Anglizismen und die deutsche Sprache

Wir erleben es jeden Tag. Vor allem durch die Globalisierung und Vernetzung der Welt mittels Internet, kommen immer mehr englische Begriffe in den deutschen Sprachalltag. Auch ich benutze hier auf dem Blog hin und wieder welche bzw., wie ihr an „Mopinion“ sehen könnt, führe ich ganz einfach auch neue ein.
Verhunzt das aber nicht die deutsche Sprache?
Persönlich finde ich, dass die deutsche Sprache sehr hart klingt und, von den Worten her, wenig zauberhaft klingt. Im Deutschen braucht man Phrasen, damit es schön klingt. Deshalb könnte man meinen, dass ich jetzt PRO Anglizismen bin. So eine „Cloud“ klingt doch besser und ist weniger „ridiculous“ als eine „Datenwolke“. Das ist doch „obvious“, oder?
Aber nein!
Ich habe mir letztens im Wirtschaftsunterricht einen Bitkom-Vortrag eines Start-Up-Gründers angesehen und ich konnte am Ende nicht mehr. Nicht nur, dass er megaschnell gesprochen hat und schon auf Deutsch kaum mitkam, nein, er muss natürlich jedes zweite Wort im Englischen haben! Wozu Wirtschaft oder Unternehmen, wenn es das Business gibt? Wozu eine Kostenabrechnung, wenn man sich auch ganz einfach den Cashflow ansehen kann?
Um ehrlich zu sein, hat mich das genervt! Es hat mich auch inspiriert diesen Post endlich mal zu verfassen, denn was spricht denn gegen die deutsche Sprache?
Ja, irgendwann werden wir höchstwahrscheinlich eine Einheitssprache haben und womöglich ist dies das Englische. Aber was morgen passiert, hat heute noch nicht so zu sein!
Lasst uns doch gemeinsam etwas daran ändern! Gegen die Anglifizierung unserer schönen, deutschen Sprache!
Ich habe nichts gegen Anglizismen! Sie sind einfach manchmal spontan nötig, weil sie Umstände beschreiben können, für die wir im Deutschen noch keinen Ausdruck haben, aber wir können doch vor der Manifestierung dieser Menge an englischen Wörtern in unserer Sprache wie Bismarck damals beim Französischen durchgreifen und etwas kreativ sein und neue, deutsche Begriffe erfinden.
Kreativität und etwas weniger Angst vor etwas Neuem muss man jetzt haben! Natürlich könnten diese Neologismen im ersten Moment bescheuert klingen, aber was wir mit englischen Begriffen können, sollte mit deutschen noch einfacher gehen, Nämlich die Manifestierung! Klappt schließlich in Ländern wie Spanien, Italien und Frankreich auch.
Ich hoffe, ihr könnt mich irgendwie verstehen in dieser Hinsicht.
Trotzalledem würde mich auch EURE Meinung zu diesem Thema brennend interessieren!
Schreibt sie einfach in die Kommentare! 🙂

Zum Abschluss noch ein Link von der „Stiftung Deutsche Sprache“ mit einer Tabelle an Anglizismen und wie man diese auf Deutsch umgehen kann. Ich gebe zu, alles würde ich auch nicht so sagen wie es da steht (und manche Anglizismen sind nun halt mal leider schon so stark manifestiert, dass ich sie nicht mehr ändern würde), aber trotzdem schon einmal recht interessant anzuschauen:
http://www.aktionlebendigesdeutsch.de/wortarchiv.php
Wie ich gerade bemerkt habe, arbeitet die Stiftung anscheinend nicht mehr an der Seite, was ich sehr schade finde. Ich hoffe trotzdem, dass sie euch einen kleinen Einblick geben kann, dass es Bemühungen in Richtung Regermanisierung gibt.

LG
GNB

 

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