Time is like thunder

Liebe Mitleserschaft,
ihr werdet nun etwas erleben, was es auf diesem Blog noch nie gegeben hat und nun ZUFÄLLIG gemacht wurde, anders als die anderen Beiträge.

Hier geht es nämlich um eine unglaublich tolle Analyse eines Songtextes. Gut, ich werde mich jetzt nicht an Textinterpretationen wie in der Schule halten, die natürlich viel genauer und wissenschaftlicher wären, sondern werde einfach drauf los schreiben und hoffe damit aus diesem Text schlau zu werden.
Bei dem Lied handelt es sich um den ESC-Titel Weißrusslands, „Time“ von Uzari feat. Maimuna.
Ich werde aber, wenn ich spontan so mir den Text anhöre und mitsinge, nicht richtig schlau draus. Was hat der Text denn bitte schön zu bedeuten und wieso heißt der Titel ausgerechnet „Time“ und nicht irgendwie anders? Das will ich ergründen. Gleich in einer Reinform, weil ich dafür jetzt KEINE Vorüberlegung getroffen habe, wie ich diesen Text schreiben werde und wie gesagt auch eigentlich KEINE Idee habe, was der Text mir näherbringen soll. Ich analysiere es so gesehen „Blind“, wie man früher bei Let’s Plays gesagt hat, wo der Spieler zum ersten Mal das Spiel gespielt hat.

Nun denn.
Weil es mir etwas schwer fällt einen englischen Text zu analysieren, übersetze ich ihn mal kurzerhand auf Deutsch:

Sag mir, wo ich hingehöre
Ich hab es so lang probiert
Breche raus in die Nacht
Ließ mich das helle Licht sehen
Jetzt bin bereit zum Kämpfen
Und ich weiß, dass die Zeit auf meiner Seite ist

REFRAIN
{Zeit ist wie ein Donner, ah ah
Hör es wie einen Donner, ah ah
Alles was wir haben sind ein paar Tage und ich versuche sie nicht zu verschwenden
Zeit ist wie ein Donner, ah ah
Schlägt wie ein Donner in unserem Kopf
Zeit ist wie Donner, ah ah, ah ah, ah ah}

Am Ende des Seils
Hoffe weiterhin gegen jede Hoffnung, oh oh
Zeit fließt dahin
Also verliere keinen Tag
Wir können tun, was wir sagen

(Zeit ist wie ein Donner [x2])
Ich weiß, du weißt
(Zeit ist wie ein Donner)
Ich will nicht warten
(Wie ein Donner, wie ein Donner)
(Ich weiß, du weißt)
Verliere keinen Tag!
Ah, ah, hör es wie den Donner, ah ah
Schlagen wie der Donner, ah ah, ah ah, ah ah

REFRAIN

Ich will nicht warten

Gehen wir nun nach Absätzen vor.
Also, der Sänger weiß nicht wohin er gehört und versucht etwas schon sehr lange. Vermutlich versucht er schon sehr lange sich in eine Gruppe zu integrieren, aber merkt, er gehört nicht dazu? Fragt er deshalb nach dem „wohin“?
Er bricht raus in die Nacht und sieht dort helles Licht (Antithese), welches ihm die Kraft zum Kämpfen gibt. Die Zeit, die Vierte Dimension, das was alles für denjenigen entscheidet, der es vermag diese zu steuern, die steht ihm zur Seite. Diese Abfolge an Ereignissen macht irgendwie nicht so viel Sinn, oder? Aber wie sonst? Er bricht raus in die Nacht, flüchtet. Er sieht helles Licht, dass Kraft zum Kämpfen gibt, sich in diese Gruppe zu integrieren?
Und wieso ist es jetzt so wichtig anzumerken, dass die Zeit auf seiner Seite ist? Schon allein dieser Absatz macht für mich leider kaum Sinn, wenn ich mir hier nicht irgendwelche Hirngespinste zusammenreime.
Nun gut. Vielleicht ergibt das ja alles einen Sinn, wenn wir jetzt den Refrain genauer betrachten.
Zeit ist wie ein Donner. Der Donner ist etwas Kraftvolles, Lautes, Kurzweiliges und bleibt im Gedächtnis. Zeit ist auch etwas Kraftvolles. „Jetzt“ ist kurzweilig und das Gedächtnis arbeitet, wie alles Andere auch, mehr oder weniger mit der Zeit. Nur laut ist sie eigentlich nicht. Man soll sie laut dem Text aber hören können, wie den Donner. Und man soll die Zeit nutzen, weil seine Zeit schneller gekommen sein kann, als man glaubt.
So würde ich den Refrain interpretieren. Einen Zusammenhang  zum ersten Absatz zu finden ist schwierig, aber vielleicht möglich. Er will die Zeit voll nutzen, um zu kämpfen, herauszufinden, wo er hingehört. Und sie steht ihm aber bei, obwohl er Zeitdruck hat (wenige Tage)? Auf jeden Fall ist in ihm ein Carpe Diem-Gefühl verankert…
Um chronologisch fortzufahren, gucken wir uns nun den 3.Absatz an. Ein Ende des Seils, er hofft gegen die Hoffnung. Ich erkenne weder einen Sinn im Gesagten, noch einen Zusammenhang zum Refrain. Nur danach ist er erpicht darauf, zu sagen, dass Zeit dahinfließt und man den Tag nutzen soll, man alles, was man sich vorgenommen hat, tun kann.
Er will nicht länger warten, sondern etwas tun.

Das ist eigentlich die gesamte Interpretation. Wieso das Lied „Time“ heißt, ist geklärt. Er berichtet vom Zeitdruck, dass Zeit dahinfließt und man den Tag leben soll (Carpe Diem). Aber wieso ausgerechnet „like thunder“ („wie (ein) Donner“)?
Ich glaube, da muss ich auf die Interpretationsversuche einer anderen Person zurückgreifen. „Time“ und „Thunder“ sind zwei Worte mit „T“ am Anfang und klingen zusammen gut „e basta“!

Fallen euch noch spontan weitere Interpretationsversuche ein? Wenn ja, welche? Und wenn nein, gefällt euch das Lied zumindest? 🙂

EDIT VOM 07.05.2015:
Mittlerweile ist das Musikvideo zum Lied erschienen. Leider gibt dieses Video auch kaum Aufschluss über die Bedeutung des Songs. Zeit rennt, ja. Uzari rennt, Maimuna ist in einer Sanduhr gefangen.
Irgendwann kommt eine Schlange, die in der Wüste lebt (glaube und hoffe ich, denn meine Geographie- und Biologie-Kenntnisse sind dahingehend nicht so gut). Einzige neue Feststellung: Ich nehme an, dass das ständige Streuen von Sand auf eine Geige oder speziell auf deren Saiten nicht gut für die Geige bzw. ihre Saiten ist. Aber egal.

LG
GNB

Advertisements

2 Kommentare zu “Time is like thunder”

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s