Beispiel Irland: Homo-Ehe und Adoptionsrecht für homosexuelle Paare

Vor Kurzem hat die irische Regierung beschlossen, dass die Homo-Ehe erlaubt wird oder, um es nicht so abwertend klingen zu lassen, die Heirat zwischen den Partnern einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft.
Sollte sowas auch in Deutschland eingeführt werden? Und wie sieht es mit dem vieldiskutierten Adoptionsrecht für homosexuelle Paare aus? Mit dieser Frage möchte ich mich beschäftigen.
Als Grundlage dient mir zum einen mein gesunder Menschenverstand bzw. mein Weltbild, Diskussionen mit Freunden und Bekannten und eine von mir gestartete, kleine Diskussionsrunde auf gutefrage.net (diese könnt ihr HIER einsehen).

Zuerst gehen wir von der realitätsfernsten Seite, der Seite der Religiösen aus. Diese berufen sich auf die Bibel und den Koran und stellen die Homosexualität unter göttliche Strafe, da dies eine der schlimmsten, wenn nicht sogar DIE SCHLIMMSTE Sünde ist. Dass dieses Weltbild vollkommener Quatsch ist, sieht man allein daran, dass selbst in kirchlichen Kreisen die Homosexualität TOLERIERT (nicht anerkannt) wird. Trotzdem gibt es dann Geister, die in Europa bzw. speziell im Vatikan herumschwirren, die eine Erlaubnis der Homo-Ehe als „größte Niederlage der Menschheit betrachten“. Wobei, dies sind keine Geister, sondern von allen Geistern Verlassene.
Zum anderen gibt es auch noch die Ekelseite. Leute wollen einfach keine homosexuellen Paare miteinander rummachen sehen. Wie sie sich küssen und dann die Vorstellung, dass die miteinander Sex haben. Ekelhaft! Naja gut, bei Frauen nicht, aber DAS ist ja was Anderes!
Irgendwie kann ich es ja zum Teil verstehen. Es ist ein ungewohnter Anblick und als Heterosexueller magst du lieber den gewohnten Anblick. Aber egal wie ungewohnt etwas ist, irgendwann gewöhnt man sich schlicht und einfach daran! Des Weiteren finde ich auch die Einstellung heterosexueller Männer scheiße, dass sie zum Teil homophob sind bis zum geht nicht mehr, aber wahrscheinlich auf ihrem PC einen Lesbenfilm auf den anderen lagern. Wenn ihr versteht, was ich meine.
Übrigens ist auch „Homophobie“ ein tolles Wort, denn eigentlich beschreibt sie wirklich nichts Anderes, als die Angst vor etwas Ungewohntem. Und wie gesagt kann ich verstehen, dass man Ungewohntem lieber aus dem Weg geht, aber zumindest sollte man es tolerieren können und sich nicht dauernd von Deutschland eine Politik wie in Russland oder Saudi-Arabien wünschen, wo Homosexuelle hart bestraft werden oder sogar getötet, nur weil sie sich in der Öffentlichkeit geküsst haben oder Händchen gehalten haben.
Auch musste ich bemerken, dass sehr oft noch das Bild vorherrscht, dass Homosexualität eine Krankheit ist. Das ist sie aber keineswegs, denn sie entwickelt sich schon in den Genen und kann nicht irgendwie auf andere Personen übertragen werden, weil man vor ihnen homosexuelle Aktivitäten vollzogen hat. Dementsprechend ist Homosexualtät auch NICHT HEILBAR! Es ist einfach in der Entwicklung von Anfang an drin und kann nicht irgendwie abgeändert werden. Natürlich könnte man solche Leute zwingen, sich ins Schema zu integrieren, aber das würde glaube ich nicht zu Erfolg führen.
Das ist grob gesagt das Bild der Homosexualität in Deutschland und der damit verbundene Standpunkt zur Homo-Ehe. Nein, es solle sie nicht geben. Zugegebenermaßen beschäftige ich mich nur mit den Contra-Argumenten und versuche sie mit Pro-Argumenten auszuhebeln, anstatt hier eine richtige Erörterung zu verfassen, wo ich vielleicht auch mal ein Pro-Argument aushebel.

Aber nun zum für viele, so hab ich das Gefühl, viel spannenderen Thema: das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare.
Ein aus meiner Sicht im ersten Moment verständliches Argument ist, dass Kinder, die zwei Väter oder zwei Mütter haben und das jeweils Gegensätzliche (für einen Außenstehenden) nicht, von anderen Kindern in der Schule oder in der Kita gemobbt werden könnten.
Richtige Einwände gab es auf dieses Argument. Es hinge nur von der Erziehung dieser anderen Kinder ab. Wenn die Eltern gleich klar machen, dass auch Homosexualität normal ist, wird das Kind nicht dazu verleitet werden, dass Kind aus homosexuellem Hause zu mobben. Wenn die Eltern natürlich dumm und nur wenig tolerant gegenüber Homosexualität sind, wird das Kind nicht anders werden und darauf los mobben wie es nur geht.
Also liebe Eltern: Nicht den alten „Hetero-Zeiten“ hinterherhängen, sondern offen sein und dieses offene Denken auch an die Kinder weitergeben!
Auch als Argument wurde mir gegeben, dass es schon für Kinder ein psychologisches Problem wäre, in Kindergärten aufzuwachsen, bei denen es NUR Erzieherinnen gäbe. Wie solle das dann für Kinder von homosexuelle Paare sein, die nicht nur 30 Stunden die Woche unter Betreuung sind, sondern mehrer Jahr bis Jahrzehnte lang?
Dieses Argument ist aus meiner Sicht schwer zu schlagen, doch kann das auch geschlagen werden, wie mir der gutefrage-Nutzer violatedsoul gezeigt hat. Kindern wäre es egal, bei wem sie aufwachsen, Hauptsache, sie wachsen gut auf und haben eine glückliche Kindheit. Und ich glaube wirklich, dass dieses Argument greift. Zumindest bei Kindern, die noch nicht lange in ihrem Leben einer Vater-Mutter-Kind-Konstellationen ausgesetzt waren und dementsprechend unvoreingenommen sind.

Zum Glück kann man sagen, dass die meisten für beide Dinge sind, doch kann man mit einer Frage wie dieser, die ich gestellt habe, immer noch polarisieren. Das ist schade sehr schade und zeugt leider davon, dass unsere Gesellschaft nicht so tolerant ist, wie sie sich immer gibt.
Wie steht ihr dazu? Freue mich über jede Meinung, sei es Pro, sei es Contra 🙂

MfG
GNB

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