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Monsieur Claude und seine Töchter

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DT: Monsieur Claude und seine Töchter
OT: Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu?
Genre: Komödie
Produktionsland: Frankreich
Erscheinungsjahr: 2014
Regie: Philippe de Chauveron
Drehbuch: Philippe de Chauveron/Guy Laurent
Cast: u.a. Christian Clavier/Émilie Caen/Noom Diawara/Élodie Fontan/Pascal N’Zonzi
Länge: 97 Minuten
Altersfreigabe: FSK 0
Zusatzinfo: Bernhard-Wicki-Preis (Emdener Filmfest) für Philippe de Chauveron/Lumiére Award in der Kategorie „Bestes Drehbuch“/Nominierung für den Goya-Award in der Kategorie „Bester europäischer Film“

Ich weiß, schon wieder eine Filmrezension! Aber wie gesagt, werden die letzten Schultage gerne mit Filmen überbrückt und dieser ist einer von ihnen. Wir haben ihn passenderweise in Französisch (aber auf Deutsch) geguckt.
Er handelt von der Familie Verneuil. Das Oberhaupt der Familie (Claude Verneuil, also müsste der Film eigentlich „Monsieur Verneuil und seine Töchter“ heißen) sieht zu, wie seine ersten drei Töchter immer wieder mit Migranten heiraten (eine mit einem Juden, eine mit einem Araber und eine mit einem Chinesen).
Er ist aber ziemlich patriotisch und gegen Ausländer, wobei er irgendwann einsehen muss, dass die Familie aufgrund dessen sich nicht zerstreiten darf. Er schließt halbwegs Frieden mit seinen Schwiegersöhnen, doch er hat ja noch eine vierte Tochter…

Der Film bietet viel zum Lachen und ist, vom Aufbau des Films her, ein bisschen wie „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ aufgebaut (auch wenn die Geschichte natürlich eine ganz andere ist).
Die Charaktere sind teilweise echt übertrieben gezeichnet, aber das macht den Film aus und irgendwie auch die ein oder andere Person sympathischer. Verschiedene Späßchen, die immer wieder auftauchen (z.B. Ségolénes deprimierende Bilder, die sie den anderen immer zum Geschenk macht), erheitern die Stimmung im Film an eher tiefgründigen, langgezogenen Stellen etwas, sodass der Film nicht allzu schwer aufzunehmen ist, wenn ihr versteht, was ich meine.

Alles in allem gibt es für diesen Film von mir
Abschlussbewertung: 8/10 Punkte

LG
GNB

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Maria, ihm schmeckt’s nicht!

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OT/DT: Maria, ihm schmeckt’s nicht!
Genre: Komödie
Produktionsland: Deutschland/Italien
Erscheinungsjahr: 2009
Regie: Neele Vollmar
Drehbuch: Daniel Speck/Jan Weiler
Cast: u.a. Christian Ulmen, Lino Banfi, Leonardo Nigro, Mina Tander, Maren Kroymann, Gundi Ellert, Peter Prager
Länge: 90 Minuten
Altersfreigabe: FSK 0
Zusatzinfo: 2010 ein teilnehmender Film  an den 13. Internationalen Filmfestivals in Shanghai unter dem Titel „Wedding Fever in Campobello“
Golden Goblet für den besten Schauspieler an Christian Ulmen
Nominierung Tanders für den Preis der Deutschen Filmkritik „Beste Darstellerin“

Ich bin Viertelitaliener (der erst jetzt zumindest etwas Touristenitalienisch lernt) und will euch mit dieser Filmrezension in „Bella Italia“ begrüßen, auch wenn ich selbst noch keinen Fuß auf dieses Land gesetzt habe. Dies wird bei der diesjährigen Kursfahrt nachgeholt 😀
Also kocht euch Spaghetti Bolognese, eignet euch für das Sprechen eine italienische Akßente an und genießt einfach diese Rezension! 🙂

Das Drehbuch zum Film adaptiert Weilers gleichnamigen Roman.
Doch worum geht es im Film?
Es geht um die Hochzeitsplanungen von Jan (Christian Ulmen) und Sara (Mina Tander). Diese wollten ursprünglich in Deutschland standesamtlich heiraten. Heiraten ist eine Privatsache, so Jan. Doch hier haben sie die Rechnung nicht mit Saras Vater Antonio Marcipane (gespr.: martschipane; Lino Banfi) gemacht, welcher die Hochzeit zu einer großen Feierlichkeit in Campobello machen möchte.
In der Stadt, aus der der ehemalige Gastarbeiter nach Osnabrück kam.
Jan oder in Italien auch Gianni genannt, gerät nun regelmäßig aneinander mit Antonio, aber auch, mangels Italienisch-Kenntnissen, Missverständnissen und „Typisch-Deutsch-Seins“ [nichts ist schlimmer für einen Deutschen, als „typisch deutsch“ zu sein], mit der italienischen Familie Marcipane und später auch seiner Verlobten Sara.

Wie man oben schon sieht, handelt es sich bei diesem Film um eine Komödie. Aus meiner Sicht, eine Komödie vom Allerfeinsten.
Wie die gesamte Liebesgeschichte mit ihren Problemen aufgebaut ist, wie die italienischen Behörden aufs Korn genommen werden (domani vs. zick-zack-tip-top) oder das italienische Lebensgefühl. Sehr klischeehaft dargestellt und deshalb von Kritikern auch teilweise sehr kritisiert wird, aber, laut meiner Mutter, die darin immer ihren Vater, meinen Opa, sehen wird, oft wahr sind.
Klischees sind dazu da, erfüllt zu werden, nicht wahr?
Die Schauspieler spielen ihre Rollen, allen voran Banfi, sehr gut. Man nimmt denen die Figuren einfach ab. Antonios Rolle ist natürlich einer der Wichtigsten, u.a. weil immer wieder seine Lebensgeschichte als deutscher Gastarbeiter angesprochen wird.
Die Mischung aus deutscher und italienischer Sprache, sowie Jans unbeholfenes Italienisch, machen den Film nochmal um Einiges authentischer.
Die Filmmusik, zum Großteil von Niki Reiser, untermalt die Zwischensequenzen und Aktionen sehr schön.
spotify:album:32K8065O0BdFBefQQFLVZe
So komme ich zu dem Schluss, dass dieser Film eigentlich eine perfekte Komödie ist. Zumindest fast, denn ihr wisst: 10/10 Punkten sind sehr schwierig zu erreichen 😉

Abschlussbewertung: 9/10 Punkte

Habt ihr vielleicht auch schon diesen Film gesehen? Wie ist eure Meinung dazu? Oder habt ihr selbst Erfahrungen mit Italien oder eine italienische Familie und könnt darüber berichten?
Wäre echt toll, denn ich freue mich immer über irgendwas zu lesen 🙂

LG
GNB

Quelle(Filmplakat): http://www.spielemagazin.de/wp-content/uploads/2010/01/mariaimscmnich.jpg