„Wir treffen uns fünf vor in Italien“-Rom 2015

Auch dieses Jahr wurden die Schüler unserer Oberstufe dazu verleitet, doch bei einer Kursfahrt mitzumachen.
Auch ich habe mich dazu entschieden, mitzufahren.
Die Wahl zwischen der Chemie-Fahrt (Lappach, Südtirol (Italien), als Sauffahrt bekannt) und der Fahrt von Geschichte (Rom (Italien, wenn ihr es noch nicht wusstet)) fiel mir ziemlich leicht.
Nicht nur, weil mir Geschichte leichter fällt und ich nicht derjenige bin, der sich gerne mal besäuft, sondern auch einfach nur Roms wegen und, weil mir somit die Möglichkeit offen steht, endlich mal in meinem Leben, zum ersten Mal nach Italien zu gelangen (ins richtige Italien, nicht dieses österreichische)!

Los ging es an einem heißen Berliner Sonntag mit dem AirBerlin-Flug AB 8076, welcher uns in Knapp zwei Stunden nach Rom, an den Flughafen Fiumicino, brachte. Weitere zwei Stunden später dann (wir mussten ziemlich lange auf das Gepäck warten) konnten wir endlich in einen Reisebus einsteigen, welcher uns, mit Einhaltung italienischer Verkehrsregeln, sprich gar keiner, zu unserer Unterkunft brachte und das in knapp unter einer Stunde!
Unsere Unterkunft war ein „wunderschönes“ Kloster der Teatiner am Piazza Vidoni 6 in Lazio.
Ein ziemlich „freundlicher“ Pater Matteo hat uns im Kloster willkommen geheißen und uns eine halbstündige Standpauke darüber gehalten, was wir alles nicht dürfen, z.B. sollten wir es unterlassen nach elf Uhr abends zu duschen und dass wir mit diesen Regeln leben müssten, schließlich seien wir im Vatikan und nicht in Italien. Leider war seine Rede erst um elf Uhr abends in etwa vorbei, sodass wir, völlig verschwitzt durch die schwülen Wetter in Berlin und Rom, nicht mehr unseren Schweiß vor dem Schlafengehen abwaschen durften, was dem Pater erstmal ein wütendes „Stronzo! (dt.: Arschloch)“ von jemandem eingebracht hat. Wütende Anrufe zu den Eltern nach Deutschland folgten schon bald. Doch weil das Fenster bei uns offen war (es war unerträglich heiß im Raum und aus irgendeinem Grund, war die Heizung voll aufgedreht) und unsere Stimmen zu laut, kam der Pater gerne nochmal in den Raum um uns zu sagen, dass wir „biehte das Fenster ßu machen“ sollen.

Eindrücke vom Kloster(Vatikan, nicht Italien)
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Ein vatikanisches Waschbecken im Zimmer von meiner Gruppe
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Wunderbar gemütliche Betten gab es natürlich auch!
Meins gehörte nicht dazu…
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Sanitäre Einrichtungen sind dort wunderbar. Wer braucht denn schon Klobrillen? Und ein verdreckter Boden durch Straßenschuhe in der Dusche stört doch auch keinen…
Des Weiteren werden zwei Duschen für knapp 30 Leute(nur die Jungs) sicherlich reichen….
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Na gut, dieses Becken im Erdgeschoss sah schon schön aus….

Zum Glück mussten wir nicht die ganze Zeit im Kloster verweilen, schließlich hatten wir auch Programm, sofern man überhaupt die Nächte mit geschlossenen Fenstern bei 40 Grad Raumtemperatur aushalten konnte….
Für das Programm, ein paar Bilder:

Montag

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Vormittags: Forum Romanum
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Nach einem reichhaltigem Mittagessen (es gab jeden Tag das gleiche, Nudeln mit Tomatensauce und etwas geriebenen Parmesan), darf man sich für 2,10€ auch mal Nutella B-ready gönnen (Panine, gefüllt mit Nutella und Krokant)
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Nachmittags (v.o.n.u.): Piazza Navona, Pantheon, Spanische Treppe
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…zwischendurch Römer bewundern
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Und abends dann Pizza in der Trattoria da Luigi gönnen
(Piazza Sforza Cesarini 23)

Dienstag

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Il Gesu
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In den Musei Capitolini steht die Romolus und Remus-Statue mit der Wölfin, wobei die beiden Brüder erst im 5. Jahrhundert nach Christus dazugestoßen sind (irgendwie muss man ja die Legende manifestieren)
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Die Führung „faschistisches Rom“ führte uns im EUR-Viertel herum, welches u.a. das „quadratische Kolosseum“ beherbergt (und Wahlplakate von neo-faschistischen Parteien)

Mittwoch

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Heute ging es ins Colosseo, welches von außen kleiner wirkt als gedacht….
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…aber innen dem Olympiastadion das Wasser reichen kann
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Auch dem Vatikanstaat, sowie dessen Museen und der Sixtinischen Kapelle haben wir einen Besuch abgestattet (hier auch wieder: Der Petersplatz ist kleiner als erwartet), bevor es….
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…dann mit der lieben Katha nach Trastevere ging, wo wir uns satt und halbwegs selig aßen, mithilfe einer Mozzarella-Pizza bzw. diesen wundervollen Fettucine al Salmone.
(kann derzeit die Trattoria auf Google Maps nicht wiederfinden, versuche aber mein Möglichstes euch allzubald die Adresse für EUREN Rom-Aufenthalt zur Verfügung zu stellen).

Donnerstag

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Donnerstag war Ostia-Tag. Hier seht ihr, die am besten erhaltenste römische Straße, die es auf der gesamten Welt gibt und rechts unseren deutschen Fremdenführer Stephan/Stefan (k.A., wie er geschrieben wird).
Anders als viele andere (u.a. auch Katha), hat es mich nicht an den Strand gezogen (Landratte), was mir auch einen heftigen Sonnenbrand erspart hat, sowie 6€ dafür, dass ich dort nichts getan hätte. Stattdessen konnte ich auf meinem Zimmer etwas in Ken Follets „Sturz der Titanen“ schmökern und mit den anderen Daheimgebliebenen „Durak“ spielen (ein lustiges, russisches Kartenspiel).
Nach dem Abendbrot bei Chicken Hut (KFC für Arme und so hat es auch geschmeckt), habe ich mir noch ein Eis gegönnt…
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…und zwar in diesem Eiscafé, welches ziemlich bekannt ist und damit wirbt, das beste Eis der Welt zu haben…
Es war WIRKLICH das BESTE Eis, was ich je gegessen habe und für 3,50€ (3 GROSSE Kugeln Eis, große Waffel (oben mit Schoki überzogen), des Weiteren Sahne) sogar relativ preiswert!
Gelateria Giolitti
Via degli Uffici del Vicario 40

Freitag
war dann Abflug. Mit dem Flug AB 8703 ging es zurück nach Berlin.
Dieser hatte aufgrund von Schwierigkeiten bei der Disposition am Flughafen Fiumicino knappe 45 Minuten Verspätung.
Aber war das schon alles, was ich dazu sagen wollte?
Naja, nein. Erstmal habe ich die Zeit ohne Internet überstanden bzw. ich habe irgendwie es geschafft, im Kloster zu überleben. Es hat sich GUT angefühlt, also ohne das Internet. Das mit dem Kloster ist zwar irgendwie ein Abenteuer, aber das benötige ich kein zweites Mal unbedingt.
Auch die“Selfie-Stick-Men“, wie ich sie liebevoll nenne, habe ich überlebt und ich glaube darüber darf man stolz sein! 😀
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Ein Foto eines „Selfie-Stick-Man“ von vielen. Diese gab es auf den zahlreichen Piazzas gefühlt zu Tausenden und sie sahen, aus meiner Sicht, fast alle irgendwie gleich aus! Etwas gruselig, aber vor allem nervig, wenn sie dir dauernd am Tage diese Selfie-Sticks und am Abend dann diese sch**ß Laser-Pointer andrehen wollen!

Des Weiteren ist es auch zu erzählen wert, dass es in Italien ganz viele Trinkbrunnen gibt, an denen man sich eiskaltes, frisches Trinkwasser abzapfen kann. Das hat so manchen bei diesem schwül-heißen Wetter vor dem Hitzschlag bewahrt!
Weiterhin ist es erwähnenswert, kurz das ÖPNV-System in Rom anzusprechen. Die Busse sind in der Stadt nur als Eindecker unterwegs (hier merkt man erst, wie gut die innere Klimaanlage des Körpers funktionieren kann. So gut, dass man so nass aus dem Bus kommt, wie sonst nur aus der Badewanne), alt (neueste Bus-Generation hat Baujahr 2002 nehme ich an) und die Sitze sind Plastik-Schalensitze, wobei „Schalensitz“ eine Beleidigung für jedes Gesäß wäre, welches sich da einmal hineinsetzen musste (ich will NIE WIEDER von einem Deutschen hören, dass UNSERE Sitze in den Bussen ungemütlich seien!). Die U- und (vor allem) S-Bahnen sind zum Großteil alt (vor Jahrtausendwende) und unklimatisiert, aber genauso voll wie diese Eindeckerbusse in der City.
Kurz: Ich möchte eigentlich nie wieder mit der atac (so heißt dort die Verkehrsgesellschaft) fahren. Lieber dann ein Auto oder eine Vespa mieten (Voraussetzung wäre, dass ich dann schon meinen Führerschein habe).

Wenn wir aber mal vom Negativen absehen (Kloster, Selfie-Stick-Man, ÖPNV und Wetter), war diese Kursfahrt echt angenehm, hat irgendwie viel Spaß gemacht und man hat viel Neues dazugelernt (was der Sinn einer Kurs- bzw. Bildungsfahrt ja auch ist). Des Weiteren waren wir in einer wundervollen, europäischen Hauptstadt mit langer Geschichte, in der ich zwar nie und nimmer leben würde, aber wohin ich gerne zurückkehren würde, um die teilweise wundervolle, alte Gegend komplett zu genießen.
Ja, das war Rom. Das war unsere Reise vom 05.-10-07-2015, welche keine Fahrt war, welche vergleichbar wäre, mit denen von davor.

Wart ihr denn schon mal in Rom und wie hat es euch gefallen? Habt ihr irgendwelche Tipps, was ich bei meinem nächsten Rom-Besuch so alles noch entdecken und besuchen könnte? Habt ihr vielleicht jetzt Lust bekommen, nach Rom zu fliegen?
Schreibt es mir doch in die Kommentare 🙂

Zum Bericht von der, oben mehrmals erwähnten Katha, geht es übrigens HIER.

Und nun grazie mille für’s Lesen und Ciao!
GNB

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4 Kommentare zu “„Wir treffen uns fünf vor in Italien“-Rom 2015”

    1. Vielen Dank ^^
      In der Tat hatte ich diesen Eindruck auch, Muss ich mal wieder hin, aber dann natürlich in Ruhe einen Eindruck gewinnen. Die Sehenswürdigkeiten (die bekanntesten) haben wir ja schon abgegrast 😀 )

      Gefällt 1 Person

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