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EM 2016

Hey Leute!
Es ist mittlerweile endlich soweit: Die EM 2016 in Frankreich findet statt! 😀
Das freut mich sehr und bisher habe ich auch jedes Spiel gesehen (wie man an meinem „Liveticker“ auf Twitter sieht ^^), was normalerweise nicht so viel Spaß macht, aber ihr wisst ja (evtl.) gar nicht, wie viel mehr Spaß es macht, ein Spiel anzugucken, wenn man dort mit Freunden gegeneinander tippt ^^ (ohne Geldeinsatz, der Sieger bekommt trotzdem irgendwas ^^)
Ich werde weiter gucken, bald kommt England-Russland. Mal gucken, ob mein Tipp (3:1) richtig ist oder nicht und wenn ihr keine Zeit habt zu gucken oder es alles lieber in Gefühlen und vagen Worten ausgedrückt haben wollt, dann lest einfach, was ich so darüber auf Twitter schreibe #Werbung xD

Das war es auch schon mit meinem random Blogpost 🙂
Seid ihr denn auch Fußballfans und wenn ja, hinter welcher Mannschaft steht ihr? Wie geht morgen das deutsche Spiel gegen die Ukraine aus? Gebt euren Tipp ruhig in den Kommentaren ab! Freue mich immer wieder darüber, etwas von euch zu lesen 🙂

LG,
GNB

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„Oh! Ein McDonald’s!“-Paris 2015

Hey, meine lieben Mitleser!
Endlich melde ich mich mal wieder und dann auch gleich mal richtig mit einem Reisebericht, dachte ich mir!
Vom 24.-28.10.2015 hatte ich nämlich die Ehre nach Paris zu fahren.
Dieses Mal nicht aufgrund von Schule, sondern weil mir die Ostsee langsam satt war ^^

Also sind wir spät abends am 23. Oktober vom Berliner ZOB mit der MeinFernbus Flixbus-Linie N100 los nach Paris über Hannover und Brüssel. 14 schöne Stunden haben wir in einem halbwegs modernem Doppeldecker der Firma Scania verbracht, in denen ich schön den so genannten „Pietcast“ suchten konnte (ein Podcast von der Let’s-Player-Truppe Pietsmiet).
Zwischendurch die Ansagen der Busfahrer auf Berlinisch und Denglisch.
Am darauf folgenden Tag kamen wir am Porte Maillot in Paris an. Mit dem ganzen Gepäck dort in die Métro zu kommen ist schrecklich. Dort gibt es schließlich diese Schleusen und dann auch noch die ganzen Treppen!
Rolltreppen und Aufzüge scheinen die Franzosen eher nicht zu kennen, zum Leidwesen meiner Mutter mit ihrem kaputten Bein und so manchen Rollstuhlfahrers.
Der Gestank von menschlichem Urin und der Anblick von mehreren Obdachlosen auf den Sitzbänken des U-Bahnhofs brennt sich einem stark ins Gehirn, während eine führerlose U-Bahn in den Bahnhof einfährt.
Nach dem wir einmal am Louvre in die Métro-Linie 7 (U-Bahn-Wagen aus den 80ern nehme ich an) umgestiegen sind, ging es schnell zu unserem ibis-budget-Hotel in der Rue Voltaire, nahe dem Porte d’Italie. Es war so ziemlich „budget“. Schimmel im Zimmer, die Wände nass, keine funktionierende Klimaanlage, mein Bett durfte ich selber beziehen, das Bad so klein, dass man fast Platzangst bekommt. Fast so, wie auf der Klassenfahrt.
Am selben Tag haben wir noch Notre Dame bestaunt, die alten Gebäude auf der Île de la Cité und natürlich die Brücken (hier hat mir am besten die Pont Alexandre III gefallen 🙂 )
Abends ging es noch zu McDonald’s, weil man sich was Anderes in unserer Umgebung nicht leisten konnte. Ein sogenanntes McFirst-Menu gab es dort und es schmeckte einfach mega geil ^^

Der Sonntag war DER Tag zum Bestaunen der großen weiteren Sehenswürdigkeiten. So standen heute der Eiffelturm, der Arc de Triomphe und eine Bootstour auf dem Plan. Letzteres führte uns auch z.B. an der Tuileries oder auch am Louvre vorbei.
Nach einem Zwischenstopp im Gare du Nord ging es in einem „Maison du Goût“ essen (Mister Kebab oder so hieß das). Hier stellte ich zum ersten Mal fest, wie viel Essig die Franzosen in ihrer Mayonnaise benutzen! Man darf nicht zu viel von dem Zeug auf den/die Pommes nehmen, denn sonst schmeckt die Mayo einfach nur scheußlich nach Essig 😀
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Bei jedem Paris-Aufenthalt ein Muss: Der Eiffelturm

Der Montag war für meine Schwester wohl DAS Highlight! Es ging ins Disneyland Paris und es ist einfach nur wundervoll (auch wenn man sich für ein Fahrgeschäft, welches knapp 2 Minuten dauert, fast eine ganze Stunde anstellen muss). Dort gab es auch ein Restaurant mit Buffet à volonté (All-you-can-eat) und das hat mich einfach mal so sehr an den Zypern-Urlaub letztes Jahr erinnert, das glaubt ihr nicht! 🙂
Es war sehr lecker, egal ob diese Toulouser Wurst oder der Schokobrunnen beim Dessert. Nur auf den Blauschimmelkäse am Ende könnte ich verzichten ^^
Dafür 30€ auszugeben geht dann auch aus meiner Sicht vollkommen klar 🙂

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Das Prinzessinenschloss des Disneyland bei Tag und Nacht

Wir kamen erst relativ spät wieder „nach Hause“ und somit auch erst wieder relativ spät ins Bett, sodass wir am nächsten Tag fast das Frühstück verpasst hätten.
Nach viel Rumgefahre im RER (eine schreckliche Art von S-Bahn mit hässlichen, alten, stinkenden Wagen) kamen wir irgendwann abends nach Versailles. Dort habe ich endlich das Frankreich entdeckt, wie ich es mir immer vorgestellt habe (vorher nicht). Glanzvoll, schön, einfach nur schick und pompös.
DSC_0693 Der berühmte Aufruf von De GaulleDSC_0707
Versailles von vorne
Natürlich habe ich dort auch dem Spiegelsaal von Versailles einen Besuch abgestattet. Dem Ort, wo 1871 der erste deutsche Kaiser gekrönt und das Deutsche Reich proklamiert wurde. Der Saal hat mit seinen ganzen Spiegeln irgendwie seinen Zauber, den ich nicht so gut in Worte fassen kann.

Gestern, am 28.10.2015, ging es schlussendlich noch in den Louvre. Hauptsächlich um die Mona Lisa zu entdecken. Ein bisschen enttäuscht bin ich schon, muss ich sagen. Sie ist kleiner, als ich erwartet hätte. Dies war aber auch beim Eiffelturm oder beim Kolosseum in Rom der Fall, also keine sonderliche Überraschung mehr ^^
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Mona Lisa (schon stark rangezoomt)
Am selben Tag abends ging es dann wieder zurück nach Berlin und ja, jetzt blogge ich hier.

Was kann ich noch über Paris so sagen? Naja, ich bin enttäuscht. Sehr enttäuscht. Es ist dreckig, die Leute sind arm, du kannst dir das Essen dort nicht leisten. Unser Hotel war noch relativ in der Stadt und es sah einfach nur hässlich aus (Industriegebiete, Plattenbauten). Es stinkt überall, die Leute sind zum Großteil unfreundlich, kühl, teils echt hochnäsig. Paris ist nochmal um Einiges hektischer als Berlin ohnehin schon ist und dass du Deutscher bist, ist eine ganz schlechte Sache! Der ÖPNV ist genauso dreckig, alt, übel riechend, eng.
Eine gute Sache zu Verlieren ist aber: Wenn du dir dann mal irgendwie das Essen leisten kannst, schmeckt es richtig geil. Aber halt nur dann, ansonsten bist du immer wieder auf McDonald’s und Konsorten angewiesen.
Naja, jetzt habe ich Paris gesehen und ich werde ja nicht gezwungen, da wieder einen Fuß hineinzusetzen, in die „Stadt der Liebe“ (ich weiß nicht, was an der Stadt romantisch sein soll).

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Ein Ausblick aus unserem Hotelzimmer

So verbleibe ich mit lieben Grüßen
GNB

Monsieur Claude und seine Töchter

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DT: Monsieur Claude und seine Töchter
OT: Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu?
Genre: Komödie
Produktionsland: Frankreich
Erscheinungsjahr: 2014
Regie: Philippe de Chauveron
Drehbuch: Philippe de Chauveron/Guy Laurent
Cast: u.a. Christian Clavier/Émilie Caen/Noom Diawara/Élodie Fontan/Pascal N’Zonzi
Länge: 97 Minuten
Altersfreigabe: FSK 0
Zusatzinfo: Bernhard-Wicki-Preis (Emdener Filmfest) für Philippe de Chauveron/Lumiére Award in der Kategorie „Bestes Drehbuch“/Nominierung für den Goya-Award in der Kategorie „Bester europäischer Film“

Ich weiß, schon wieder eine Filmrezension! Aber wie gesagt, werden die letzten Schultage gerne mit Filmen überbrückt und dieser ist einer von ihnen. Wir haben ihn passenderweise in Französisch (aber auf Deutsch) geguckt.
Er handelt von der Familie Verneuil. Das Oberhaupt der Familie (Claude Verneuil, also müsste der Film eigentlich „Monsieur Verneuil und seine Töchter“ heißen) sieht zu, wie seine ersten drei Töchter immer wieder mit Migranten heiraten (eine mit einem Juden, eine mit einem Araber und eine mit einem Chinesen).
Er ist aber ziemlich patriotisch und gegen Ausländer, wobei er irgendwann einsehen muss, dass die Familie aufgrund dessen sich nicht zerstreiten darf. Er schließt halbwegs Frieden mit seinen Schwiegersöhnen, doch er hat ja noch eine vierte Tochter…

Der Film bietet viel zum Lachen und ist, vom Aufbau des Films her, ein bisschen wie „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ aufgebaut (auch wenn die Geschichte natürlich eine ganz andere ist).
Die Charaktere sind teilweise echt übertrieben gezeichnet, aber das macht den Film aus und irgendwie auch die ein oder andere Person sympathischer. Verschiedene Späßchen, die immer wieder auftauchen (z.B. Ségolénes deprimierende Bilder, die sie den anderen immer zum Geschenk macht), erheitern die Stimmung im Film an eher tiefgründigen, langgezogenen Stellen etwas, sodass der Film nicht allzu schwer aufzunehmen ist, wenn ihr versteht, was ich meine.

Alles in allem gibt es für diesen Film von mir
Abschlussbewertung: 8/10 Punkte

LG
GNB

ESC 2015-Review

Auch dieses Jahr war es wieder soweit! Es gab wieder einen Eurovision Song Contest, dazu noch einen ganz Besonderen, denn es wurde das 60.Jubiläum gefeiert!
Diesjähriges Thema war Building Bridges.
Der Wettbewerb fand in Wien (Österreich) statt, da Conchita Wurst im letzten Jahr den ESC 2014 in Kopenhagen (Dänemark) mit dem Song Rise like a Phoenix gewann.
Moderiert wurde die Show, welche in der Wiener Stadthalle vollzogen wurde, durch Alice Tumler, Arabella Kiesbauer und Mirjam Weichselbraun.

Die Eröffnung

Der ESC 2015 beginnt typisch mit der Eurovision-Melodie, welche dieses Mal aber von den Wiener Philharmonikern gespielt wurde. Diese fuhren mit ihrem Spiel fort, indem sie verschiedene Stücke von Mozart und Beethoven anspielten. Die Kamera wird nun auf eine Menschengruppe mit Fackeln gerichtet, die anscheinend ein Logo bilden sollen (es tut mir leid, dass ich nicht genau erkennen kann, welches Zeichen dies sein soll) und dann wird endlich das Intro des ESC 2015 eingespielt.
Falls Leute vergessen haben sollten, wieso der diesjährige ESC in Österreich stattfindet, werden nochmal stückweise Szenen vom Gewinn Österreichs beim ESC 2014 gezeigt.
Aber damit nicht Film genug, nein, nun bilden Menschen Österreichs die Sphere, das offizielle Logo des ESC 2015, wobei die Hälfte des Films einfach nur so wirkt, als könnten Österreicher gut Kreise zeichnen. Chapeau dafür!
Richtung Ende bildet sich eine Kugel im Film, die dann in die Stadthalle eingelassen wird, während Lidia Baich auf ihrer Violine Merci, Chérie spielt, irgendwann vom ORF  Radiosinfonieorchester begleitet. Die Melodie schlägt nunmehr aber plötzlich zur Melodie von Rise like a Phoenix um.
Wie ein Phoenix aufsteigend darauf, in einem vollkommen verbotenen Outfit: Conchita Wurst, die nun die Hymne des 60.ESCs singt. Ja, sie singt eine Hymne des ESCs! Das gab es meines Wissens in den letzten Jahren nicht, aber dieses Jahr schon!
Die Moderatorinnen kommen beim Refrain zur Hilfe, denn Conchita ist nun anderweitig beschäftigt, da sie an Seilen in die Lüfte der Halle aufsteigt und durch die Halle schwebt. Doch einmal in der Luft kann sie auch wieder etwas singen. Um noch ein paar Frauentränen zu erhaschen kommt auch ein Kinderchor zum Einsatz, junge Männer sollen durch den Rapper Left Boy angesprochen werden.
Es folgt der Einlauf der Teilnehmer, welche mit den Ländernamen angesprochen wurden. Dieses Jahr erstaunlicherweise nur auf Englisch (mit Ausnahme Frankreichs, welche nur auf Französisch angesagt wurden).
Die Fans haben sich dieses Jahr richtig Mühe gegeben und ebenfalls einen Einspielfilm produziert, welcher sich eigentlich schön ansehen lässt.
Nach rund 20 Minuten wird dann endlich der Startschuss gesetzt, der Startschuss für den 60.ESC, aus Wien!

Die Show
Auf die Postcards verzichte ich dieses Mal. Wenn ihr sie hier integriert haben wollt, schreibt es bitte in die Kommis.
Den von mir ausgefüllten Bewertungsbogen zu den einzelnen Teilnehmerländern findet ihr unten.

1. Slovenia/Slovénie/Slowenien

Song: Here for you by Maraaya
Music: Raay/Marjetka Vovk
Lyrics: Charlie Mason/Raay
Auftritt: Ich fand den Song leider nicht so gut. Des Weiteren habe ich nicht verstanden, was die mit ihren Kopfhörern will. Es soll ihr Markenzeichen sein, aber ich persönlich finde, dass das ziemlich lächerlich aussieht. Zumindest die Choreographie war mal eine andere mit dieser Luftgeige, weshalb sie sich hier ein paar Pünktchen holen konnte, doch sie schafft es am Ende nur auf 28/70 Punkten.

2. France/Frankreich

Song: N’oubliez pas by Lisa Angell
Music: Michel Illouz/M. Albert
Lyrics: Laure Izon/M. Albert
Auftritt: Der Song war schön, hatte eine Message und geschichtlichen Hintergrund. Die Bühne war dazu eigentlich perfekt aufbereitet. Die Sängerin war sehr charismatisch und die Stimme war schön. Alles in allem 37 Punkte.

3. Israel/Israël/Israel

Song: Golden Boy by Nadav Guedj
Music&Lyrics: Doron Medalie
Auftritt: Aus meiner Sicht sehr mittelmäßig, der Junge hat nicht so viel Charisma und alles in allem nicht so schön einfach. Trotzdem noch 33 Punkte abgeholt.

4. Estonia/Estonie/Estland

Song: Goodbye to Yesterday by Elina Born feat. Stig Rästa
Music&Lyrics: Stig Rästa
Auftritt: Der Song hat mir eigentlich gut gefallen, nur mangelt es gerade an der Choreographie oder etwas Ähnlichem. Sonst auch eher Mittelmaß. 35 Punkte

5. United Kingdom/Royaume-Uni/Vereinigtes Königreich

Song: Still in Love with You by Electro Velvet
Music&Lyrics: David Mindel&Adrian Bax White
Auftritt: Einer der besten Songs, wie ich finde. Macht richtig Spaß und nimmt sich nicht richtig Ernst. Hat einen Hauch von 70er. Die Interpreten sind sympathisch und der Gesang gut. Toll verdiente 42 Punkte. „Oh yes!“

6. Armenia/Arménie/Armenien

Song: Face the Shadow by Genealogy
Music: Armen Martirosyan
Lyrics: Inna Mkrtchyan
Auftritt: Der Song war nicht mein Ding und der Auftritt langweilig, einmal kurz und knapp gesagt. Punkte rausholen, weil die Band-Mitglieder auf 5 verschiedenen Kontinenten leben, konnten sie auch nicht: 24 Punkte

7. Lithuania/Lituanie/Litauen

Song: This Time by Monika Linktyè feat. Vaidas Baumil
Music: Vytautas Bikus/Monika Liubinaitè
Lyrics: Vytautas Bikus
Auftritt: 
Ähnlich wie Israel, ebenfalls sehr mittelmäßig, ebenfalls 33 Punkte.

8. Serbia/Serbie/Serbien

Song: Beauty Never lies by Bojana Stamenov
Music: Vladimir Graic
Lyrics: Charlie Mason
Auftritt: Ich bin von dem Lied ähnlich begeistert, wie vom britischen Song. Die Person, die dies singt ist mir mehr als sympathisch, sie hat eine bombastische Stimme und das Lied ist vom Text her sehr schön. Deshalb verdiente 40 Punkte.

9. Norway/Norvège/Norwegen

Song: A Monster like Me by Mørland feat. Debrah Scarlett
Music&Lyrics: Kjetil Mørland
Auftritt: Im Durchschnitt auch eher mittelmäßig und das Lied war ebenfalls nicht so mein Musikgeschmack. 31 Punkte von mir.

10. Sweden/Suède/Schweden

Song: Heroes by Måns Zelmerlöw
Music&Lyrics: Linnea Deb/Joy Deb/Anton Hård af Segerstad
Auftritt: Es ist der geilste Auftritt dieses Abends, weil die Bühne gestimmt hat. Die Choreo, in Form interaktiver Szenen zwischen Måns und diesen Strichmännchen stimmte einfach. Alles wurde punktgenau ausgeführt vom jungen Sänger und es sah hervorragend aus. Zwar nicht mein Gewinner, aber trotzdem mit 45 Punkten ganz weit vorne.

11. Cyprus/Chypre/Zypern

Song: One Thing I should have done by John Karayannis
Music&Lyrics: Mike Connaris
Auftritt: Der Song zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht und kann gleichzeitig so herzerwärmend sein, dass sanfte Tränen fließen können. Das Lied wird von einem äußerst jungen und sympathischen Herrn vorgetragen. Sehr schön gemacht und mit 47 Punkten sogar VOR Schweden.

12. Australia/Australie/Australien

Song: Tonight Again by Guy Sebastian
Music&Lyrics: Guy Sebastian/David Ryan Harris/Louis Schoorl
Auftritt: Gebt’s doch zu! Auf diesen Auftritt haben wir alle am meisten gewartet. Und dann wird er auch noch so toll, was vor allem daran liegt, dass Guy Sebastian einfach ein cooler Kerl mit verschmitztem Lächeln ist und Tonight Again ein Hammersong. Deshalb bei mir auch Platz 2 mit satten 50 Punkten.

13. Belgium/Belgique/Belgien

Song: Rhythm Inside by Loïc Nottet
Music: Loïc Nottet
Lyrics: Beverly Jo Scott
Auftritt: Wieder mal eher Mittelmaß für mich, aber die Bühne war cool 🙂
36 Punkte

14. Austria/Autriche/Österreich

Song: I am Yours by The Makemakes
Music&Lyrics: Jimmy Harry/The Makemakes
Auftritt: Die Interpreten waren sympathisch, der Gesang war gut, das Lied ging, aber wieso zünden sie dieses Klavier an? Hat ihnen nichts an Punkten gebracht (im wortwörtlichen Sinne, aber mehr dazu später). 30 Punkte von mir.

15. Greece/Grèce/Griechenland

Song: One last Breath by Marìa Elena Kiriakou
Music: Efthivoulos Theocharous/Marìa Elena Kiriakou
Lyrics: Vangelis Konstantinidis/Evelina Tziora
Auftritt: Mochte ich echt nicht, kurz gesagt. 30 Punkte

16. Montenegro/Monténégro/Montenegro

Song: Adio by Knez
Music: Željko Joksimovic
Lyrics: Marina Tucakovic/Dajan Ivanovic
Auftritt: Tut mir leid, aber auch diesem Song muss ich meines Geschmacks wegen eine Absage erteilen. Schon allein deswegen, weil der Interpret mir nicht sympathisch war. Dans ensemble 23 points.

17. Germany/Allemagne/Deutschland

Song: Black Smoke by Ann-Sophie
Music&Lyrics: Michael Harwood/Ella McMahon/Tonino Speciale
Auftritt: Sie soll dieses Arschgewackel lassen, bitte! Ich flehe sie an! Wir sind im Land, welches 2012 Woki mit deim Popo zum ESC geschickt hat, aber lass es bitte! Du hast nicht die Figur dafür. Du wirst dadurch nicht sexier! Aber nun zum Guten: Das Lied war eigentlich gut vorgetragen und das Make-Up viel dezenter und deshalb besser als im Vorentscheid. Trotzdem von mir nur 26 Pünktchen.

18. Poland/Pologne/Polen

Song: In the Name of Love by Monika Kuszynska
Music: Jakub Raczynski
Lyrics: Monika Kuszynska
Auftritt: Ich halte mich wieder mal kurz: 24 Punkte.

19. Latvia/Lettonie/Lettland

Song: Love Injected by Aminata Savadogo
Music&Lyrics: Aminara Savadogo
Auftritt: Es folgt meine schlechteste Bewertung. Nur 10 Punkte hat dieses Lied bekommen und liegt somit bei mir auf dem letzten Platz. Kein Sex-Appeal, keine Choreo, kaum Bühnenarrangement (gutes). Wo willst du hier viele Punkte vergeben?

20. Romania/Romanie/Rumänien

Song: De la căpat by Voltaj
Music: C.G. Goia/G. Constantin/A. Cristescu/S.M. Paduraru/V.R. Alstani
Lyrics: C.G. Goia/G. Constantin/A. Cristescu/V.R. Alstani/M.A. Stevens/M.A. Leonte
Auftritt: Ich fand es schön mal ein Lied in der Landessprache zu hören und es klang dabei noch relativ gut. Deshalb 43 Punkte von mir!

21. Spain/Espagne/Spanien

Song: Amanecer by Edurne
Music&Lyrics: Tony Sánchez-Ohlsson/Peter Boström/Thomas G:son
Auftritt: Erstaunlich gut fand ich diesen Auftritt, weshalb er auch auf Platz 3 mit 49 Punkten rangieren darf.

22. Hungary/Hongrie/Ungarn

Song: Wars for Nothing by Boggie
Music: Áron Sebestyén/Boglárka Csemer
Lyrics: Sára Hélène Bori
Auftritt: 
Ein sehr schöner Pazifistensong, der Mitglieder der Grünen und Linken sicher gefallen dürfte ^^
Spaß beiseite, es gibt 47 Punkte und damit den 4.Platz von mir.

23. Georgia/Géorgie/Georgien

Song: Warrior by Nina Sublatti
Music: Nina Sublatti/Thomas G:son
Lyrics: Nina Sublatti
Auftritt: Am Anfang dachte ich mir: „Wat für n Emo taucht denn da jetzt auf? Erinnert mich ein bisschen an eine aus meinem Geschichtskurs….“, doch Richtung Mitte des Liedes wurde mir immer mehr klar, dass dieses eigentlich schöne, eiskalte Gesicht und die Kleidung einfach zum Lied mehr als perfekt passt. Das Ambiente der Bühne war sehr gut gemacht. 42 Punkte von mir.

24. Azerbaijan/Azerbaïjan/Aserbaidschan

Song: Hour of the Wolf by Elnur Hüseynov
Music: Nicolas Rebscher/Nicklas Lif/Lina Hansson
Lyrics: Sandra Bjurman/Nicolas Rebscher/Nicklas Lif/Lina Hansson
Auftritt: 
Nach diesen großartigen Auftritten davor, hat mich dieses Lied sehr enttäuscht, leider. Leider, leider nur 25 Punkte.

25. Russia/Russie/Russland

Song: A Million Voices by Polina Gagarina
Music&Lyrics: G. Alares/J. Björnberg/K. Noorbergen/L. Gutkin/V. Matetsky
Auftritt: Es stimmt, dass es wirklich ein gutes Lied war. Bei mir konnte es Schritt halten mit Georgien. Ebenfalls 42 Punkte.

26. Albania/Albanie/Albanien

Song: I’m Alive by Elhaida Dani
Music: ZzapnChriss
Lyrics: Sokol Marsi
Auftritt: Ein bisschen wie Aserbaidschan. Besser, aber immer noch enttäuschend. Nur 33 Punkte gab es für diesen Auftritt.

27. Italy/Italie/Italien

Song: Grande Amore by Il Volo
Music&Lyrics: Ciro Esposito/Francesco Boccia
Auftritt: Das eigentliche Lied war 44 Sekunden zu lang. Das heißt: Schneiden! Denn beim ESC dürfen die Songs MAXIMAL 3 Minuten lang sein. Ich hatte Angst, das Lied würde dadurch zerstört werden, doch haben sie „nur“ eine Strophe herausgeschnitten und das Lied war immer noch das Beste an diesem Abend! Die jungen Herren haben Charakter, der Song gehörte zur besseren Sorte der italienischen Popera. Hier konnte ich sogar einmal eine Teilbewertung „10“ abgeben (Höchstpunktzahl). Letztendlich belegen Il Volo mit 54 Punkten bei mir Platz 1!

Große Pause+Votingzeit

Es folgt nun die Überbrückungszeit zwischen den Auftritten und der Punktevergabe, in der gevoted wird und die Stimmen ausgezählt werden. Martin Grubinger präsentierte ein Trommelmedley, bei der alte Sinfonien neu interpretiert wurden. Recaps aller Songs wurden gezeigt. Conchita Wurst hat zwei Titel aus ihrem neuen Album aufgeführt (toll, wenn man  Werbung machen kann, nicht wahr?).
Ein kleines Interview mit dem Gewinner des JUNIOR ESC, Vincenzo Cantiello, lockert etwas die Stimmung (man, hat DER ne STIMME! O.o). Natürlich gibt es auch Berichte aus dem Green Room. Es wird angemerkt, dass dies der größte ESC aller Zeiten mit 27 teilnehmenden Ländern ist (26 sind eigentlich nur maximal erlaubt+Australien). Eine Auflistung der Gewinner des ESC folgt allzubald, wobei u.A. auch Alexander Rybak (Gewinner 2009 mit Fairytale) ausgelassen wird.

Votingergebnisse

Nach fast drei Stunden kommt endlich die Stunde der Wahrheit. Die Punkte, die über Sieg und Niederlage entscheiden sollen. Alle 40 Länder, die am ESC teilgenommen haben (27 im Finale+13, die in den Semifinals rausgeflogen sind) haben abgestimmt. Die Televoting-Ergebnisse und die Ergebnisse der Länderjurys zählen jeweils zu 50%. Die Punkte werden dann von den Punktesprechern auf Englisch und von einer Moderatorin auf Französisch angesagt (Ausnahmen bilden die Schweiz, Belgien und Frankreich, sowie die 12 Punkte von Großbritannien dieses Jahr. Dort ist es genau andersherum).
Die deutsche Punktesprecherin war dieses Jahr Barbara Schöneberger, zu der ich schon seit dem deutschen Vorentscheid aus irgendeinem Grunde eine tiefe Abneigung empfinde.

Deutschland stimmte so ab:
1–>Ungarn
2–>Estland
3–>Italien
4–>Norwegen
5–>Israel
6–>Lettland
7–>Australien
8–>Belgien
10–>Schweden
12–>Russland

Nun meine Stimme zum Voting bzw. mein Gesamteindruck vom Contest. Es gab leider nur eine kleine Auswahl an Liedern, die ich langfristig regelmäßig hören würde. Das zum Einen. Es hat einfach bei Weitem nicht an den ESC 2014 in Kopenhagen herangereicht.
Des Weiteren hat man dieses Jahr extremer denn je erkannt, wie sich politische Freunde die Punkte einfach mal zuschieben. Das gab es in den letzten Jahren auch, das gab es schon immer, aber dieses Jahr war es mehr als extrem! Das zum Zweiten.
Zum Dritten möchte ich mich noch einmal darüber beschweren, dass ich es unmöglich finde, in jedem zweiten Satz sagen oder Bild zeigen zu müssen, wie tolerant doch Europa und dieser Wettbewerb seien, weil Conchita ja gewonnen hat und blablabla, aber dann hat man Finnland im 1.Halbfinale rausgewählt. Ich möchte nicht allzu viele Worte hier darüber verlieren. Für nähere Erläuterungen dieses Standpunkts lege ich euch meinen letzten Artikel ans Herz.
Um mal wieder zu den Punkten zu kommen: Von den Punkten her, finde ich die Verteilung zum Teil echt ungerecht. Dass Schweden gewonnen hat, ist ja ok. Dass Russland einen der oberen Plätze belegt, ist auch ok. Italien hätte eindeutig mehr verdient, aber was soll man machen, wenn im deutschen Televoting Italien zwar auf 1 ist, aber manche Jurymitglieder *hust* Mark Forster *hust* auf Platz 21 werten. Mit Australien bin ich vollkommen zufrieden. 🙂
Die haben diese Position auf dem 5.Rang mehr als verdient. Der Song ist catchy und cool und genau diese Ausstrahlung hat auch Guy Sebastian, also: „Herzlichen Glückwunsch, Australien!“.
Aber jetzt gehen wir an das Meckern. Spanien hat eine zu niedrige Position, aber ich hab schon von vielen gehört, dass sie Spanien nicht soooooo toll fanden, also kann man das vielleicht noch nachvollziehen. Wenigstens haben sie 15 Punkte. Zypern war vielleicht ein bisschen zu langweilig, aber von Zypern erwartet man eigentlich auch keine Spitzenpositionen.
Stark enttäuscht haben mich aber die Ergebnisse von der UK und Frankreich. Was geht in den Köpfen der europäischen Bevölkerung denn ab? Ja, die UK war anders, aber es klang doch echt gut! Und Frankreich hat an den 1.Weltkrieg erinnert. Ja, ein unangenehmes Thema und ja, auf Französisch, aber die hat das doch echt gut gemacht! Nein, trotzdem nur 4 bzw. 5 Punkte. Und dann die große Blamage! Deutschland und Österreich mit jeweils 0 Punkten. Deutschland aufgrund des besseren Televotings zwar „nur“ Vorletzter, aber trotzdem. Die Ann-Sophie hat eigentlich (bis auf das Arsch wackeln) keinen großen Fehler gemacht. Sie hat das Lied gut vorgetragen und es ist einfach ein gutes Lied. Wäre da nicht zumindest EIN Ehrenpunkt irgendwo übrig gewesen? EIN EINZIGER?!? Wer weiß, vielleicht wäre es mit dem Kümmert besser gelaufen, aber darüber will ich keine Hypothesen liefern, weil Ann-Sophie ja ihren Job eigentlich sehr gut ausgeführt hat.
Auch vollkommen absurde Theorien, wie die von der Schöneberger will ich lassen. Wie dumm muss eigentlich jemand sein zu fragen „Haben wir vielleicht keine Punkte bekommen, weil wir ja erst dran waren?“. Nach DIESER Logik, hätte Schweden sogar Minuspunkte erreichen müssen. Vor allem dann im Interview mit dem Urban. Den Urban wegdrücken, als er genau DAS kritisieren wollte!
Zum Glück habe ich diesen ESC mit Freunden gesehen, denn so war er halbwegs erträglich.
Wie dem auch sei, noch mehr leid tun mir eigentlich die Österreicher. Die schlechtesten im eigenen Land und, da sie 0 Punkte haben, sogar die schlechtesten Gastgeber der gesamten ESC-Historie. DAS muss man erstmal verkraften.
Österreich hat nun 356 Tage Zeit, genau DIES zu tun, denn am 14. Mai 2016 steigt das Finale des ESC 2016 in Schweden. Das Finale des 61. ESCs bei dem ich so sehr hoffe, dass der skandinavische Effekt eintritt, sprich: Viele gute Lieder, eine coole Bühne und coole, sympathische Moderatoren (bitte wieder MINDESTENS EINEN männlichen Moderator).

Ich verabschiede mich von euch und würde gerne wissen, wie ihr den ESC fandet 🙂
Lasst gerne einen Kommentar da! Freue mich über jeden!

LG
GNB

Endergebnisse (Top 5)

1. Schweden 365 Punkte
2. Russland    303 Punkte
3. Italien          292 Punkte
4.Belgien        217 Punkte
5.Australien 196 Punkte

Meine Bewertungen:

Bewertungsbogen

Germanwings-Flug Nummer 4U9525

Am heutigen 24.03.2015, um 10:37 Uhr MEZ, schlug das Flugzeug, vom Typ Airbus A320, auf den Hang des Berges Trois-Échêves, in den französischen Alpen, auf.
Es handelte sich um den Germanwings-Flug 9525 (Flugnr.: 4U9525), welcher ursprünglich hätte nur von Barcelone nach Düsseldorf, dem Heimatflughafen von Germanwings, hätte fliegen sollen.
Leider kam es dazu nicht und es sind rund 150 Menschen, darunter auch Spanier und zum Großteil Deutsche, verstorben.
Über diesen Blogpost richte ich mein tiefstes Beileid an alle Angehörigen und Freunde der Passagiere und Crew des Fluges 4U9525 und hoffe, dass sie trotzdem bald wieder ihr normales Leben leben können.
Falls zufällig einer von euch ein Angehöriger oder Freund einer, bei diesem Flug verstorbenen Person seid, so lege ich euch ans Herz, bei der, extra für diesen Fall, eingerichteten Rufnummer von Lufthansa, Germanwings und dem Auswärtigen Amt anzurufen:

0800 11 33 55 77 (Rufnummer von LH und Germanwings)
030 / 5000-3000  (Rufnummer des Auswärtigen Amtes)

Meine Gedanken und Gebete sind bei euch
GNB

P.S.: Dies hier ist mein 50.Post, doch anlässlich dieses traurigen Ereignisses und diesem traurigen Post, unterlasse ich jegliche Freude darüber.