Wer bin ich?

Du schaust in die Ferne zu den Sternen und guckst dir sie an.
So viele dort oben!
Sie sehen alle gleich aus von hier unten und sind doch in Wahrheit weit voneinander entfernt und alle irgendwie unterschiedlich.
Plötzlich bemerkst du zwei Sterne, die ziemlich anders sind.
Sie sind eher rötlich als weißlich.
Einer bleibt rötlich, aber der andere, der andere versucht etwas weißer zu werden und augenscheinlich klappt es auch, bis du ihn mit einem Teleskop anvisierst, denn dann siehst du, dass er innerlich immer noch rot ist und nur eine dicke, weiße Fassade aufgebaut hat.
Der Stern guckt zu seiner Rechten, zum roten Stern, und zu seiner Linken, zu all den Weißen. Er gehört nicht zu der großen Gruppe der Weißen, aber ist auch nicht mehr rötlich genug.
Er versucht wieder rötlicher zu werden – vergebens.
Die Weißen verstehen ihn nicht und er versteht sie auch nicht, da er ja in Wahrheit rötlicher ist, aber jetzt gerade, jetzt gerade ist er nichts.
„Was bin ich?“, fragt er sich. „Was bin ich?“

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