend pausenlos traurig bin und diese Gedanken immer und immer wieder in meinen Kopf kommen. Vielleicht hilft mir dieser Blogpost dabei, etwas mehr davon loszulassen.

LG
GNB

 

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Ein Kommentar zu “Der Zwang in etwas gut zu sein”

  1. Du hast mit deinem letzten Satz ganz recht, Schreiben tut gut! Mach dich bitte nicht wahnsinnig, meines Erachtens nach hast du eine unheimliche Merkrechenmaschiene und guten Humor in deinem Kopf 😀 und vielleicht muss du noch herausfinden, was dir passt – abgsehen davon, stehst du ja noch ganz am Anfang deines Lebens.
    Und Picasso ist doooooof 😀

    Du hast es selbst erkannt, mach dir das Leben nicht so schwer. Lass es auf dich zukommen.

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