Schlagwort-Archive: Asperger

Wer bin ich?

Du schaust in die Ferne zu den Sternen und guckst dir sie an.
So viele dort oben!
Sie sehen alle gleich aus von hier unten und sind doch in Wahrheit weit voneinander entfernt und alle irgendwie unterschiedlich.
Plötzlich bemerkst du zwei Sterne, die ziemlich anders sind.
Sie sind eher rötlich als weißlich.
Einer bleibt rötlich, aber der andere, der andere versucht etwas weißer zu werden und augenscheinlich klappt es auch, bis du ihn mit einem Teleskop anvisierst, denn dann siehst du, dass er innerlich immer noch rot ist und nur eine dicke, weiße Fassade aufgebaut hat.
Der Stern guckt zu seiner Rechten, zum roten Stern, und zu seiner Linken, zu all den Weißen. Er gehört nicht zu der großen Gruppe der Weißen, aber ist auch nicht mehr rötlich genug.
Er versucht wieder rötlicher zu werden – vergebens.
Die Weißen verstehen ihn nicht und er versteht sie auch nicht, da er ja in Wahrheit rötlicher ist, aber jetzt gerade, jetzt gerade ist er nichts.
„Was bin ich?“, fragt er sich. „Was bin ich?“

To The Moon


OT/DT: To The Moon
Genre: Adventure/RPG
Produktionsstudio: Freebird Games
Publisher: Freebird Games/Lace Mamba
Erscheinungsjahr: 2011
Leitender Entwickler: Kan „Reives“ Gao
Komponisten: Kan Gao
Plattform: Windows/macOS/Linux
Altersfreigabe: USK 0/PEGI 12
Preis: 7,99€

Ach Leute, ich habe mal wieder sehr lange nichts mehr hier gepostet. Es tut mir leid. Mein Jahresrückblick fehlt, da dachte ich, es gäbe wieder so einen Spotify-Jahresrückblick, mit dem ich das verbinden könnte, aber den gab es nicht und sonst hat mir die Motivation gefehlt.
Da habe ich dann lieber andere Sachen gemacht.
Offiziell Uni, inoffiziell bzw. de facto unwichtige andere Sachen.
Beispielsweise habe ich in der Nacht von vorgestern auf gestern To The Moon gespielt. Es war bei den Steam Awards für den Award „Ich weine nicht, ich habe nur was im Auge“ nominiert und es wurde mir von einem Freund und dem LiS-Subreddit empfohlen, also habe ich es im November-Sale erworben, aber jetzt erst gespielt.

Das ca. 4 Stunden andauernde Spiel handelt von Dr. Watts und Dr. Rosalene, welche in der Sigmund Corp. per „Erinnerungszeitreise“ dafür sorgen, dass alten, kurz vor dem Tod stehenden Leuten, ihr letzter Wunsch, gewährt wird, also ein letztes Erlebnis, was sie übers Leben hinweg immer haben wollten, aber nie bekommen haben.

Im Falle von To The Moon ist der Patient Johnny. Ein älterer Herr, der ein Haus an einer Klippe besitzt. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als einmal auf dem Mond gewesen zu sein.
Dafür wollen die Doktoren der Sigmund Corp. sorgen und kämpfen sich mit so genannten „Mementos“ durch die Erinnerungen Johnnys, um ihm seinen letzten Wunsch zu erfüllen.
Sein Leben spielt sich vor allem mit seiner schon verstorbenen Frau River ab, welche das Asperger-Syndrom hat und evtl. auch, wie die Doktoren feststellen müssen, mit dem Wunsch Johnnys, zum Mond zu gelangen. Das Spiel ist im RPG-Maker erstellt worden und weist eine sehr schöne 2D-Pixelart-Grafik auf. Der Soundtrack, auch stark bestimmt vom Stück For River, ist wunderschön und die Story ist herzzerreißend.
Ich habe mich vllt. 2 1/2 h mit meinen Tränen zurückhalten können, aber danach dachte ich nur noch „Scheiß drauf“. Ich musste heulen, das ist halt so, dazu stehe ich. Das Spiel gibt auch genügend Anlass dazu.
Außerdem zu loben ist die Thematik mit Asperger. Ich habe es ja selbst und ich finde es toll, dass dieses Thema endlich auch in der Videospielszene mal ein Zeichen setzen konnte (laut Wikipedia das bisher einzige Spiel, was Asperger behandelt).
Ich habe aber leider noch ein Manko: Die Steuerung ist manchmal sehr bescheiden. Es geht in Ordnung, man gewöhnt sich dran, aber es gibt deutlich bessere Steuerungen.

Das Spiel, welches nun hinter Life Is Strange den zweiten Platz meiner absoluten Lieblingsspiele-Liste belegt, bekommt von mir 89%.

Damit wäre auch schon die Videospielbewertung wieder vorbei. Danke fürs Lesen.

MfG,
GNB

Quelle (Beitragsbild): http://store.steampowered.com/app/206440/, Letzter Zugriff: 26.01.2017, 02:29 Uhr

Ich bin eine Planwirtschaft

Hey ihr Lieben! 🙂

Ich hoffe, ihr seid gut im neuen Jahr angekommen und habt euch am Ende der Rutsche nicht das Steißbein angeschlagen! ^^
Nun aber geradewegs zum Thema:

Ich bin ein Mensch, habe Asperger und ich liebe es zu planen!
Nichts ist besser als ein (zumindest halbwegs) organisiertes Leben. Schon mindestens am Tag vorher planen, wann man aufsteht, Routinen nachgehen, den Stundenplan der Schule erfüllen oder die Aufträge auf Arbeit abarbeiten, nach Hause kommen, undefiniert entspannen, evtl. mit Freunden treffen (was aber auch eine Woche vorher schon fertig geplant war) und am Ende des Tages zu Bett gehen, natürlich im Optimalfall so, dass man seine 7 Stunden gesunden Schlaf pro Nacht bekommt!
Eigentlich beschreibt das gut einen üblichen Tag bei mir und ich bemerke es noch nicht einmal mehr ^^
Natürlich halte ich mich aber nicht nur auf dieser Mini-Ebene des Planens auf, nein! Ich plane mein Leben schon jetzt, wie es optimal in Zukunft verlaufen sollte.
Gut, ich mache mir keine Illusionen. Es kann passieren, dass irgendwas zwischen meine Planung und mich kommt, mich aufhält und ich vielleicht deshalb einen neuen Plan einschlagen muss. Aber wozu gibt es denn sonst Plan B, C, D,…. ? 😀

Wie ist denn mein Plan für die nähere Zukunft nun?
Nun ja, erstmal das Abi bestehen. Das ist ja klar. Danach einen Platz im FSJ Politik ergattern (Plan B: jetzt schon das Studium im Verkehrswesen). Davor möchte ich in eine Partei eintreten. Wenn Plan A klappt, werde ich erst nächstes Jahr studieren. Was danach kommt, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Vielleicht weiß ich das aber schon in einem halben Jahr ^^

Es wird sich zeigen, wie mein Leben weitergeht und wie viel ich planen und erreichen kann und darauf bin ich schon sehr gespannt, vielleicht auch ein bisschen ängstlich, denn schließlich ist der Wechsel von der durchorganisierten Schulwelt zur nicht-mehr-ganz-so-organisierten Jugendwelt eine ziemlich große Wende (zumindest erscheint sie so), doch habe ich mir eine kleine Hilfe geschaffen und manches zusammengetragen, was ich in den nächsten Jahren erreichen möchte. Was genau das aber ist, erfahrt ihr aber erst in Kürze-stay tuned 😉

MfG
GNB