Schlagwort-Archive: Buch

Kinder der Freiheit by Ken Follett

Bildergebnis für Kinder der Freiheit follett
OT: Edge of Eternity
DT: Kinder der Freiheit
Autor: Ken Follett
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-4041-7320-4
Preis: 12,99€

Der Weg zu meiner neuen Uni ist eigentlich ziemlich beschissen. Unter einer Stunde Fahrtzeit kann man es (mit dem ÖPNV) nicht schaffen, aber man soll es ja immer positiv sehen. Wenn ich jetzt nämlich keine Podcasts mehr hören kann, kann ich einfach mit dem Lesen von Büchern fortfahren, was meinen Stapel an ungelesenen Büchern schmelzen lassen sollte (auch wenn zugegebenermaßen nicht alle Bücher zum Lesen auf solchen Fahrten geeignet sind).

Ein Buch, an dem ich Ewigkeiten gesessen habe, aber nun doch recht schnell verschlingen konnte dank der vielen Fahrerei, war Ken Folletts dritter Teil seiner Jahrhundert-Trilogie, welcher den wohlklingenden Namen „Kinder der Freiheit“ trägt.
Man hat sich beim Lesen an sich auch wie ein Kind der Freiheit gefühlt, v.a. als ein „Millennial“, der den Kalten Krieg überhaupt nicht mitbekommen hat, wenn man mal vom Geschichtsunterricht absieht, welcher einem aber niemals diese Gefühle hat geben können, wie es dieses Buch geschafft hat.

Ken Folletts Schreibstil mag nicht für jedermann sein, aber in Kinder der Freiheit hat er wirklich nochmal alles aus sich herausgeholt. Seine (schlecht geschriebenen) Sexszenen hat er schlau benutzt, um den gesellschaftlichen Wandel in der Perzeption von Sex und Beziehungen aufzuzeigen und er konnte mehr als in den Teilen davor seinen gefühlsvereinnahmenden Schreibstil beibehalten.
Las man über den Vietnam-Krieg oder die Sturheit von US-Präsidenten und KdUdSSR-Generalsekretäre, so war man tief im Inneren auch wütend.
Las man über die Liebesgeschichte eines Paares, was sich nicht finden konnte, so hat man mitgelitten.
Las man über den Fall des Eisernen Vorhangs und den Fall der Mauer, so liefen einem Freudentränen über die Wange.

Gerade bei letzterem war ich erstaunt. Ich dachte, ich verstünde von den Geschichten meiner Oma oder vom Geschichtsunterricht her, wie es damals war, endlich wieder frei in Berlin zu sein, seine Familie wiederzusehen, die man 40 Jahre lang nicht besuchen konnte, aber ich wusste es nicht. Dieses Buch hat mir erst die Augen geöffnet und mich, zumindest so nah wie möglich, an dieses Gefühl des Glücks herangebracht.

Geschichtlich könnte man bei dem Buch, wie auch bei den Vorgängern, wieder sagen, dass er erneut leider Zeiten ausgelassen hat (die Nachkriegszeit von 1945-1962 hat eigentlich keinerlei Erwähnung gefunden wie auch der Bruch der Sowjetunion 1991 oder die Segelsetzung für das 21. Jahrhundert mit der Gründung der EU 1993), die man ebenfalls als wichtig hätte erachten können, aber dieses Mal kreiden wir ihm das mal nicht so an, denn dafür war sein das Buch im Gesamten viel zu gut.

Das ist der Grund, wieso dieses Buch auch nicht nur eine 7/10 bekommt (wie Sturz der Titanen), sondern eine 8,5/10.
Es war eine schöne Zeit mit dieser Trilogie! Ob ich jemals wieder etwas von Follett lesen werde, steht in den Sternen, aber wenn, werdet ihr es höchstwahrscheinlich erfahren (nicht so wie bei Winter der Welt, wo ich anscheinend vergessen habe, darüber eine Rezension zu schreiben. Sorry Bildergebnis für :sweat: emoji

LG
GNB

Quelle (Cover): https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51KOFLQNLNL._SX334_BO1,204,203,200_.jpg, Montag, 13.11.2017, 11:45 Uhr

Advertisements

Isch hab Geisterblitz by Philipp Möller

OT/DT: Isch hab Geisterblitz-Neue Wortschätze vom Schulhof
Autor: Philipp Möller
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-60782-2
Preis: 9,99€

Eigentlich wollte ich jetzt gerade nicht diesen Post verfassen, sondern Sherlock [Rezension folgt] gucken…
Andererseits habe ich das Buch heute fertig gelesen und ich bevorzuge es, meine Rezensionen dann zu verfassen, wenn ich noch eine Menge vom zu rezensierendem Objekt im Gedächtnis habe.
Wie ihr oben seht, las ich „Isch hab Geisterblitz“ vom Autor, dessen Vorname ich immer falsch schreibe, Phillipp  Philipp Möller, der durch sein Buch „Isch geh Schulhof“ Bekanntheit erlangt hat.

Isch hab Geisterblitz spielt ein paar Jahre nach Isch geh Schulhof. Philipp Möller soll in diesem Buch, einer Autobiographie im weitesten Sinne, Khalim, einem Schüler aus seiner ehemaligen 6e aus Isch geh Schulhof dazu verhelfen, den MSA zu bestehen.
Dies gestaltet sich aber aufgrund von Khalims ziemlich schlechtem Deutsch und seiner Drogensucht als schwierig.
Dabei zieht Möller immer wieder Schlüsse, was in unserem Bildungssystem (das wir aus seiner Sicht nicht haben), aber auch in unserem System, wie wir Integration vollziehen, ändern muss und appelliert am Ende auch an verschiedene Personengruppen sich für diese Änderungen einzusetzen, statt immer nur stillschweigend zuzusehen und sich zu beschweren!

Der Schreibstil ist nicht überragend. Es ist halt eine Nacherzählung von erlebten Ereignissen, die einen, obwohl sie es nicht sollten, zum Schmunzeln bringen, teilweise auch zum Lachen.
Aufgrund des politischen Fadens, der sich ebenfalls durch das Buch zieht, würde ich das Buch jedem politisch Interessierten empfehlen!
(Genauso würde ich es auch bei Isch geh Schulhof handhaben, wo der politische Faden sogar noch stärker ausgeprägt ist).
Es handelt sich alles in allem für ein durchschnittliches Stück Literatur, was aber auf seiner Ebene gesehen, gut ist.

Abschlussbewertung: 7,5/10 Punkte (Premiere: erstes Buch mit halben Punkten!)

LG
GNB

Der Schatten des Windes by Carlos Ruiz Zafón

schattendeswindes
OT: La sombra del viento
DT: Der Schatten des Windes
Autor: Carlos Ruiz Zafón
Verlag: Insel Verlag
ISBN: 978-3596196159 (Taschenbuch-Ausgabe von Fischer)
Preis: 9,99€ (Taschenbuch-Ausgabe von Fischer)

Sommerferien-Buch Nummer 2 wurde nun endlich auch von mir gelesen! Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Buch, als ich zu lesen begann. War es doch ein Buch, das mir so sehr ans Herz gelegt wurde, wie kein Buch zuvor, was auf Amazon als Meisterstück betitelt wird!
So liest man los und lernt schnell den Jungen Daniel Sempere kennen, welcher im „Friedhof der Vergessenen Bücher“ im Barcelona während der Franco-Diktatur, ein Buch entdeckt. Das geheimnisvolle Buch mit dem Titel „Der Schatten des Windes“ von einem Autor namens Julián Carax, von dem niemand etwas zu wissen scheint und um den sich so manche Legende rankt.
So bricht Daniel Sempere auf, Julián Carax zu finden oder zumindest das, was von ihm noch übrig ist und entdeckt dabei allerlei Schauerliches und macht sich auf in ein neues Leben, welches nur Freunde und Feinde kennt. Etwas dazwischen, gibt es eigentlich nicht.

Das Buch an sich ist wirklich sehr gut geschrieben! Man kann die Spannung teilweise schier nicht aushalten, fühlt bei diesen Liebestragiken Daniels (unerreichbare Liebe usw.) mit und teilweise hat man es aber auch mal mit Angstzuständen zu tun. Man möchte dieses Buch weglegen und gleichzeitig weiterlesen. Verrückt!
Der Spannung werden immer nur kleine Abbrüche getan und alles, was sich daran im gesamten Buch aufbaut, wird am Ende komplett entladen und man ist einfach nur erleichtert, das Buch zu Ende gelesen zu haben (im positiven Sinne).
Das Buch erinnert demnach nicht von ungefähr dem fiktiven „Schatten des Windes“, von dem man nicht sehr viel erfährt, aber genug, um zu verstehen, dass der reale Windesschatten ebenfalls ein Werk des fiktiven Carax sein könnte……
Wie dem auch sei, gehen wir mal zur….

Abschlussbewertung: 9/10 Punkte

Große Fans dieses Buchs werden angesichts dieser Bewertung bestimmt enttäuscht sein, weil es hier, in Sternen, nur 4,5/5 Sternen gibt, aber für ein Meisterstück fehlte irgendwie noch etwas.
Was gefehlt hat, kann ich nicht sagen, so dämlich das auch klingen mag. Ich glaube, das  ist dann einfach so ein Gefühl, was dir sagt: „Du hast gerade DAS perfekte Buch gelesen“ und das war nicht ganz da.
Wenigstens hat es mich gefreut, mal ein Buch gelesen zu haben, welches am Ende keine Fragen offen ließ (zumindest für mich nicht).
Der Schreibstil ist wie gesagt sehr gut und die Handlung bietet auch Einiges. Das Buch ist eigentlich perfekt, aber irgendwas hemmt mich dennoch die volle Punktzahl zu geben….
Was meint ihr? Wäre eine 10/10 gerechtfertigt oder könnt ihr mich ein bisschen verstehen, dass ich das noch nicht machen möchte? Schreibt es in die Kommentare!

Bis zum nächsten Mal und LG
GNB

Quelle(Buchcover): http://www.amazon.de/Schatten-Windes-Carlos-Ruiz-Zaf-n/dp/3596196159/ref=tmm_pap_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=&sr= ; Freitag, 07.08.2015, 07:26 Uhr

Sturz der Titanen by Ken Follett

sturzdertitanen
OT: Fall of Giants
DT: Sturz der Titanen
Autor: Ken Follett
Verlag: Bastei-Lübbe
ISBN: 978-3-4041-6660-2
Preis: 12,99€

Der erste Teil der „Jahrhundert-Trilogie“ von Ken Follett, die die Geschichte des 20.Jahrhunderts in schöne Romane verpacken soll, heißt „Sturz der Titanen“ und handelt von der Zeit vor, während und kurz nach dem Ersten Weltkrieg.
Die Handlung an sich spielt zum Großteil in Europa (Großbritannien(Wales und England), Frankreich(kriegsbedingt), Deutschland und Russland), doch später im Buch wird auch öfter nach Amerika gereist oder sogar zeitweise nach Asien.
Was mir besonders gut am Buch gefällt, sind diese Hauptkerne, um den sich die ganze Geschichte aufbaut. Die ganzen historischen Fakten und Zusammenhänge, die Follett sich, zusammen mit etwaigen Historikern, angeeignet hat und in die Geschichte hat mit einfließen lassen, sind sehr interessant, da sie über die Fakten aus dem Schulfach Geschichte hinaus gehen, und werden auch sehr genau erläutert.
Sehr schön hierbei finde ich, dass nicht nur eine Seite (z.B. nur die amerikanische Sicht) betrachtet wurde, sondern auch von mehreren Seiten deren Sichten genannt werden. Die bösen Deutschen werden des Öfteren auch mal in Schutz genommen und das durch einen tollen deutschen Protagonisten, der die deutsche Sicht vor allem rational erklärt (aber dennoch aus seinem Patriotismus heraus).
Die Handlungsorte scheinen mir aus historischer Sicht gut gewählt.
Zur Erklärung: In den USA gibt es einen politisch wichtigen Strang (den des Diplomaten Gus Dewar) und einen eher unwichtigen (den vom, aus Russland geflüchteten, Lew Peschkow und seiner Frau Olga), in Europa gibt es an sich drei Stränge, davon zwei englische (einmal Ethel Williams, die sich für die Frauenrechte in ihrem Land einsetzt und zum anderen den Strang des Earl Fitzherberts, dem konservativen Aristokraten, den man meistens nur hassen kann, aber dazu später) und einen deutschen (den des Walter von Ulrich, einem deutsch-liberalem Adeligen) und zu guter Letzt existiert noch ein russischer Strang (der des Grigori Peschkow, der als Revolutionär für die Bolschewiken kämpft). Ihr seht, es werden viele Seiten betrachtet und das für fast jedes großes Ereignis, welches im Buch genannt wird.
Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, auch wenn man sich nur teilweise in sie hineinversetzen kann. Man steht als Leser den Charakteren am Ende doch eher distanziert gegenüber. Dennoch konnte sich so manche Figur bei mir entweder ins Herz spielen (Ethel Williams, Walter von Ulrich, Gus Dewar) oder in meine Liste an Buchcharakteren, die in der Hölle auf ewig schmoren sollen(Lew Peschkow, Earl Fitzherbert, Bea).
Der Schreibstil des Buches ist auch gelungen, wenn man das so sagen kann. Es baut sich teilweise Spannung auf, man kann mit den Charakteren manchmal mitfühlen, weil einfach alles sehr genau beschrieben ist.
Auch sehr genau beschrieben sind die Literotica-Elemente, die teilweise auftauchen und das etwas langgezogene Buch auflockern sollen.
Doch bleibt sich Follett nicht treu auf der Ebene. Wo er am Anfang noch jede einzelne Sex- oder Zärtlichkeitsszene ganz genau beschreibt und analysiert wird er in der Mitte und am Ende nachlässig und schreibt einfach „Liebe machen“. Muss reichen. Ich meine zwar nicht, dass er hätte jetzt alles ausformulieren müssen und dass ich die Szenen unbedingt gebraucht hätte (für die Handlung waren sie nicht unbedingt tragend), doch sollte man sich als Autor schon der Linie treu bleiben und entweder viel bis alles wirklich beschreiben oder halt alles auf zwei bis drei Worte kürzen.

Wenn wir schon beim Kürzen sind, können wir ja mal richtig anfangen zu kritisieren. Das Buch ist zuweilen ziemlich lang gezogen. Manchmal gibt es auch Wiederholungen, die man hätte wegstreichen können (Was heißt hier „manchmal“? Vor allem auf Gefühlsebene gibt es das gesamte Buch hindurch Wiederholungen!). Doch im Gegenzug würde ich dann wieder sagen, dass das Buch sogar zu kurz ist (trotz 1020 Seiten). Die Zeit vor dem Krieg war relativ gut in der Länge, genauso wie alle Vorgänge während des Krieges (Revolution in Russland und der Krieg an sich)), doch am Ende wurde sehr viel übersprungen. Nach dem Jahre 1919 findet man sich plötzlich 1923 beim Hitler-Putsch wieder und dann ist das Buch zu Ende. Das kann es aus meiner Sicht nicht sein, vor allem, weil der zweite Teil mit dem Jahr 1933 beginnt. Das Buch war sowieso schon elendig lang. Die 100 bis 200 Seiten mehr, hätten den Kohl auch nicht mehr sehr viel fetter gemacht.
Auch die ziemlich vorhersehbare Handlung hat mir nicht allzu gut gefallen und damit meine ich nicht die historische Handlung. Das war klar, dass die vorhersehbar sein würde. Teilweise habe ich auch auf bestimmte Ereignisse gewartet, nein, das ist es nicht. Ich meine die Handlungen auf Gefühlsebene bzw. fiktionaler Geschichtsebene. Das finde ich leider ziemlich schade.
Um die Handlung, die ich oben hoch gelobt habe, trotzdem auch noch mal auf die Waagschale zu legen: Ich meinte zwar, dass mehrere Sichten berücksichtigt werden und das stimmt auch, trotz alledem ist die Geschichte leider ziemlich stark auf England und später die USA fokussiert. Deutschland spielt in der Gesamthandlung eine annähernd gleiche Rolle wie der Strang von Lew Peschkow in den USA (wobei ich hierbei von Glück reden muss).
Auch etwas komisch empfand ich es, dass die Sicht Österreich-Ungarns nicht richtig zur Geltung kam, dem Hauptaggressor des Ersten Weltkriegs (zumindest, wenn es um den Beginn des Krieges geht).
Trotz alledem freue ich mich darauf den zweiten Teil „Winter der Welt“ zu lesen (auch wenn ich als nächstes vorhabe, „Schatten des Windes“ zu lesen) und gebe dem Buch….

Abschlussbewertung: 7/10 Punkte

Seid ihr denn der Typ für dicke Bücher? Mögt ihr diese vielen historischen Fakten genauso sehr wie ich? Und zu guter Letzt: Wie seht ihr das mit den Literotica-Elementen in diesem Buch (oder auch in anderen), also wie viel darf davon enthalten sein, um das Buch aufzulockern und wann sollte man es sein lassen? Schreibt es mir in die Kommentare 🙂

LG
GNB

What if? by Randall Munroe

DSC_0122
OT: 
What if?-Serious Scientific Answers to absurd hypothetical Questions
DT: What if? Was wäre wenn?-Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen
Autor: Randall Monroe
Verlag: KNAUS/HMH Publishing(englische Originalausgabe)
ISBN: 978-3-8135-0652-5 (deutsche Ausgabe)
Preis: 14,99€ (deutsche Ausgabe) [15,50€ in Österreich]

Wir treten in wissenschaftliche Gefilde ein, meine Freunde! Dieses Buch habe ich gestern in einem Press&Books-Laden in unserem örtlichen Bahnhof gefunden und erworben, sowie daraufhin in knapp 31 Stunden durchgelesen.
Gut, davon abgesehen, dass manche Leute bestimmt schneller lesen können als ich (es sind ja nur 348 Seiten), interessieren euch diese Informationen wahrscheinlich am Wenigsten. Also gehen wir mal gleich ans Eingemachte!

Das Buch behandelt, wie der Titel schon sagt, absurde theoretische Fragen an die Wissenschaft, d.h. der Autor Randall Monroe beantwortet diese auf wissenschaftlicher Basis. Kein Wunder, denn er ist Physiker und interessiert sich für Naturwissenschaften seit seiner frühesten Kindheit, sodass er am Anfang des Buches den Leser an einer Anekdote teilhaben lässt, in der er sich als Fünfjähriger fragt, ob es mehr harte oder mehr weiche Dinge auf der Erde gibt. Bekannt geworden ist Monroe auch durch die Wissenschaft, denn er hat nicht nur bei der NASA gearbeitet, nein, er wurde auch durch seine wissenschaftliche Webcomicreihe „xkcd“ bekannt. Des Weiteren wurde auch ein Asteroid nach ihm benannt, welcher, wenn er die Erde treffen würde, die Erde zerstören würde, so wie er es wahrscheinlich mag. Laut eigenen Aussagen liebe er es nämlich, wenn Sachen Feuer fingen und etwas explodiert.

Die Art, wie er auf teils sinnlose Fragen (z.B.: „Wenn man eine zufällige Nummer wählt und <<Gesundheit!>> sagt, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Angerufene tatsächlich gerade geniest hat?“) reagiert, ist einfach nur unglaublich cool. Er verbindet Humor, Wissenschaft und Comic miteinander zu einem ultimativen Paket an Spaß. Auch, dass alle seine Gedankenexperimente, aufgrund der Fragen, eigentlich immer die Erde ins Chaos stürzen lassen (oder ganz zerstören, indem die Niederlande die Welt übernimmt), macht dieses Buch echt…..zu einer geilen Versuchsanleitung für die nächsten Experimente im Chemie-Unterricht von mir 😀

Ich sage nur, es lohnt sich! Man lacht, kriegt neue Blickwinkel auf „wissenschaftliche Fragen“ und kann, aufgrund vieler verwendeter Formeln, mit seinem neuen naturwissenschaftlichen Wissen richtig toll angeben! Selbst, wenn man nicht einmal versteht, wieso v=s/t ist(was ich verstehe)! ^^

Abschlussbewertung: 8/10 Punkte

 

 

About a Boy by Nick Hornby

OT/DT: About a boy
Autor: Nick Hornby
Verlag: Penguin Books(ENG)/Klett(D)
ISBN: 978-3-12-573830-0
Preis: £3,99 bzw. €9,75(neu)

Unter dieser ISBN bekommt ihr eine englische Ausgabe mit deutsche Vokabelhilfen*!

Ich sag schon mal vorweg:
Ich bin enttäuscht von diesem Buch. Es ist ein Schulbuch, das stimmt, doch waren meine bisherigen Schulbücher interessanter und besser als dieses. Wenn ich nur an „Looking for Alaska“ von John Green zurückdenke, geht mir mein Herz für Bücher auf(eines der Besten, die ich je gelesen habe).

ZUSAMMENFASSUNG DER GESAMTEN HANDLUNG DES BUCHES(SPOILER)

Hey, ich bin Marcus. Ein Loser. Normal in einem Schulbuch, welches aus englischsprachigen Ländern kommt. Meine Eltern haben sich getrennt. Mein Vater interessiert sich nicht für mich, meine Mutter ist depressiv, wollte mich nicht und hat sich, mehr oder minder vor meinen Augen, versucht umzubringen. Sprich: Meine Eltern sind scheiße. Am „Dead Duck Day“, dem Tag als sich meine Mutter umbringen wollte und ich eine Ente getötet habe, habe ich Will, einen 36-jährigen Erwachsenen getroffen, der so ist wie ich sein sollte: ein Teenager. Er lebt von der Arbeit seines schon verstorbenen Vaters und macht sonst eigentlich nichts. Er erkennt, dass ich ein Loser bin und will mir zumindest äußerlich helfen, ein Teenager zu werden. Nebenbei legt er alleinerziehende Mütter flach.
Ich habe übrigens so ein Mädchen getroffen namens Ellie, die an der Schule für ihre Zwischenfälle bekannt ist und Kurt Cobain liebt(das Buch spielt zwischen Mitte 1993 und 1994). Ich hab mich mit ihr angefreundet, wollte dann dass sie meine (feste) Freundin(wieso gibt es nicht so ein Wort, wie „girlfriend“ auch im Deutschen) ist, obwohl sie 15 ist und ich 12 und dann wollte ich es wieder nicht, weil sie ein Schaufenster eingeschlagen hat, an dem Tag als Kurt Cobain starb und sie dachte, dass ein Ladenbesitzer Money mit dessen Tod machen wollte. Wir sind auf einer Polizeistation gelandet, ich hab meinen Eltern mehr oder weniger gesagt, dass sie scheiße sind und bin deshalb zu einem Teenager geworden. Achso, Will ist übrigens erwachsener geworden, falls es jemanden interessiert. Und damit hat Nich Hornby 278 Seiten gefüllt…..ja.

Ne, ernsthaft. Why? Hab ich den Sinn des Buches nicht verstanden?
Zwischendurch dachte ich, das Buch würde doch gut sein, weil sich langsam diese Lovestory auf die beiden gegensätzlichen Charaktere aufgebaut hat(Marcus und Ellie). Doch dann dachte sich Hornby anscheinend:
„Ich hab keinen Bock so schnulztiges Zeug zu schreiben! Ich lass diese Illusion platzen und bau am Ende lieber die Moral rein, dass sehr viele Personen versuchen, Leute als Partner haben zu wollen, die ihnen ähnlich sind und es nie schaffen. Du wirst es auch nicht schaffen Marcus. Aber das steht in einem anderen Buch.“
Wieso? Stattdessen nervt er mit oben Beschriebenem und einem Wechsel zwischen den Protagonisten Will und Marcus, ohne eine weitere großartige Beziehung zwischen ihnen einzubauen, außer, dass beide eine girlfriend haben wollen.
Noch besser finde ich die Ankündigung, im Klappentext des Buches, es gäbe Vokabelhilfen. Ja, die gibt es. Aber am ENDE des Buches. Dies bedeutet: Blättern. Ich habe keine Lust zu blättern. Dann könnte ich mir gleich ein Wörterbuch daneben legen. Also habe ich es gleich sein gelassen mit dem Vokabeln nachschlagen.
Habe ich genug gegen das Buch gewettert? Ich glaube schon.
Zumindest sind, zumindest die Protagonisten Marcus und Will, sowie Ellie interessant und sympathisch in irgendeiner Art und Weise, ansonsten würde ich diesem Buch wahrscheinlich eine schlechtere Bewertung geben.

Auf der anderen Seite gibt es auch viele positive Bewertungen durch die Presse, also solltet ihr euch überlegen, ob ihr nicht doch diesem Buch einen Versuch gebt. Aber ich bin nicht überzeugt. Es gibt besseres.

Abschlussbewertung: 2/10 Punkten

(Positive) Gründe für die zwei Punkte:
+größtenteils sympathische Charaktere
+kleine Lovestory am Rande(welche leider abrupt aufhört(-))

Quelle Bild(Cover): http://www.amazon.de/About-Boy-Originalausgabe-Englische-Oberstufe/dp/312573830X