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Vor dem Suizid: Gründe sammeln; Nach dem Suizid: SpuBe rufen

Ja, ich gebe zu, dies ist eine relativ provokante Überschrift. Sie wirkt aber auch gleichzeitig geradezu lächerlich, wenn man das Thema dieses Beitrags nennt.

Dieses Mal ist es ein „Sammelpost“ zu zwei Serien, die ich gesehen habe und hier kurz bewerten möchte. Zum einen habe ich Thirteen Reasons Why (oder Tote Mädchen lügen nicht) gesehen und zum anderen den Tatortreiniger. Unterschiedlicher könnten die Serien nicht sein.

Erstere erzählt vom 17jährigen Mädchen Hannah Baker, welche sich umgebracht hat. Auf 13 Kassetten(seiten) hat sie die 13 Gründe aufgenommen, die zu ihrem Tod geführt haben. Dies sind immer Ereignisse, die aber stark von jeweils einer Person abhängen.
Einer dieser Personen ist Clay Jensen, welcher ein Mitschüler und Arbeitskollege von ihr war und außerdem ziemlich verliebt in sie gewesen ist, sodass ihn es wohl fast am schwersten trifft, dass er auch Teil ihres „Suizidnetzes“ sein soll.
Die Serie ist ziemlich gut gemacht. Schnitte, Lichtunterschiede, Unterscheidungen zwischen Vergangenheit (Was die Kassette erzählt) und Gegenwart, Charakterentwicklung sind nennenswert. Außerdem hat man mit dem Protagonisten Clay eine Person mit der man sich identifizieren kann (ich zumindest).
Man merkt den Schmerz Hannahs, aber auch Clays und anderer Charaktere und es gibt jede Menge „Trigger“.
Damit meine ich sowohl welche in der Story, die mich – Gott sei Dank bin ich derzeit so gut wie alleine in der Wohnung und vor dem Fernseher – die Charaktere anflehen lassen hat, Dinge zu tun oder nicht zu tun, aber auch welche, vor denen man gewarnt sein sollte eventuell.
Es war mir zwar schon vorher klar, aber ich glaube, auch wenn das jetzt bestimmt voll komisch und vllt. offensichtlich klingt, diese Serie hat mir erst gezeigt, dass ich nicht dazu fähig bin, Vergewaltigungen und tatsächlichen Suizid zu sehen.
Richtig gelesen: Wer ausschließen möchte, jemals in seinem Leben eine (wenn auch gespielte) Vergewaltigung zu sehen oder auch den Prozess des Pulsaderaufschneidens, dem sei diese Serie nicht ans Herz gelegt. Selbiges gilt für Leute, die sich nicht mit Depressionen und „Teenage Angst“ auseinandersetzen wollen.
Übrigens finde ich es bemerkenswert, dass es angeblich eine erhöhte Selbstmordrate in den USA gegeben haben soll nach Erscheinen dieser Serie, da ich persönlich finde, dass mich diese Serie wohl eher abgeschreckt hätte, Selbstmord zu begehen. Wiederum kann ich wohl kaum was dazu sagen, da ich – glücklicherweise – nicht selbstmordgefährdet bin.

Diese Serie hat auch ihre 7/10 Punkte verdient.

Nun kommen wir zum anderen Protagonisten dieses Posts: Dem Tatortreiniger. Dieser muss nämlich antanzen, nachdem ein Mord geschehen ist, egal ob selbstverschuldet oder nicht.
Gespielt wird der „Spurbeseitiger“ (SpuBe = Spurbeseitigung übrigens) Heiko Schotte a.k.a. Schotti von Bjarne Mädel, welcher ein lustiger Schauspieler ist.
In der Sendung geht es aber nicht nur ums Putzen, meist sogar hauptsächlich nie wirklich. Es geht eher um das Drumherum. Themen wie Homosexualität, Spiritualität, Memento Mori, Liebe, Leistungsdruck, Autismus u.v.m. werden in Gesprächen zwischen Schotti und einer Person, die ihn während seines Putzauftrags beobachtet behandelt.
Die Komik ist genial und der Charakter des Schotti ist nachvollziehbar und echt.
Diese deutsche Produktion (des NDR) hat mir richtig Spaß gemacht und für diese gibt es sogar 8/10 Punkten.

Das war es nun wieder. Ich hoffe, dass euch auch mal solch ein Sammelpost gefallen hat. Es hat einfach gerade gut gepasst 😀

LG,
GNB

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„Das Biest kennt keine Gnade“ – Ultimate Beastmaster (Germany)

Bildergebnis für Ultimate Beastmaster

Das war ein Spektakel.
Die Serie Ultimate Beastmaster, welche von Netflix produziert wurde und eine Länge von 10 einstündigen Folgen hat, ist ein Sportwettbewerb, bei dem Athlethen gegen einen Parkour, welcher „The Beast“ getauft wurde, antreten müssen.
Die Besonderheit an der Serie ist, dass es sechs Ableger gibt, die alle zeitgleich ausgestrahlt wurden und auch dasselbe zeigen, nur mit anderen Kommentatoren, welche aus den Ländern kommen, aus denen die Teilnehmenden auch angereist sind.
Diese Länder aufgezählt:
USA, Südkorea, Deutschland, Japan, Mexiko, Brasilien.

Es geht um den „Nationalstolz“ und „Ruhm“ und, nicht zu vergessen, um bis zu 60.000$ Preisgeld.
Das klingt ja an sich nicht schlecht, doch leider hat mir nicht alles an der Show gefallen.
Beispielsweise das Hervorheben des „Nationalstolzes“ und diese Übertreibung der Wichtigkeit des Wettbewerbs.
Ja, die Show ist in den USA produziert worden und ja, bei Sportwettkämpfen wird gerne auch mal mit der Bedeutsamkeit des Ereignisses übertrieben, aber es ist einfach so unglaubwürdig, vor allem aus deutscher Sicht, wo man solch einen übertriebenen Nationalstolz, wie sie die Amerikaner oder auch Mexikaner haben, einfach nicht nachvollziehen kann, selbst wenn man verhältnismäßig „nationalstolz“ ist.

Die Kommentatoren der Sendung, die von Dave Broome und Sylvester Stallone produziert wurde, waren Athlethen, Schauspieler, Komödianten und Moderatoren. Für Deutschland haben Hans Sarpei und Luke Mockridge kommentiert.
Leider muss ich hier zwei Sachen bemängeln.
Zum einen waren die Kommentare sehr, sehr repititiv. Natürlich kam auch sportlich fast immer dasselbe vor, aber eine größere Wortwahl hätte den Moderatoren gut gestanden.
Nun weiß ich aber nicht, ob das ein deutsches oder allgemeines Problem ist, da Netflix einen davon abhält, die anderen Ausgaben von Ultimate Beastmaster zu schauen, was ich sehr, sehr schade finde.
Ich hätte gerne auch mal dauerhaft die koreanischen Kommentatoren (bspw.) mitbekommen und nicht nur in diesen zusammengeschnittenen, kurzen Szenen.
Nun muss man bedenken, dass jede Ausgabe so gesehen eine eigene Show ist. Nun gut, aber evtl. Untertitel in den Sprachen, die noch antreten? Ist das wirklich zu viel verlangt?
Anscheinend leider ja. Wie gesagt, mich hätten die anderen Ausgaben von der Show auch interessiert.

Mal zum Parkour an sich:
Die Kommentatoren sprachen immer von einem „realen Videospiel“. Wie Super Mario springt und klettert man durch vier „Level“ des Biestes, welche die Innereien dessen darstellen sollen.
Was mir hier aufgestoßen ist, ist der Fakt, dass in verschiedenen Folgen die Schwierigkeit immer anders war. Und damit meine ich nicht, dass das Finale schwieriger als „die normalen Folgen“ war.
Das ist ja gut, aber zwischen den Folgen sollte es nicht so viele Unterschiede geben und wenn, dann doch nicht mal ja, mal nein, sondern, dann soll jede Folge irgendwie anders sein.
Nun ja, war aber nicht so. Schade.

Der Schnitt der Folgen war zumeist in Ordnung. Eine Folge, ich weiß leider nicht mehr welche, war aber so schlecht geschnitten, dass man im Vordergrund die verstärkten Stimmen Hans‘ und Lukes hören konnte und dann nochmal das Original nur eine Sekunde später als „Echo“. Das hätte man besser machen können.
Auch besser machen können, hätte man das Intro.
Es ist einfach stinklangweilig, obwohl es Bock auf die Show machen soll. Es tut es aber nicht.
Nach anderen Intros habe ich mehr Bock auf das Nachfolgende als nach dem Intro von U.B.
Zuletzt dann noch der Name. Hätte man es nicht einfach bei „Ultimate Beastmaster“ belassen können? Ja, es ist die deutsche Version, aber dieses angestellte „Germany“ hintendran klingt einfach nur bescheuert.
„Ultimate Beastmaster“ und gut ist. Das Konzept, dass mehrere Nationen ihre eigene Show haben, wird in der ersten Folge bei der Erklärung der Show und des Parkours genug klar.

Trotz der vielen Kritik: Es hat mich unterhalten. Zumindest auf dem Level, wie es eine Gameshow erreichen kann und ja, man hat auch mit den Deutschen, vor allem, wenn sie sich gut angestellt haben, mitgefiebert (oder allgemein mit sehr guten Teilnehmern anderer Länder. Außer mit den überpatriotischen Amerikanern. Die fand ich zumeist zu arrogant/doof.).
Luke und Hans passen auch irgendwie da rein und manche von Lukes Versuchen witzig zu sein, klappen sogar.

Auf Netflix gab es von mir 3/5 Sternen, hier gehe ich also damit d’accord und vergebe 6/10 Punkten.

LG,
GNB

Quelle (UB-Logo):
http://ultimatebeastmaster.com/, 22.03.2017, 13:00 Uhr

EM 2016

Hey Leute!
Es ist mittlerweile endlich soweit: Die EM 2016 in Frankreich findet statt! 😀
Das freut mich sehr und bisher habe ich auch jedes Spiel gesehen (wie man an meinem „Liveticker“ auf Twitter sieht ^^), was normalerweise nicht so viel Spaß macht, aber ihr wisst ja (evtl.) gar nicht, wie viel mehr Spaß es macht, ein Spiel anzugucken, wenn man dort mit Freunden gegeneinander tippt ^^ (ohne Geldeinsatz, der Sieger bekommt trotzdem irgendwas ^^)
Ich werde weiter gucken, bald kommt England-Russland. Mal gucken, ob mein Tipp (3:1) richtig ist oder nicht und wenn ihr keine Zeit habt zu gucken oder es alles lieber in Gefühlen und vagen Worten ausgedrückt haben wollt, dann lest einfach, was ich so darüber auf Twitter schreibe #Werbung xD

Das war es auch schon mit meinem random Blogpost 🙂
Seid ihr denn auch Fußballfans und wenn ja, hinter welcher Mannschaft steht ihr? Wie geht morgen das deutsche Spiel gegen die Ukraine aus? Gebt euren Tipp ruhig in den Kommentaren ab! Freue mich immer wieder darüber, etwas von euch zu lesen 🙂

LG,
GNB

ESC 2016-Review

Zum 61. Mal nun hat sich dieses Jahr der Eurovision Song Contest wiederholt. Dieses Mal lautete das Thema Come together.
Ausgetragen wurde der Musikwettbewerb im schönen Stockholm (Schweden), da Måns Zelmerlöw den letzten ESC in Wien (Österreich) mit dem Song Heroes gewonnen hatte.
Das Event fand in der Ericcson Globe Arena statt und wurde von Måns Zelmerlöw und Petra Mede moderiert.

Die Eröffnung

Dieses Jahr wurde nicht so viel Tra-Ra um die Eröffnung gemacht wie letztes Jahr. Es gab einen Countdown zum Start des ESC und ein paar Kamerabilder aus dem Backstagebereich, bevor plötzlich Töne von bekannten schwedischen DJs wie Avicii, Swedish House Mafia, Alesso und Galantis ertönten.
Ein Catwalk eröffnete sich, Models mit komischen Papierfetzenkleidern liefen mit jeweils einem Teilnehmer zwischen sich darauf herum. Dem Teilnehmer wurde mit Pfeilen gezeigt, wie er sich einzuordnen hatte. Bevor dies aber geschah, posierten die Models kurz vor der Kamera, der Ländername wurde verkündet (auf Englisch) und die Flagge relativ cool im Hintergrund eingeblendet.
Letztlich fühlte man sich aber bei diesem Prozedere eher wie auf einer Fashion Week….ich meine, die Kleider waren echt nicht viel besser als auf so mancher Modenschau xD
Letztlich bildeten alle Modeopfer eine Gasse, um die Moderatoren des ESC 2016 eintreten zu lassen.
Und dann ist alles ganz bunt und poppig, geradezu jung und frisch, genauso wie die Moderatoren vorne (ok, die Petra ist dann doch wieder ein bisschen älter), die mit ganz viel Humor an diese Eröffnung des ESC gehen.

Die Show
Postcards werden auch dieses Jahr wieder nicht von mir verlinkt, auch dadurch begründet, dass es diese noch nicht auf YouTube gibt.
Auf das Punktepapier wird dieses Jahr verzichtet, was nicht heißt, dass ihr keinen Überblick über meine Punkteverteilungen bekommt! Diese werdet ihr nämlich einem PDF-Dokument unten entnehmen können!

1. Belgien

Song: What’s the Pressure  by Laura Tesoro
Music: Sanne Putseys/Birsen Uçar
Lyrics: Sanne Putseys/Louis Favre/Yannick Werther
Auftritt: Die relativ hübsche Belgierin, die nicht nur Sängerin, sondern auch Schauspielerin ist, macht den Anfang mit einer relativ mittelmäßigen Nummer. Die Bühne ist von der Farbe gelb geprägt, das Outfit zu glitzern. Der Song selbst hat mich kaum mitgenommen.
Die Choreo war, wie sich später herausstellen sollte, im Gesamtkontext gesehen relativ gut, hat aber relativ wenige Punkte von mir erhalten, da ich dachte, dass da noch was viel Besseres kommen würde. Wie man sich täuschen kann….
19 Punkte dafür meinerseits.

2. Tschechien

Song: I Stand by Gabriela Gunčíková
Music: Christian Schneider/Sara Biglert
Lyrics: Aidan O’Connor/Sara Biglert
Auftritt: Die Bühne und der Song waren ganz ok und für die Choreo gab es die höchste Punktzahl. Wieso? Zu stehen, bei einem Lied mit dem Titel I stand ist einfach die perfekte Choreo. Das ist einfach mal ein Match 😀
31 Punkte

3. Niederlande

Song: Slow down by Douwe Bob
Music: Douwe Bob Posthuma/Jan-Peter Hoekstra/Jeroen Overman/Matthijs Van Duijvenbode
Lyrics: Douwe Bob Posthuma/Jan-peter Hoekstra/Jeroen Overman
Auftritt: Choreo war hier auch nicht vorhanden, wiederum sah die Bühne mit der Uhr am Boden echt schön aus und der Song hat mir eigentlich auch gefallen. Er soll mir aber bis zum Ende des Wettbewerbs nicht im Kopf bleiben.
22 Punkte

4. Aserbaidschan

Song: Miracle by Samra Rahimli
Music/Lyrics: Amir Aly/Jakke Erixson/Henrik Wikström
Auftritt: 
Auch sie tritt in einem Glitzer-Look auf, der ihr aber gut steht. Das Outfit passt sich perfekt an die Körperlinien an. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, wieso sie einer der besten in der Kategorie „Sex-Appeal“ bei mir war. Choreo gab es natürlich wieder nicht so richtig und der Song hat sich auch nicht so bei mir in die Ohren eingenistet.
21 Punkte

5. Ungarn

Song: Pioneer by Freddie
Music: Szabó Zé
Lyrics: Borbála Csarnai
Auftritt: Der Song war nicht allzu schlecht und das asymmetrisch geschnittene Hemd hat ihm gestanden. Die Bühne mit diesen Erdrissen hatte auch irgendwie etwas. Choreo aber auch hier: Fehlanzeige.
29 Punkte

6. Italien

Song: No Degree of Seperation by Francesca Michielin
Music: Fabio Gargiulo/Federica Abbate/Cheope
Lyrics: Francesca Michielin/Federica Abbate/Norma Jean Martine
Auftritt: Erstmal war ich ja erschreckt, dass der Songtitel plötzlich nicht mehr Italienisch war, wie in der Vorschau, sondern auf Englisch. Ich dachte jetzt, das gesamte Lied sei übersetzt worden. Dem war glücklicherweise nicht so. Die süße Francesca hat einen tollen Song vorgetragen, der abermals nicht mit einer Choreo überzeugen konnte. Wiederum hat die Bühne irgendwie zu ihr als eine Art Hippie gepasst.
32 Punkte

7. Israel

Song: Made of Stars by Hovi Star
Music/Lyrics: Doron Medalie
Auftritt: Ich mag Männer, die sich extrem schminken und dazu während des Auftritts noch extrem glitzern nicht. Tut mir leid. Außerdem mag ich den Song irgendwie nicht. Die Bühne wird im Laufe des Songs wenigstens mittelmäßig schön mit diesen digitalen Sternen.
12 Punkte

8. Bulgarien

Song: If Love was a Crime by Poli Genova
Music: Borislav Milanov/S. Arman/J. Persson/Johnny K. Palmer
Lyrics: Borislav Milanov/S. Arman/J. Persson/Poli Genova
Auftritt: Der Song war nicht so der Knüller, wenn auch ein guter Versuch. Das Outfit ist im Insgesamten eigentlich ein Verbrechen für ein jedes Auge, nicht die Liebe.
16 Punkte

9. Schweden

Song: If I were Sorry by Frans
Music/Lyrics: Frans Jeppsson Wall/Fredrik Andersson/Michael Saxell/Oskar Fogelström
Auftritt; Schon in der Postcard hat der Typ auf mich irgendwie arrogant gewirkt. Die hochgeleckten Haare beim Auftritt an sich hat dieser Erscheinung nicht gerade positiv entgegengewirkt. Die Bühne ist im Gegensatz zur Konkurrenz etwas zu einfach gehalten und der Song selbst klingt mir zu sehr nach Catch & Release von Matt Simons. Vergleicht mal! Da hört man eindeutig starke Parallelen!
5 Punkte

10. Deutschland

Song: Ghost by Jamie-Lee Kriewitz
Music: Anna Leyne/Thomas Burchia/Conrad Hensel
Lyrics: Anna Leyne
Auftritt: Kawaii-Jamie-Lee kam #straightouttaBennigsen, um am ESC teilzunehmen. Mitgebracht hat sie ihren VoG-Gewinnersong Ghost, den ich schon vor ihrem ESC-Auftritt sehr gerne gehört habe. Sie absolviert den Auftritt relativ souverän, die Bühne und ihr Outfit passen zu ihr. Nur an Choreo und Sex-Appeal fehlt es ihr. Aber was soll man da schon machen? Kommt ja eigentlich hauptsächlich auf die Musik an (zumindest sollte es das).
30 Punkte

11. Frankreich

Song: J’ai cherché by Amir
Music: Nazim Khaled/Amir Haddad/Johan Errami
Lyrics: Nazim Khaled/Amir Haddad
Auftritt: Auch hier kannte ich den Song im Vornherein und empfand ihn als sehr gut. Die Universumsbühne, auf der er so gesurft ist, hat mir auch sehr gefallen. Außerdem habe ich die Mischung aus Französisch und Englisch sehr genossen. Etwas schade fand ich die Abänderung der ESC-Version im Gegensatz zur Normalen, nicht etwa durch Kürzung, sondern durch Erweiterung um einen Teil der vorher nicht vorhanden war. Aber naja, tat der Qualität des Songs nichts zum Abbruch.
30 Punkte

12. Polen

Song: Colour of your Life by Michał Szpak
Music: Andy Palmer
Lyrics: Kamil Varen
Auftritt: Ohne ne Choreo, ordentliche Bühne oder Sex-Appeal kommt man einfach nicht weit. Da hilft auch der mittelmäßige Song oder das außergewöhnliche Aussehen nichts.
11 Punkte

13. Australien

Song: Sound of Silence by Dami Im
Music/Lyrics: DNA
Auftritt: Viele fragen sich, wieso Australien immer noch teilnehmen darf. Die sind doch keine Europäer! Es waren höchstens mal welche ^^
Ja, sie haben halt eine große ESC-Fan-Gemeinde und zahlen TV-Gelder. Wieso also nicht einladen? 😀 Ich meine, seither haben sie die Qualität der ESCs auch immer gesteigert, wenn sie teilgenommen haben ^^ Nun aber zurück zum Thema:
Der Auftritt hat mir an diesem Abend am besten gefallen. Die Bühne war schick, genauso wie das Outfit, es gab eine mittelmäßige Choreo und der nicht so stille Song über den Klang der Stille hat mir gefallen.
33 Punkte

14. Zypern

Song: Alter Ego by Minus One
Music/Lyrics: Thomas G.Son/Minus One
Auftritt: Der Song ging eigentlich, die Bühne und die Outfits hatten was.
28 Punkte

15. Serbien

Song: Goodbye (Shelter) by Sanja Vučič
Music/Lyrics: Ivana Peters
Auftritt: Ne, der Song ging nicht so richtig ab für mich, ebenso das Outfit. Schade.
So gibt’s leider nur 16 Punkte

16. Litauen

Song: I’ve been waiting for this Night by Donny Montell
Music/Lyrics: Jonas Thander/Beatrice Robertsson
Auftritt: Das war alles so mittelmäßig. Bis auf den Song. Der war nicht gut. Mittelgut ist zumindest das Outfit gewesen, aber das hat letztendlich auch nicht mehr herausgerissen.
17 Punkte

17. Kroatien

Song: Lighthouse by Nina Kraljić
Music/Lyrics: Andreas Grass/Nikola Paryla
Auftritt: Das Outfit war mal etwas anderes, was ich sehr gut fand. Die Frisur hat mich aber leider an die Frau Krone-Schmalz errinert xD
Ansonsten auch eher mittelmäßig im Insgesamten, wobei Bühne und Choreo ja mal überhaupt nicht richtig vorhanden waren. Außerdem wurde ihre Stimme im Refrain sehr schräg.
Trotzdem noch 23 Punkte

18. Russland

Song: You are the only One by Sergey Lazarev
Music: Dimitris Kontopoulos/Philip Kirkorov
Lyrics: John Ballard/Ralph Charlie
Auftritt: 
Zusammen mit Australien der beste Auftritt des Abends. Die Bühne wie letztes Jahr der Zelmerlöw zu benutzen, hat nur bei diesem Auftritt so gut geklappt wie es klappen sollte, das Lied war auch ganz gut an sich. Dies hat sich auch in den Zuschauervotings niedergeschlagen, aber dazu kommen wir ja noch später.
33 Punkte

19. Spanien

Song: Say Yay! by Barei
Music/Lyrics: Barei/Rubén Villanueva/Victor Pùa
Auftritt: Der Song war ganz ok und es gab eine Choreo, was man sehr zu schätzen wissen muss bei dieser Ausgabe des ESC.
28 Punkte

20. Lettland

Song: Heartbeat by Justs
Music/Lyrics: Aminata Savadogo
Auftritt: Ein mittelmäßiger Song mit mittelmäßiger Bühne, dazu kaum Choreo, aber dafür mit einem ihm stehendem Outfit und einem, wenn ich mich in eine Frau hineinversetzen müsste, gewissen Sex-Appeal-diese Dinge zusammengenommen verhelfen ihm zu 26 Punkten.

21. Ukraine

Song: 1944 by Jamala
Music/Lyrics: Jamala
Auftritt: Yay! Ein politisches Lied! Und danach hat sie sogar noch gewonnen! *kotz*
Das alles war auch nur schlechtes Mittelmaß und dann auch noch hochpolitisch, was eigentlich verboten ist beim ESC. Aber scheiß drauf, trotzdem erlauben und eine schlechte Show abziehen. Nur die Bühne war etwas besser zu bewerten.
21 Punkte

22. Malta

Song: Walk on Water by Ira Losco
Lyrics/Music: Molly Pettersson-Hammar/Lisa Desmond/Tim Larsson/Tobias Lundgren/Ira Losco
Auftritt: Bühne und Choreo der schwangeren Sängerin waren nicht vertreten an diesem Abend. Der Rest mal wieder – mein Lieblingswort in diesem Beitrag anscheinend – Mittelmaß.
22 Punkte

23. Georgien

Song: Midnight Gold by Young Georgian Lolitaz feat. Nika Kocharov
Music: Kote Kalandadze/Thomas G.Son
Lyrics: Kote Kalandadze
Auftritt: Auch wenn ich ihn mit gleich vielen Punkten wie den schwedischen Beitrag bewertet habe, war dieser Beitrag an sich noch schlechter. Hauptsächlich deswegen, da zu viel und zu stark mit Licht gespielt wurde, was mir ein Übelkeitsgefühl verursacht hat (und ich bin nicht Epileptiker, ich kann eigentlich viele Lichteffekte aushalten).
5 Punkte

24. Österreich

Song: Loin d’ici by Zoë
Music/Lyrics: Christof Straub/Zoe Straub
Auftritt: Eine richtige Grinsebacke ist ja hier aufgetreten mit einem sehr schönen französischen Song 🙂
Leider hat es am Ende an Bühne und Outfit gehapert.
24 Punkte

25. Vereinigtes Königreich

Song: You’re not Alone by Joe and Jake
Music/Lyrics: Matt Schwartz/Justin J. Benson/S. Kanes
Auftritt: Ich fand den Song persönlich einfach nicht schön und auch hier hat es an Choreo gefehlt. Deshalb nur 17 Punkte.

26. Armenien

Song: Love Wave by Iveta Mukuchyan
Music: Lilith Navasardyan/Levon Navasardyan
Lyrics: Iveta Mukuchyan/Stephanie Crutchfield
Auftritt: Ich fand den Song ganz ok eigentlich. Das Outfit hat ihr gestanden, etwas Choreo gab es auch, die Sex-Appeal-Punkte hat sie sich auch als einer der wenigen geholt.  Alles in allem 29 Punkte.

Große Pause und Votingzeit

Nun ist die Veranstaltung schon fast ganze zwei Stunden alt. Zeit für eine Pause! Diese ist gespickt mit einem Sketch von Ian McKellen und Derek Jacobi, einer Erklärung des Votingsystems, , einem Auftritt von Justin Timberlake und der Geschichte des schwedischen Pops. Außerdem ist auch dieses Mal die diesjährige Junior-ESC-Gewinnerin interviewt worden, die dieses Mal nicht aus Italien sondern Malta stammt. In einem Song der Moderatoren namens Love Love Peace Peace, eigentlich der beste Auftritt des gesamten ESC-Abends wurde des Weiteren die Formel für den besten ESC-Song offenbart. Plötzlich mischt sich auch noch die lustige „offizielle“ Pressesprecherin der EBU, Lynda Woodruff, ein. Ein bisschen kichern konnte man auf jeden Fall ^^
Natürlich wurde der obligatorische Auftritt des Vorjahresgewinners mit seinem Song nicht vergessen, dieser folgte einem Einspieler, welcher zeigen sollte, wie besessen die Schweden vom ESC sind, auf den Fuß.

Votingergebnisse

Nach 2 Stunden, 52 Minuten und 37 Sekunden beginnt dann die Bekanntgabe der Votingergebnisse der Jurys.
Dieses Jahr war das Votingsystem nämlich etwas anders. 50% der Stimmen entfielen auf die nationalen Jurys, die 1-12 Punkte (außer 9 und 11) an ihre jeweiligen Favoriten gegeben hatten. Die anderen 50% kamen von den Zuschauern. Diese haben auch 1-12 Punkte (außer 9 und 11) an ihre Favoriten gegeben. Die durchschnittliche Anzahl an Punkten für ein Land an ein Land wurden aus den einzelnen Ländern für ein Land zusammengerechnet und wurden am Ende aufaddiert. So sollte das ganze Voting gerechter und spannender werden.
Die Juryergebnisse wurden von den Punktesprechern angesagt, die Zuschauerergebnisse von den Moderatoren. Die deutsche Punktesprecherin war mal wieder Barbara Schöneberger.

Die deutsche Jury bewertete letztlich folgendermaßen:
1–> Litauen
2–> Lettland
3–> Italien
4–> Niederlande
5–> Belgien
6–> Australien
7–> Ukraine
8–> Georgien
10-> Schweden
12-> Israel

Es folgt: Meine Senf zu den Votingergebnissen!
Ich danke dem neuen Votingsystem, dass es offenbart hat, wie politisch diese Veranstaltung ist! Dies konnte man daran sehen, dass die meisten Jurystimmen aus dem Osten zumeist nicht nach Russland gingen, wiederum fast alle Zuschauerstimmen, und die meisten Jurystimmen aus dem Westen nach Australien, einem Land, welches mit Europa kaum was zu tun hat und man somit keine politischen Probleme erwarten dürfte, wenn man dieses Land zum Sieger kürt. Ich will mich nicht der russischen Theorie anschließen, dass sie „um den Sieg gebracht wurden“, aber ich glaube trotzdem, dass diese Veranstaltung dieses Jahr wieder mal sehr, sehr stark gezeigt hat, wie politisch diese Veranstaltung ist. Wieso musste ausgerechnet ein politischer Song, der Russland absichtlich provoziert hat, gewinnen? Wieso ein hochpolitischer Song, der noch nicht mal megagut klang, aber dafür Jamie-Lee auf den letzten Platz mit mickrigen 11 Punkten (zum Vergleich: Ukraine hatte am Ende 534 Punkte) schicken, trotz einer soliden Performance?
Ist meiner Meinung nach nicht verständlich und ich kann deshalb auch den Unmut der Russen als auch der Deutschen verstehen.
So soll der ESC eigentlich nicht sein!
Auch sehr schade fand ich im Gesamtbild der Show, dass sich Måns und Petra echt viel Mühe gegeben haben, diesen ESC zu einem sehr guten ESC zu machen, doch leider fehlte es allgemein an guter Musik. Es gab eigentlich keine herrausragenden und nur 4, 5 gute Songs und das ist zu wenig. Stockholm 2016 hätte Kopenhagen 2014 als besten Song Contest aufholen können, sie haben es aber leider nicht geschafft.

Nun ja, mal gucken wie der ukrainische ESC nächstes Jahr wird. Ich tippe auf „noch politischer als die Jahre zuvor“, aber selbst wenn, wird die Musikauswahl hoffentlich etwas besser sein.

Bis dahin wünsche ich euch noch einen schönen Tag/Abend/was_auch_immer und LG,
GNB 🙂

Endergebnisse (Top 5)

  1. Ukraine (534 Punkte)
  2. Australien (511 Punkte)
  3. Russland (491 Punkte)
  4. Bulgarien (307 Punkte)
  5. Schweden (261 Punkte)

Meine Bewertungen

Mein Voting (PDF)

Fack Ju Göhte 2

OT/DT: Fack ju Göhte 2
Genre: Komödie
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 2015
Regie/Drehbuch: Bora Dagtekin
Cast: u.a. Elyas M’Barek/Karoline Herfurth/Katja Riemann/Volker Bruch/Jella Haase/Uschi Glas/Farid Bang/Johannes Nussbaum/Lucas Reiber
Länge: 115 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12

Wir alle können uns noch zurückerinnern. 2013 war es und es war ein Film so lange in den Schlagzeilen, weil dieser so viele Besucher mehr in die Kinos gelockt hat, als so mancher Film zuvor. Von Fack Ju Göhte ist hiermit die Rede, dessen Drehbuchautor vor allem durch den Film Türkisch für Anfänger Bekanntheit erlangte.

In Fack Ju Göhte 2 wird die Geschichte des Vorgängers nun ein bisschen weitergesponnen. Zeki Müller (Elyas M’Barek) unterrichtet die 10b am Goethe-Gymnasium, die unbedingt mal auf Klassenfahrt wollen, doch hat er keinen Bock mit diesen Jugendlichen auf eine Reise zu gehen. Auch auf das Flehen der Direktorin (Katja Riemann) hin, lässt er sich nicht dazu bewegen eine Klassenreise zu machen, welche für das Ansehen der Schule wichtig wäre. Das konkurrierende Schillergymnasium hätte sich schon längst für eine Reise zur Partnerschule nach Thailand entschieden.
Das interessiert Herrn Müller nicht, zumindest so lange nicht, bis sein restliches Diebesgut plötzlich nach Thailand verschickt wurde. Er ist nun natürlich sofort bereit mit den Schülern der 10b, sowie einem Quotenbehinderten (Etienne (Lucas Reiber), ein Autist) auf Klassenreise zu gehen. Durch einen Streich der Schüler an Frau Schnabelstedt (Karoline Herfurth) kann diese nicht mit. Er ist nun auf sich alleine in Thailand gestellt, die 10b zu kontrollieren und den Streit mit der Parallelgruppe des Schillergymnasiums nicht allzu sehr eskalieren zu lassen. Mit mehr oder minder gutem Erfolg.

Der Film ist aus meiner Sicht so witzig wie der erste Teil und die Klischees, die aufgegriffen werden, sind als größtenteils wahr einzuordnen. Die Chantal (Jella Haase), die so gesehen hier die Hauptrolle Frau Schnabelstedts in Teil 1 einnimmt, vermittelt mit ihren „hochbegabten Sprüchen“ immer eine lockere, aber teilweise auch Fremdschäm-Stimmung. Auch lernt man in diesem Film ihre gefühlvolle Seite kennen, was sehr schön, wenn auch filmklischeehaft umgesetzt ist.
Der Quotenautist Etienne ist mir eine sehr sympathische, neue Figur, welcher auch mal die Schlauheit der Klasse 10b darstellen kann. Lucas Reiber schafft es perfekt iwie diese Ticks zu spielen und zu zeigen, dass er stark-autistische Züge hat, sodass es gar nicht gesagt werden muss, sondern man gleich herauslesen kann, nach welcher „Störung“ er tickt.

Die Musik im Film ist immer gut für den passenden Moment gewählt, wenn auch meist nicht die Momente unterstützend, wie es in anderen Filmen der Fall ist, und besteht natürlich vornehmlich aus Pop-Songs bekannter Interpreten.

Kurz gesagt: Guckt euch den Film auch einfach an, denn eigentlich lohnt es sich! 🙂

Abschlussbewertung: 8/10 Punkte

LG
GNB

Sturz der Titanen by Ken Follett

sturzdertitanen
OT: Fall of Giants
DT: Sturz der Titanen
Autor: Ken Follett
Verlag: Bastei-Lübbe
ISBN: 978-3-4041-6660-2
Preis: 12,99€

Der erste Teil der „Jahrhundert-Trilogie“ von Ken Follett, die die Geschichte des 20.Jahrhunderts in schöne Romane verpacken soll, heißt „Sturz der Titanen“ und handelt von der Zeit vor, während und kurz nach dem Ersten Weltkrieg.
Die Handlung an sich spielt zum Großteil in Europa (Großbritannien(Wales und England), Frankreich(kriegsbedingt), Deutschland und Russland), doch später im Buch wird auch öfter nach Amerika gereist oder sogar zeitweise nach Asien.
Was mir besonders gut am Buch gefällt, sind diese Hauptkerne, um den sich die ganze Geschichte aufbaut. Die ganzen historischen Fakten und Zusammenhänge, die Follett sich, zusammen mit etwaigen Historikern, angeeignet hat und in die Geschichte hat mit einfließen lassen, sind sehr interessant, da sie über die Fakten aus dem Schulfach Geschichte hinaus gehen, und werden auch sehr genau erläutert.
Sehr schön hierbei finde ich, dass nicht nur eine Seite (z.B. nur die amerikanische Sicht) betrachtet wurde, sondern auch von mehreren Seiten deren Sichten genannt werden. Die bösen Deutschen werden des Öfteren auch mal in Schutz genommen und das durch einen tollen deutschen Protagonisten, der die deutsche Sicht vor allem rational erklärt (aber dennoch aus seinem Patriotismus heraus).
Die Handlungsorte scheinen mir aus historischer Sicht gut gewählt.
Zur Erklärung: In den USA gibt es einen politisch wichtigen Strang (den des Diplomaten Gus Dewar) und einen eher unwichtigen (den vom, aus Russland geflüchteten, Lew Peschkow und seiner Frau Olga), in Europa gibt es an sich drei Stränge, davon zwei englische (einmal Ethel Williams, die sich für die Frauenrechte in ihrem Land einsetzt und zum anderen den Strang des Earl Fitzherberts, dem konservativen Aristokraten, den man meistens nur hassen kann, aber dazu später) und einen deutschen (den des Walter von Ulrich, einem deutsch-liberalem Adeligen) und zu guter Letzt existiert noch ein russischer Strang (der des Grigori Peschkow, der als Revolutionär für die Bolschewiken kämpft). Ihr seht, es werden viele Seiten betrachtet und das für fast jedes großes Ereignis, welches im Buch genannt wird.
Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, auch wenn man sich nur teilweise in sie hineinversetzen kann. Man steht als Leser den Charakteren am Ende doch eher distanziert gegenüber. Dennoch konnte sich so manche Figur bei mir entweder ins Herz spielen (Ethel Williams, Walter von Ulrich, Gus Dewar) oder in meine Liste an Buchcharakteren, die in der Hölle auf ewig schmoren sollen(Lew Peschkow, Earl Fitzherbert, Bea).
Der Schreibstil des Buches ist auch gelungen, wenn man das so sagen kann. Es baut sich teilweise Spannung auf, man kann mit den Charakteren manchmal mitfühlen, weil einfach alles sehr genau beschrieben ist.
Auch sehr genau beschrieben sind die Literotica-Elemente, die teilweise auftauchen und das etwas langgezogene Buch auflockern sollen.
Doch bleibt sich Follett nicht treu auf der Ebene. Wo er am Anfang noch jede einzelne Sex- oder Zärtlichkeitsszene ganz genau beschreibt und analysiert wird er in der Mitte und am Ende nachlässig und schreibt einfach „Liebe machen“. Muss reichen. Ich meine zwar nicht, dass er hätte jetzt alles ausformulieren müssen und dass ich die Szenen unbedingt gebraucht hätte (für die Handlung waren sie nicht unbedingt tragend), doch sollte man sich als Autor schon der Linie treu bleiben und entweder viel bis alles wirklich beschreiben oder halt alles auf zwei bis drei Worte kürzen.

Wenn wir schon beim Kürzen sind, können wir ja mal richtig anfangen zu kritisieren. Das Buch ist zuweilen ziemlich lang gezogen. Manchmal gibt es auch Wiederholungen, die man hätte wegstreichen können (Was heißt hier „manchmal“? Vor allem auf Gefühlsebene gibt es das gesamte Buch hindurch Wiederholungen!). Doch im Gegenzug würde ich dann wieder sagen, dass das Buch sogar zu kurz ist (trotz 1020 Seiten). Die Zeit vor dem Krieg war relativ gut in der Länge, genauso wie alle Vorgänge während des Krieges (Revolution in Russland und der Krieg an sich)), doch am Ende wurde sehr viel übersprungen. Nach dem Jahre 1919 findet man sich plötzlich 1923 beim Hitler-Putsch wieder und dann ist das Buch zu Ende. Das kann es aus meiner Sicht nicht sein, vor allem, weil der zweite Teil mit dem Jahr 1933 beginnt. Das Buch war sowieso schon elendig lang. Die 100 bis 200 Seiten mehr, hätten den Kohl auch nicht mehr sehr viel fetter gemacht.
Auch die ziemlich vorhersehbare Handlung hat mir nicht allzu gut gefallen und damit meine ich nicht die historische Handlung. Das war klar, dass die vorhersehbar sein würde. Teilweise habe ich auch auf bestimmte Ereignisse gewartet, nein, das ist es nicht. Ich meine die Handlungen auf Gefühlsebene bzw. fiktionaler Geschichtsebene. Das finde ich leider ziemlich schade.
Um die Handlung, die ich oben hoch gelobt habe, trotzdem auch noch mal auf die Waagschale zu legen: Ich meinte zwar, dass mehrere Sichten berücksichtigt werden und das stimmt auch, trotz alledem ist die Geschichte leider ziemlich stark auf England und später die USA fokussiert. Deutschland spielt in der Gesamthandlung eine annähernd gleiche Rolle wie der Strang von Lew Peschkow in den USA (wobei ich hierbei von Glück reden muss).
Auch etwas komisch empfand ich es, dass die Sicht Österreich-Ungarns nicht richtig zur Geltung kam, dem Hauptaggressor des Ersten Weltkriegs (zumindest, wenn es um den Beginn des Krieges geht).
Trotz alledem freue ich mich darauf den zweiten Teil „Winter der Welt“ zu lesen (auch wenn ich als nächstes vorhabe, „Schatten des Windes“ zu lesen) und gebe dem Buch….

Abschlussbewertung: 7/10 Punkte

Seid ihr denn der Typ für dicke Bücher? Mögt ihr diese vielen historischen Fakten genauso sehr wie ich? Und zu guter Letzt: Wie seht ihr das mit den Literotica-Elementen in diesem Buch (oder auch in anderen), also wie viel darf davon enthalten sein, um das Buch aufzulockern und wann sollte man es sein lassen? Schreibt es mir in die Kommentare 🙂

LG
GNB

Who am I-Kein System ist sicher

whoamifilmplakat
OT/DT: Who am I-Kein System ist sicher
Genre: Thriller
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 2014
Regie: Baran bo Odar
Drehbuch: Baran bo Odar/Jantje Friese
Cast: u.a. Tom Schilling/Elyas M’Barek/Wotan Wilke Möhring/Antoine Monot Jr./Hannah Herzsprung/Trine Dyrholm
Länge: 105 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Zusatzinfo: Bayerischer Filmpreis in der Kategorie „Beste Regie“/Sechs Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2015

Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu und in der letzten Schulwoche vor den Ferien hat man drei Tage Zeit die Sinnlosigkeit dieser Unterrichtsstunden meist mit Filmen zu überbrücken.
Also in Informatik mal schnell diesen Film einlegen, welcher von allen Seiten bei der Veröffentlichung bejubelt wurde und teilweise immer noch wird. So extrem bejubelt, wie bejubelt klingt zwar nicht, aber doch schon ziemlich doll wie ich finde.
Nun ja, der Film heißt „Who am I“. „Wer bin ich und wenn ja-wie viele?“ hat sich Precht in einem seiner Bücher gefragt und mehr oder weniger kann diese Frage auch auf diesen Film abgewälzt werden, welcher von Benjamin Engel, einem jungen, unscheinbaren Superhacker handelt, der von seinem Hackerleben mit seiner Gruppe „Clay“ und dem ominösen „MRX“ erzählt.

Der Film ist dabei, vor allem durch diese, wenn auch sehr klischeehafte, aber gut untermalende, Musik, ziemlich spannend. Einen weiteren Kick geben mehrere Plottwists, die so gewollt sind, denn am Ende sitzt man da und darf sich entscheiden:
„Was für ein geiler Film!“
oder
„What the f*ck I just saw there?“
oder beides zugleich. Letzteres traf auf mich zu.
Da ich leider ein Talent dafür habe, jegliche Unlogik aus einem Film zu filtern (bei weitem nicht alles wahrscheinlich, aber vieles) kriegt der Film hier ein paar Pünktchen Abzug. Genauso das sehr klischeehafte Hackerleben. Ja, für den naiven Zuschauer kommt das alles vollkommen überzeugend rüber und er wird am Ende mit etwas weniger „WTF-Feeling“ aus dem Kino/Raum/wo-auch-immer-ihr-den-Film-guckt,-wo-es-einen-Ausgang-gibt herausgehen, aber etwas weniger Klischee wäre auch in Ordnung gewesen.

Abschlussbewertung: 7/10 Punkte

Was denkt ihr über den Film? Ist euch das manchmal auch zu viel Klischee und gehört ihr auch zur Sorte Mensch, die gerne Unlogik in Filmen findet? 😀
Schreibt es mir doch in die Kommis!

LG
GNB

Quelle(Filmplakat): http://www.filmstarts.de/kritiken/184748.html
Letzter Zugriff: Dienstag, 14.07.2015, 13:29 Uhr

Scania Citywide DLF (SCANIA DK 15)

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Heute hatte ich ENDLICH die Ehre mit dem neuen Doppeldeckerbus der BVG zu fahren.
Der SCANIA Citywide DLF (Doubledeck-Low-Floor) oder BVG-intern SCANIA DK 15 (SCANIA Doppeldecker Kurz [nur 12 m lang], Baujahr 2015) verkehrte schon seit Anfang des Jahres auf dem X34 zwischen der Kaserne Hottengrund in Kladow und dem Zoo, doch soll der Prototyp nun weitere Fahrten auf anderen Linien, wie in diesem Fall dem 134 absolvieren.
Anders als die bisherigen MAN-Doppeldecker wurden die Wagen kleiner konszipiert und sind eher für Randlinien mit höherem Fahrgastaufkommen gedacht.

SCANIADDobenvorneBlick vom Oberdeck nach vornSCANIADDoben
Blick vom Oberdeck nach hinten

Das Oberdeck

Der Bus hat aufgrund seiner geringen Größe nun nur noch EINE Treppe, statt zwei, welche aber ziemlich verbreitert wurde.
Oben befinden sich unter anderem neu ein Panoramadach.

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Man erkennt oben das Panoramadach

Anstatt einer Anzeige ganz vorne für die nächsten Haltestellen, befindet sich dort eine Geschwindigkeits- und Temperaturanzeige. Die Anzeige für die nächsten Haltestellen befindet sich oben nun über den Treppen.

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Die neuen LAWO-Anzeigen befinden sich im Oberdeck über der Treppe

Des Weiteren bietet das Oberdeck USB-Anschlüsse, wo man sein Tablet oder Handy aufladen kann. Meiner Meinung nach ist dieser Nutzen fragwürdig, da die meisten Fahrten, die dort oben verbracht werden, wahrscheinlich nicht zum Aufladen eines Handys ausreichen. Des Weiteren nehme ich normalerweise keine Handykabel mit auf Arbeit oder in die Schule, die ich dort in den Bus einstecken könnte. Auch die Stop-Taster haben sich in der Form verändert. Die Ergonomie ist ziemlich gut, wobei das Tippen durch ein Klicken begleitet wird. Bisher haben mir eigentlich die lautlosen Taster gut gefallen ^^

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Links: Die neuen Stop-Taster
Rechts: Die USB-Anschlüsse

Das Unterdeck

Erstmal fällt beim Eingang auf, dass es nun eine Sitzplatzanzeige für das Oberdeck gibt. Die belegten Sitze werden wahrscheinlich durch eine Art Drucksensor in den Sitzen im Oberdeck erkannt.

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Links neben der gelben Haltestange lässt sich die Sitzplatzanzeige erahnen

Die Haltestellenanzeige im Unterdeck ist ziemlich unglücklich an der Treppe gegenüber von der Ausgangstür gesetzt. Dort, wo sie besser einsehbar wäre und bisher auch immer eingesetzt wurde, befindet sich nun auch eine Geschwindigkeits- und Temperaturanzeige.

SCANIADDuntenanzeigeSCANIADDunnötigeanzeige

 

Fazit

Der Bus gefällt mir sehr gut, zumindest wenn er wirklich nur auf diesen Randlinien eingesetzt wird. Vielleicht ist noch als Makel anzumerken, dass im Oberdeck, in Höhe der Hintertür, die Sitze der 2.Reihe erhöht sind große Leute sich dort den Kopf stoßen können, genauso im Unterdeck unten, wo die Fahrzeugdecke erniedrigt wurde.
Im Fahrzeug bietet ein gutes Ambiente eine gewisse Wohlfühlatmosphäre. Ein „Holzboden“ vermittelt Wärme und ein Gefühl der Heimischkeit. Die Sitze im Prototypen haben ein neues Design und sind sehr gemütlich. Es lohnt sich deshalb auch bei kurzen Strecken oben zu sitzen. Die Sitze sind eigentlich gut angeordnet (die Fehler in der Sitzanordnung habe ich ja oben schon beschrieben).
Auch andere Leute scheinen relativ zufrieden zu sein, wie man an diesen glücklichen Gesichtern sieht:

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Spaß beiseite. Die Fahrgäste waren ziemlich überrascht und erfreut einen neuen Doppeldecker zu sehen.
Ich war es auch und war wie gesagt mehr als zufrieden bzw. eigentlich sogar positiv überrascht, anhand der negativen Meinungen, die ich zuvor gehört habe.
Hiermit verabschiede ich mich.

Bis zum nächsten Blogpost, euer
GNB

SCANIADDTotale
Bus in der Totale

 

 

Die YouTuber-Stars einer neuen Generation

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OT/DT: Die YouTuber-Stars einer neuen Generation
Genre: Dokumentation/Kurzfilm
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 2015
Regie: Nanette Burstein
Drehbuch: k.A.
Cast: LeFloid, Joyce Ilg, Wohnprinz
Länge: 22:51 Min
Altersfreigabe: FSK 0

Zufällig wird mir auf meinem alltäglichen Besuch auf YouTube in einem Banner vorgeschlagen, dass ich doch hier einen Film sehen solle. Der Titel klingt interessant, denn es handelt sich schließlich um YouTuber in diesem Film. Neben dem Filmlogo ein Bild LeFloids, der so ein „Let’s get started“-Zeichen in eine Kamera macht. Also klicke ich auf den rot unterlegten „Film ansehen“-Button und siehe da: Es öffnet sich ein Video und ich gucke gebannt zu.
Im Wesentlichen interviewt der Film die im Cast genannten YouTuber und versucht einfach hinter die Kulissen des YouTuberlebens zu schauen.
Sehr gute Schnitte und sehr sympathische YouTuber, darunter ein mir unbekannter (Wohnprinz), machen den Kurzfilm schön anzuschauen. Es lohnt sich, sich diese knapp mehr als 20 Minuten dafür Zeit zu nehmen.
Für manche vielleicht noch ein kleines Schmankerl: Die Regisseurin war oscarnominiert! Ich meine, dann könnt ihr doch mit diesem kleinen Filmchen nichts falsch machen! 🙂
Mehr kann und will ich nicht dazu schreiben, da ihr dann ja nicht mehr den Film zu schauen braucht. Einzig und allein HIER noch der Link zum Film(zum Zeitpunkt, als ich diesen Beitrag verfasst habe, hatte dieser Film ~255.500 Views).

Abschlussbewertung: 6/10 Punkte

LG
GNB

Edit am 14.06.2015: Punktzahl um einen Punkt nach unten korrigiert, da „Frozen“ 7 Punkte erhalten hat, aber im Verhältnis besser als dieser Film war.

ESC 2015-Review

Auch dieses Jahr war es wieder soweit! Es gab wieder einen Eurovision Song Contest, dazu noch einen ganz Besonderen, denn es wurde das 60.Jubiläum gefeiert!
Diesjähriges Thema war Building Bridges.
Der Wettbewerb fand in Wien (Österreich) statt, da Conchita Wurst im letzten Jahr den ESC 2014 in Kopenhagen (Dänemark) mit dem Song Rise like a Phoenix gewann.
Moderiert wurde die Show, welche in der Wiener Stadthalle vollzogen wurde, durch Alice Tumler, Arabella Kiesbauer und Mirjam Weichselbraun.

Die Eröffnung

Der ESC 2015 beginnt typisch mit der Eurovision-Melodie, welche dieses Mal aber von den Wiener Philharmonikern gespielt wurde. Diese fuhren mit ihrem Spiel fort, indem sie verschiedene Stücke von Mozart und Beethoven anspielten. Die Kamera wird nun auf eine Menschengruppe mit Fackeln gerichtet, die anscheinend ein Logo bilden sollen (es tut mir leid, dass ich nicht genau erkennen kann, welches Zeichen dies sein soll) und dann wird endlich das Intro des ESC 2015 eingespielt.
Falls Leute vergessen haben sollten, wieso der diesjährige ESC in Österreich stattfindet, werden nochmal stückweise Szenen vom Gewinn Österreichs beim ESC 2014 gezeigt.
Aber damit nicht Film genug, nein, nun bilden Menschen Österreichs die Sphere, das offizielle Logo des ESC 2015, wobei die Hälfte des Films einfach nur so wirkt, als könnten Österreicher gut Kreise zeichnen. Chapeau dafür!
Richtung Ende bildet sich eine Kugel im Film, die dann in die Stadthalle eingelassen wird, während Lidia Baich auf ihrer Violine Merci, Chérie spielt, irgendwann vom ORF  Radiosinfonieorchester begleitet. Die Melodie schlägt nunmehr aber plötzlich zur Melodie von Rise like a Phoenix um.
Wie ein Phoenix aufsteigend darauf, in einem vollkommen verbotenen Outfit: Conchita Wurst, die nun die Hymne des 60.ESCs singt. Ja, sie singt eine Hymne des ESCs! Das gab es meines Wissens in den letzten Jahren nicht, aber dieses Jahr schon!
Die Moderatorinnen kommen beim Refrain zur Hilfe, denn Conchita ist nun anderweitig beschäftigt, da sie an Seilen in die Lüfte der Halle aufsteigt und durch die Halle schwebt. Doch einmal in der Luft kann sie auch wieder etwas singen. Um noch ein paar Frauentränen zu erhaschen kommt auch ein Kinderchor zum Einsatz, junge Männer sollen durch den Rapper Left Boy angesprochen werden.
Es folgt der Einlauf der Teilnehmer, welche mit den Ländernamen angesprochen wurden. Dieses Jahr erstaunlicherweise nur auf Englisch (mit Ausnahme Frankreichs, welche nur auf Französisch angesagt wurden).
Die Fans haben sich dieses Jahr richtig Mühe gegeben und ebenfalls einen Einspielfilm produziert, welcher sich eigentlich schön ansehen lässt.
Nach rund 20 Minuten wird dann endlich der Startschuss gesetzt, der Startschuss für den 60.ESC, aus Wien!

Die Show
Auf die Postcards verzichte ich dieses Mal. Wenn ihr sie hier integriert haben wollt, schreibt es bitte in die Kommis.
Den von mir ausgefüllten Bewertungsbogen zu den einzelnen Teilnehmerländern findet ihr unten.

1. Slovenia/Slovénie/Slowenien

Song: Here for you by Maraaya
Music: Raay/Marjetka Vovk
Lyrics: Charlie Mason/Raay
Auftritt: Ich fand den Song leider nicht so gut. Des Weiteren habe ich nicht verstanden, was die mit ihren Kopfhörern will. Es soll ihr Markenzeichen sein, aber ich persönlich finde, dass das ziemlich lächerlich aussieht. Zumindest die Choreographie war mal eine andere mit dieser Luftgeige, weshalb sie sich hier ein paar Pünktchen holen konnte, doch sie schafft es am Ende nur auf 28/70 Punkten.

2. France/Frankreich

Song: N’oubliez pas by Lisa Angell
Music: Michel Illouz/M. Albert
Lyrics: Laure Izon/M. Albert
Auftritt: Der Song war schön, hatte eine Message und geschichtlichen Hintergrund. Die Bühne war dazu eigentlich perfekt aufbereitet. Die Sängerin war sehr charismatisch und die Stimme war schön. Alles in allem 37 Punkte.

3. Israel/Israël/Israel

Song: Golden Boy by Nadav Guedj
Music&Lyrics: Doron Medalie
Auftritt: Aus meiner Sicht sehr mittelmäßig, der Junge hat nicht so viel Charisma und alles in allem nicht so schön einfach. Trotzdem noch 33 Punkte abgeholt.

4. Estonia/Estonie/Estland

Song: Goodbye to Yesterday by Elina Born feat. Stig Rästa
Music&Lyrics: Stig Rästa
Auftritt: Der Song hat mir eigentlich gut gefallen, nur mangelt es gerade an der Choreographie oder etwas Ähnlichem. Sonst auch eher Mittelmaß. 35 Punkte

5. United Kingdom/Royaume-Uni/Vereinigtes Königreich

Song: Still in Love with You by Electro Velvet
Music&Lyrics: David Mindel&Adrian Bax White
Auftritt: Einer der besten Songs, wie ich finde. Macht richtig Spaß und nimmt sich nicht richtig Ernst. Hat einen Hauch von 70er. Die Interpreten sind sympathisch und der Gesang gut. Toll verdiente 42 Punkte. „Oh yes!“

6. Armenia/Arménie/Armenien

Song: Face the Shadow by Genealogy
Music: Armen Martirosyan
Lyrics: Inna Mkrtchyan
Auftritt: Der Song war nicht mein Ding und der Auftritt langweilig, einmal kurz und knapp gesagt. Punkte rausholen, weil die Band-Mitglieder auf 5 verschiedenen Kontinenten leben, konnten sie auch nicht: 24 Punkte

7. Lithuania/Lituanie/Litauen

Song: This Time by Monika Linktyè feat. Vaidas Baumil
Music: Vytautas Bikus/Monika Liubinaitè
Lyrics: Vytautas Bikus
Auftritt: 
Ähnlich wie Israel, ebenfalls sehr mittelmäßig, ebenfalls 33 Punkte.

8. Serbia/Serbie/Serbien

Song: Beauty Never lies by Bojana Stamenov
Music: Vladimir Graic
Lyrics: Charlie Mason
Auftritt: Ich bin von dem Lied ähnlich begeistert, wie vom britischen Song. Die Person, die dies singt ist mir mehr als sympathisch, sie hat eine bombastische Stimme und das Lied ist vom Text her sehr schön. Deshalb verdiente 40 Punkte.

9. Norway/Norvège/Norwegen

Song: A Monster like Me by Mørland feat. Debrah Scarlett
Music&Lyrics: Kjetil Mørland
Auftritt: Im Durchschnitt auch eher mittelmäßig und das Lied war ebenfalls nicht so mein Musikgeschmack. 31 Punkte von mir.

10. Sweden/Suède/Schweden

Song: Heroes by Måns Zelmerlöw
Music&Lyrics: Linnea Deb/Joy Deb/Anton Hård af Segerstad
Auftritt: Es ist der geilste Auftritt dieses Abends, weil die Bühne gestimmt hat. Die Choreo, in Form interaktiver Szenen zwischen Måns und diesen Strichmännchen stimmte einfach. Alles wurde punktgenau ausgeführt vom jungen Sänger und es sah hervorragend aus. Zwar nicht mein Gewinner, aber trotzdem mit 45 Punkten ganz weit vorne.

11. Cyprus/Chypre/Zypern

Song: One Thing I should have done by John Karayannis
Music&Lyrics: Mike Connaris
Auftritt: Der Song zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht und kann gleichzeitig so herzerwärmend sein, dass sanfte Tränen fließen können. Das Lied wird von einem äußerst jungen und sympathischen Herrn vorgetragen. Sehr schön gemacht und mit 47 Punkten sogar VOR Schweden.

12. Australia/Australie/Australien

Song: Tonight Again by Guy Sebastian
Music&Lyrics: Guy Sebastian/David Ryan Harris/Louis Schoorl
Auftritt: Gebt’s doch zu! Auf diesen Auftritt haben wir alle am meisten gewartet. Und dann wird er auch noch so toll, was vor allem daran liegt, dass Guy Sebastian einfach ein cooler Kerl mit verschmitztem Lächeln ist und Tonight Again ein Hammersong. Deshalb bei mir auch Platz 2 mit satten 50 Punkten.

13. Belgium/Belgique/Belgien

Song: Rhythm Inside by Loïc Nottet
Music: Loïc Nottet
Lyrics: Beverly Jo Scott
Auftritt: Wieder mal eher Mittelmaß für mich, aber die Bühne war cool 🙂
36 Punkte

14. Austria/Autriche/Österreich

Song: I am Yours by The Makemakes
Music&Lyrics: Jimmy Harry/The Makemakes
Auftritt: Die Interpreten waren sympathisch, der Gesang war gut, das Lied ging, aber wieso zünden sie dieses Klavier an? Hat ihnen nichts an Punkten gebracht (im wortwörtlichen Sinne, aber mehr dazu später). 30 Punkte von mir.

15. Greece/Grèce/Griechenland

Song: One last Breath by Marìa Elena Kiriakou
Music: Efthivoulos Theocharous/Marìa Elena Kiriakou
Lyrics: Vangelis Konstantinidis/Evelina Tziora
Auftritt: Mochte ich echt nicht, kurz gesagt. 30 Punkte

16. Montenegro/Monténégro/Montenegro

Song: Adio by Knez
Music: Željko Joksimovic
Lyrics: Marina Tucakovic/Dajan Ivanovic
Auftritt: Tut mir leid, aber auch diesem Song muss ich meines Geschmacks wegen eine Absage erteilen. Schon allein deswegen, weil der Interpret mir nicht sympathisch war. Dans ensemble 23 points.

17. Germany/Allemagne/Deutschland

Song: Black Smoke by Ann-Sophie
Music&Lyrics: Michael Harwood/Ella McMahon/Tonino Speciale
Auftritt: Sie soll dieses Arschgewackel lassen, bitte! Ich flehe sie an! Wir sind im Land, welches 2012 Woki mit deim Popo zum ESC geschickt hat, aber lass es bitte! Du hast nicht die Figur dafür. Du wirst dadurch nicht sexier! Aber nun zum Guten: Das Lied war eigentlich gut vorgetragen und das Make-Up viel dezenter und deshalb besser als im Vorentscheid. Trotzdem von mir nur 26 Pünktchen.

18. Poland/Pologne/Polen

Song: In the Name of Love by Monika Kuszynska
Music: Jakub Raczynski
Lyrics: Monika Kuszynska
Auftritt: Ich halte mich wieder mal kurz: 24 Punkte.

19. Latvia/Lettonie/Lettland

Song: Love Injected by Aminata Savadogo
Music&Lyrics: Aminara Savadogo
Auftritt: Es folgt meine schlechteste Bewertung. Nur 10 Punkte hat dieses Lied bekommen und liegt somit bei mir auf dem letzten Platz. Kein Sex-Appeal, keine Choreo, kaum Bühnenarrangement (gutes). Wo willst du hier viele Punkte vergeben?

20. Romania/Romanie/Rumänien

Song: De la căpat by Voltaj
Music: C.G. Goia/G. Constantin/A. Cristescu/S.M. Paduraru/V.R. Alstani
Lyrics: C.G. Goia/G. Constantin/A. Cristescu/V.R. Alstani/M.A. Stevens/M.A. Leonte
Auftritt: Ich fand es schön mal ein Lied in der Landessprache zu hören und es klang dabei noch relativ gut. Deshalb 43 Punkte von mir!

21. Spain/Espagne/Spanien

Song: Amanecer by Edurne
Music&Lyrics: Tony Sánchez-Ohlsson/Peter Boström/Thomas G:son
Auftritt: Erstaunlich gut fand ich diesen Auftritt, weshalb er auch auf Platz 3 mit 49 Punkten rangieren darf.

22. Hungary/Hongrie/Ungarn

Song: Wars for Nothing by Boggie
Music: Áron Sebestyén/Boglárka Csemer
Lyrics: Sára Hélène Bori
Auftritt: 
Ein sehr schöner Pazifistensong, der Mitglieder der Grünen und Linken sicher gefallen dürfte ^^
Spaß beiseite, es gibt 47 Punkte und damit den 4.Platz von mir.

23. Georgia/Géorgie/Georgien

Song: Warrior by Nina Sublatti
Music: Nina Sublatti/Thomas G:son
Lyrics: Nina Sublatti
Auftritt: Am Anfang dachte ich mir: „Wat für n Emo taucht denn da jetzt auf? Erinnert mich ein bisschen an eine aus meinem Geschichtskurs….“, doch Richtung Mitte des Liedes wurde mir immer mehr klar, dass dieses eigentlich schöne, eiskalte Gesicht und die Kleidung einfach zum Lied mehr als perfekt passt. Das Ambiente der Bühne war sehr gut gemacht. 42 Punkte von mir.

24. Azerbaijan/Azerbaïjan/Aserbaidschan

Song: Hour of the Wolf by Elnur Hüseynov
Music: Nicolas Rebscher/Nicklas Lif/Lina Hansson
Lyrics: Sandra Bjurman/Nicolas Rebscher/Nicklas Lif/Lina Hansson
Auftritt: 
Nach diesen großartigen Auftritten davor, hat mich dieses Lied sehr enttäuscht, leider. Leider, leider nur 25 Punkte.

25. Russia/Russie/Russland

Song: A Million Voices by Polina Gagarina
Music&Lyrics: G. Alares/J. Björnberg/K. Noorbergen/L. Gutkin/V. Matetsky
Auftritt: Es stimmt, dass es wirklich ein gutes Lied war. Bei mir konnte es Schritt halten mit Georgien. Ebenfalls 42 Punkte.

26. Albania/Albanie/Albanien

Song: I’m Alive by Elhaida Dani
Music: ZzapnChriss
Lyrics: Sokol Marsi
Auftritt: Ein bisschen wie Aserbaidschan. Besser, aber immer noch enttäuschend. Nur 33 Punkte gab es für diesen Auftritt.

27. Italy/Italie/Italien

Song: Grande Amore by Il Volo
Music&Lyrics: Ciro Esposito/Francesco Boccia
Auftritt: Das eigentliche Lied war 44 Sekunden zu lang. Das heißt: Schneiden! Denn beim ESC dürfen die Songs MAXIMAL 3 Minuten lang sein. Ich hatte Angst, das Lied würde dadurch zerstört werden, doch haben sie „nur“ eine Strophe herausgeschnitten und das Lied war immer noch das Beste an diesem Abend! Die jungen Herren haben Charakter, der Song gehörte zur besseren Sorte der italienischen Popera. Hier konnte ich sogar einmal eine Teilbewertung „10“ abgeben (Höchstpunktzahl). Letztendlich belegen Il Volo mit 54 Punkten bei mir Platz 1!

Große Pause+Votingzeit

Es folgt nun die Überbrückungszeit zwischen den Auftritten und der Punktevergabe, in der gevoted wird und die Stimmen ausgezählt werden. Martin Grubinger präsentierte ein Trommelmedley, bei der alte Sinfonien neu interpretiert wurden. Recaps aller Songs wurden gezeigt. Conchita Wurst hat zwei Titel aus ihrem neuen Album aufgeführt (toll, wenn man  Werbung machen kann, nicht wahr?).
Ein kleines Interview mit dem Gewinner des JUNIOR ESC, Vincenzo Cantiello, lockert etwas die Stimmung (man, hat DER ne STIMME! O.o). Natürlich gibt es auch Berichte aus dem Green Room. Es wird angemerkt, dass dies der größte ESC aller Zeiten mit 27 teilnehmenden Ländern ist (26 sind eigentlich nur maximal erlaubt+Australien). Eine Auflistung der Gewinner des ESC folgt allzubald, wobei u.A. auch Alexander Rybak (Gewinner 2009 mit Fairytale) ausgelassen wird.

Votingergebnisse

Nach fast drei Stunden kommt endlich die Stunde der Wahrheit. Die Punkte, die über Sieg und Niederlage entscheiden sollen. Alle 40 Länder, die am ESC teilgenommen haben (27 im Finale+13, die in den Semifinals rausgeflogen sind) haben abgestimmt. Die Televoting-Ergebnisse und die Ergebnisse der Länderjurys zählen jeweils zu 50%. Die Punkte werden dann von den Punktesprechern auf Englisch und von einer Moderatorin auf Französisch angesagt (Ausnahmen bilden die Schweiz, Belgien und Frankreich, sowie die 12 Punkte von Großbritannien dieses Jahr. Dort ist es genau andersherum).
Die deutsche Punktesprecherin war dieses Jahr Barbara Schöneberger, zu der ich schon seit dem deutschen Vorentscheid aus irgendeinem Grunde eine tiefe Abneigung empfinde.

Deutschland stimmte so ab:
1–>Ungarn
2–>Estland
3–>Italien
4–>Norwegen
5–>Israel
6–>Lettland
7–>Australien
8–>Belgien
10–>Schweden
12–>Russland

Nun meine Stimme zum Voting bzw. mein Gesamteindruck vom Contest. Es gab leider nur eine kleine Auswahl an Liedern, die ich langfristig regelmäßig hören würde. Das zum Einen. Es hat einfach bei Weitem nicht an den ESC 2014 in Kopenhagen herangereicht.
Des Weiteren hat man dieses Jahr extremer denn je erkannt, wie sich politische Freunde die Punkte einfach mal zuschieben. Das gab es in den letzten Jahren auch, das gab es schon immer, aber dieses Jahr war es mehr als extrem! Das zum Zweiten.
Zum Dritten möchte ich mich noch einmal darüber beschweren, dass ich es unmöglich finde, in jedem zweiten Satz sagen oder Bild zeigen zu müssen, wie tolerant doch Europa und dieser Wettbewerb seien, weil Conchita ja gewonnen hat und blablabla, aber dann hat man Finnland im 1.Halbfinale rausgewählt. Ich möchte nicht allzu viele Worte hier darüber verlieren. Für nähere Erläuterungen dieses Standpunkts lege ich euch meinen letzten Artikel ans Herz.
Um mal wieder zu den Punkten zu kommen: Von den Punkten her, finde ich die Verteilung zum Teil echt ungerecht. Dass Schweden gewonnen hat, ist ja ok. Dass Russland einen der oberen Plätze belegt, ist auch ok. Italien hätte eindeutig mehr verdient, aber was soll man machen, wenn im deutschen Televoting Italien zwar auf 1 ist, aber manche Jurymitglieder *hust* Mark Forster *hust* auf Platz 21 werten. Mit Australien bin ich vollkommen zufrieden. 🙂
Die haben diese Position auf dem 5.Rang mehr als verdient. Der Song ist catchy und cool und genau diese Ausstrahlung hat auch Guy Sebastian, also: „Herzlichen Glückwunsch, Australien!“.
Aber jetzt gehen wir an das Meckern. Spanien hat eine zu niedrige Position, aber ich hab schon von vielen gehört, dass sie Spanien nicht soooooo toll fanden, also kann man das vielleicht noch nachvollziehen. Wenigstens haben sie 15 Punkte. Zypern war vielleicht ein bisschen zu langweilig, aber von Zypern erwartet man eigentlich auch keine Spitzenpositionen.
Stark enttäuscht haben mich aber die Ergebnisse von der UK und Frankreich. Was geht in den Köpfen der europäischen Bevölkerung denn ab? Ja, die UK war anders, aber es klang doch echt gut! Und Frankreich hat an den 1.Weltkrieg erinnert. Ja, ein unangenehmes Thema und ja, auf Französisch, aber die hat das doch echt gut gemacht! Nein, trotzdem nur 4 bzw. 5 Punkte. Und dann die große Blamage! Deutschland und Österreich mit jeweils 0 Punkten. Deutschland aufgrund des besseren Televotings zwar „nur“ Vorletzter, aber trotzdem. Die Ann-Sophie hat eigentlich (bis auf das Arsch wackeln) keinen großen Fehler gemacht. Sie hat das Lied gut vorgetragen und es ist einfach ein gutes Lied. Wäre da nicht zumindest EIN Ehrenpunkt irgendwo übrig gewesen? EIN EINZIGER?!? Wer weiß, vielleicht wäre es mit dem Kümmert besser gelaufen, aber darüber will ich keine Hypothesen liefern, weil Ann-Sophie ja ihren Job eigentlich sehr gut ausgeführt hat.
Auch vollkommen absurde Theorien, wie die von der Schöneberger will ich lassen. Wie dumm muss eigentlich jemand sein zu fragen „Haben wir vielleicht keine Punkte bekommen, weil wir ja erst dran waren?“. Nach DIESER Logik, hätte Schweden sogar Minuspunkte erreichen müssen. Vor allem dann im Interview mit dem Urban. Den Urban wegdrücken, als er genau DAS kritisieren wollte!
Zum Glück habe ich diesen ESC mit Freunden gesehen, denn so war er halbwegs erträglich.
Wie dem auch sei, noch mehr leid tun mir eigentlich die Österreicher. Die schlechtesten im eigenen Land und, da sie 0 Punkte haben, sogar die schlechtesten Gastgeber der gesamten ESC-Historie. DAS muss man erstmal verkraften.
Österreich hat nun 356 Tage Zeit, genau DIES zu tun, denn am 14. Mai 2016 steigt das Finale des ESC 2016 in Schweden. Das Finale des 61. ESCs bei dem ich so sehr hoffe, dass der skandinavische Effekt eintritt, sprich: Viele gute Lieder, eine coole Bühne und coole, sympathische Moderatoren (bitte wieder MINDESTENS EINEN männlichen Moderator).

Ich verabschiede mich von euch und würde gerne wissen, wie ihr den ESC fandet 🙂
Lasst gerne einen Kommentar da! Freue mich über jeden!

LG
GNB

Endergebnisse (Top 5)

1. Schweden 365 Punkte
2. Russland    303 Punkte
3. Italien          292 Punkte
4.Belgien        217 Punkte
5.Australien 196 Punkte

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