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Etwas Veränderung #2

Hallo Leute,

heute geht es um das Thema Veränderungen auf diesem Blog. Ich habe zwei einschneidende Entscheidungen heute getroffen, die ich euch mitteilen möchte.
Zum einen werde ich ab heute nicht mehr euer E-Mail-Postfach zuspammen. Ich habe bemerkt, dass ich die Funktion aktiviert hatte, meine Follower über Seiten-/Beitragsänderungen zu informieren und da ich, ich sage mal, schon etwas öfter mal was ändere an meinen Beiträgen und Seiten, kann das schnell mal zum Zuspammen eures Postfachs führen. Dafür entschuldige ich mich erstmal. Dies hat nun ein Ende. Wobei ich mich noch zurückerinnern kann, an den Zeitpunkt, wo ich das eingestellt hatte und eigentlich damit nur bezwecken wollte, dass Leute z.B. bei Seitenänderungen eher nochmal auf den Blog kommen, um diese Veränderung zu begutachten. Seiten sind ja normalerweise eher was Statisches und da schenkt man dem Ganzen nicht so viel Beachtung, also will man natürlich als Blogger Beachtung dafür, wenn sich etwas verändert.
Leider hat WordPress keine Funktion bspw NUR auf Seitenänderungen oder NUR auf Beitragsänderungen zu verweisen, sondern nur auf beides, was zu einer Überfüllung eures E-Mail-Postfachs führen kann und wahrscheinlich auch geführt hat. Noch einmal: Entschuldigung dafür, wird nicht wieder vorkommen! 🙂

Punkt 2: Ich habe die Mopinion-Seite „Music“ entfernt.
Das ist wohl die tiefgreifendere Tat von den beiden, wo doch gerade diese Seite immer die meisten Änderungen bekommen hat und die meiste Beachtung zuweilen auch geschenkt bekommen hat, aber leider kann ich der Seite aufgrund meiner neuen Lebenssituation etc. nicht mehr so viel Beachtung schenken. Die Ohrwurm-Playlist ist verkommen in den letzten 2 bis 3 Monaten, war lange nicht mehr aktuell. Meine Ohrwurm-Begründungen waren immer einfallsloser geworden, weil ich einfach keine Lust mehr hatte, mir diese auszudenken, mich aber, weil mich diese Erklärungen im Musik-Bereich so ausgezeichnet hatten, dazu gezwungen habe, diese zu schreiben und früher oder später wäre auch der Zeitpunkt gekommen, an der ich diese Liste/Chronik an Ohrwurm-Liedern hätte mal portieren müssen, damit die Seite nicht zu 499/500 aus dieser Liste besteht und ganz ehrlich: Ich habe Dinge, die etwas wichtiger sind, als eine Excel-Tabelle mit dieser Übersicht zu erstellen, der letztlich wahrscheinlich sowieso eher weniger Beachtung geschenkt wurde. Ich bin nun also von einer Seite los, die von Anfang an dabei war, aber langsam in der Unnötigkeit versank.

Wer sich für meine aktuellen Lieblingssongs, die aber nicht unbedingt Ohrwürmer sein müssen, interessiert, kann gerne mal rechts auf der Seite schauen. Dort ist nun meine Favoriten-Playlist eingefügt (falls WordPress keine Zicken mit der Einbettung gemacht haben sollte). Dies aber alles ohne Erklärungen und wie auch zuvor, als meine Favoriten-Playlist noch nicht hier zugänglich war, werde ich weiterhin das Ganze nur updaten, wenn ich sage: „Ja, der Song muss rein!“ oder „Ne, der Song muss raus!“, also unregelmäßiger als meine ehemalige Ohrwurm-Playlist. Die Erklärungstexte habe ich ab jetzt vollkommen abgeschafft, aber falls es mal einen Fall wie bei Time vom ESC 2015 geben sollte, könnt ihr euch sicher sein, dass ich zumindest darüber nachdenken werde, etwas über den Song zu schreiben und hier hochzuladen.
Die Best-Of-Playlists werden natürlich weiterhin fleißig von mir geführt und am Ende eines jeden Jahres hier hochgeladen.
Die „Best Of 2014“-Playlist findet ihr auf der Seite „Mopinion>>>Best Of>>>Best Of 2014“, während die „Best Of 2015“-Playlist im Beitrag zu meinem Spotify Jahresrückblick 2015 zu finden ist. Dieser Spotify Jahresrückblick ist entweder über die Suche erreichbar oder, indem ihr auf den entsprechenden Link klickt, der bei meinem Persönlichen Jahresrückblick 2015 zu finden ist unter „Mopinion>>>Best Of“.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und noch einen schönen Tag wünscht:
GNB

ESC 2016-Review

Zum 61. Mal nun hat sich dieses Jahr der Eurovision Song Contest wiederholt. Dieses Mal lautete das Thema Come together.
Ausgetragen wurde der Musikwettbewerb im schönen Stockholm (Schweden), da Måns Zelmerlöw den letzten ESC in Wien (Österreich) mit dem Song Heroes gewonnen hatte.
Das Event fand in der Ericcson Globe Arena statt und wurde von Måns Zelmerlöw und Petra Mede moderiert.

Die Eröffnung

Dieses Jahr wurde nicht so viel Tra-Ra um die Eröffnung gemacht wie letztes Jahr. Es gab einen Countdown zum Start des ESC und ein paar Kamerabilder aus dem Backstagebereich, bevor plötzlich Töne von bekannten schwedischen DJs wie Avicii, Swedish House Mafia, Alesso und Galantis ertönten.
Ein Catwalk eröffnete sich, Models mit komischen Papierfetzenkleidern liefen mit jeweils einem Teilnehmer zwischen sich darauf herum. Dem Teilnehmer wurde mit Pfeilen gezeigt, wie er sich einzuordnen hatte. Bevor dies aber geschah, posierten die Models kurz vor der Kamera, der Ländername wurde verkündet (auf Englisch) und die Flagge relativ cool im Hintergrund eingeblendet.
Letztlich fühlte man sich aber bei diesem Prozedere eher wie auf einer Fashion Week….ich meine, die Kleider waren echt nicht viel besser als auf so mancher Modenschau xD
Letztlich bildeten alle Modeopfer eine Gasse, um die Moderatoren des ESC 2016 eintreten zu lassen.
Und dann ist alles ganz bunt und poppig, geradezu jung und frisch, genauso wie die Moderatoren vorne (ok, die Petra ist dann doch wieder ein bisschen älter), die mit ganz viel Humor an diese Eröffnung des ESC gehen.

Die Show
Postcards werden auch dieses Jahr wieder nicht von mir verlinkt, auch dadurch begründet, dass es diese noch nicht auf YouTube gibt.
Auf das Punktepapier wird dieses Jahr verzichtet, was nicht heißt, dass ihr keinen Überblick über meine Punkteverteilungen bekommt! Diese werdet ihr nämlich einem PDF-Dokument unten entnehmen können!

1. Belgien

Song: What’s the Pressure  by Laura Tesoro
Music: Sanne Putseys/Birsen Uçar
Lyrics: Sanne Putseys/Louis Favre/Yannick Werther
Auftritt: Die relativ hübsche Belgierin, die nicht nur Sängerin, sondern auch Schauspielerin ist, macht den Anfang mit einer relativ mittelmäßigen Nummer. Die Bühne ist von der Farbe gelb geprägt, das Outfit zu glitzern. Der Song selbst hat mich kaum mitgenommen.
Die Choreo war, wie sich später herausstellen sollte, im Gesamtkontext gesehen relativ gut, hat aber relativ wenige Punkte von mir erhalten, da ich dachte, dass da noch was viel Besseres kommen würde. Wie man sich täuschen kann….
19 Punkte dafür meinerseits.

2. Tschechien

Song: I Stand by Gabriela Gunčíková
Music: Christian Schneider/Sara Biglert
Lyrics: Aidan O’Connor/Sara Biglert
Auftritt: Die Bühne und der Song waren ganz ok und für die Choreo gab es die höchste Punktzahl. Wieso? Zu stehen, bei einem Lied mit dem Titel I stand ist einfach die perfekte Choreo. Das ist einfach mal ein Match 😀
31 Punkte

3. Niederlande

Song: Slow down by Douwe Bob
Music: Douwe Bob Posthuma/Jan-Peter Hoekstra/Jeroen Overman/Matthijs Van Duijvenbode
Lyrics: Douwe Bob Posthuma/Jan-peter Hoekstra/Jeroen Overman
Auftritt: Choreo war hier auch nicht vorhanden, wiederum sah die Bühne mit der Uhr am Boden echt schön aus und der Song hat mir eigentlich auch gefallen. Er soll mir aber bis zum Ende des Wettbewerbs nicht im Kopf bleiben.
22 Punkte

4. Aserbaidschan

Song: Miracle by Samra Rahimli
Music/Lyrics: Amir Aly/Jakke Erixson/Henrik Wikström
Auftritt: 
Auch sie tritt in einem Glitzer-Look auf, der ihr aber gut steht. Das Outfit passt sich perfekt an die Körperlinien an. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, wieso sie einer der besten in der Kategorie „Sex-Appeal“ bei mir war. Choreo gab es natürlich wieder nicht so richtig und der Song hat sich auch nicht so bei mir in die Ohren eingenistet.
21 Punkte

5. Ungarn

Song: Pioneer by Freddie
Music: Szabó Zé
Lyrics: Borbála Csarnai
Auftritt: Der Song war nicht allzu schlecht und das asymmetrisch geschnittene Hemd hat ihm gestanden. Die Bühne mit diesen Erdrissen hatte auch irgendwie etwas. Choreo aber auch hier: Fehlanzeige.
29 Punkte

6. Italien

Song: No Degree of Seperation by Francesca Michielin
Music: Fabio Gargiulo/Federica Abbate/Cheope
Lyrics: Francesca Michielin/Federica Abbate/Norma Jean Martine
Auftritt: Erstmal war ich ja erschreckt, dass der Songtitel plötzlich nicht mehr Italienisch war, wie in der Vorschau, sondern auf Englisch. Ich dachte jetzt, das gesamte Lied sei übersetzt worden. Dem war glücklicherweise nicht so. Die süße Francesca hat einen tollen Song vorgetragen, der abermals nicht mit einer Choreo überzeugen konnte. Wiederum hat die Bühne irgendwie zu ihr als eine Art Hippie gepasst.
32 Punkte

7. Israel

Song: Made of Stars by Hovi Star
Music/Lyrics: Doron Medalie
Auftritt: Ich mag Männer, die sich extrem schminken und dazu während des Auftritts noch extrem glitzern nicht. Tut mir leid. Außerdem mag ich den Song irgendwie nicht. Die Bühne wird im Laufe des Songs wenigstens mittelmäßig schön mit diesen digitalen Sternen.
12 Punkte

8. Bulgarien

Song: If Love was a Crime by Poli Genova
Music: Borislav Milanov/S. Arman/J. Persson/Johnny K. Palmer
Lyrics: Borislav Milanov/S. Arman/J. Persson/Poli Genova
Auftritt: Der Song war nicht so der Knüller, wenn auch ein guter Versuch. Das Outfit ist im Insgesamten eigentlich ein Verbrechen für ein jedes Auge, nicht die Liebe.
16 Punkte

9. Schweden

Song: If I were Sorry by Frans
Music/Lyrics: Frans Jeppsson Wall/Fredrik Andersson/Michael Saxell/Oskar Fogelström
Auftritt; Schon in der Postcard hat der Typ auf mich irgendwie arrogant gewirkt. Die hochgeleckten Haare beim Auftritt an sich hat dieser Erscheinung nicht gerade positiv entgegengewirkt. Die Bühne ist im Gegensatz zur Konkurrenz etwas zu einfach gehalten und der Song selbst klingt mir zu sehr nach Catch & Release von Matt Simons. Vergleicht mal! Da hört man eindeutig starke Parallelen!
5 Punkte

10. Deutschland

Song: Ghost by Jamie-Lee Kriewitz
Music: Anna Leyne/Thomas Burchia/Conrad Hensel
Lyrics: Anna Leyne
Auftritt: Kawaii-Jamie-Lee kam #straightouttaBennigsen, um am ESC teilzunehmen. Mitgebracht hat sie ihren VoG-Gewinnersong Ghost, den ich schon vor ihrem ESC-Auftritt sehr gerne gehört habe. Sie absolviert den Auftritt relativ souverän, die Bühne und ihr Outfit passen zu ihr. Nur an Choreo und Sex-Appeal fehlt es ihr. Aber was soll man da schon machen? Kommt ja eigentlich hauptsächlich auf die Musik an (zumindest sollte es das).
30 Punkte

11. Frankreich

Song: J’ai cherché by Amir
Music: Nazim Khaled/Amir Haddad/Johan Errami
Lyrics: Nazim Khaled/Amir Haddad
Auftritt: Auch hier kannte ich den Song im Vornherein und empfand ihn als sehr gut. Die Universumsbühne, auf der er so gesurft ist, hat mir auch sehr gefallen. Außerdem habe ich die Mischung aus Französisch und Englisch sehr genossen. Etwas schade fand ich die Abänderung der ESC-Version im Gegensatz zur Normalen, nicht etwa durch Kürzung, sondern durch Erweiterung um einen Teil der vorher nicht vorhanden war. Aber naja, tat der Qualität des Songs nichts zum Abbruch.
30 Punkte

12. Polen

Song: Colour of your Life by Michał Szpak
Music: Andy Palmer
Lyrics: Kamil Varen
Auftritt: Ohne ne Choreo, ordentliche Bühne oder Sex-Appeal kommt man einfach nicht weit. Da hilft auch der mittelmäßige Song oder das außergewöhnliche Aussehen nichts.
11 Punkte

13. Australien

Song: Sound of Silence by Dami Im
Music/Lyrics: DNA
Auftritt: Viele fragen sich, wieso Australien immer noch teilnehmen darf. Die sind doch keine Europäer! Es waren höchstens mal welche ^^
Ja, sie haben halt eine große ESC-Fan-Gemeinde und zahlen TV-Gelder. Wieso also nicht einladen? 😀 Ich meine, seither haben sie die Qualität der ESCs auch immer gesteigert, wenn sie teilgenommen haben ^^ Nun aber zurück zum Thema:
Der Auftritt hat mir an diesem Abend am besten gefallen. Die Bühne war schick, genauso wie das Outfit, es gab eine mittelmäßige Choreo und der nicht so stille Song über den Klang der Stille hat mir gefallen.
33 Punkte

14. Zypern

Song: Alter Ego by Minus One
Music/Lyrics: Thomas G.Son/Minus One
Auftritt: Der Song ging eigentlich, die Bühne und die Outfits hatten was.
28 Punkte

15. Serbien

Song: Goodbye (Shelter) by Sanja Vučič
Music/Lyrics: Ivana Peters
Auftritt: Ne, der Song ging nicht so richtig ab für mich, ebenso das Outfit. Schade.
So gibt’s leider nur 16 Punkte

16. Litauen

Song: I’ve been waiting for this Night by Donny Montell
Music/Lyrics: Jonas Thander/Beatrice Robertsson
Auftritt: Das war alles so mittelmäßig. Bis auf den Song. Der war nicht gut. Mittelgut ist zumindest das Outfit gewesen, aber das hat letztendlich auch nicht mehr herausgerissen.
17 Punkte

17. Kroatien

Song: Lighthouse by Nina Kraljić
Music/Lyrics: Andreas Grass/Nikola Paryla
Auftritt: Das Outfit war mal etwas anderes, was ich sehr gut fand. Die Frisur hat mich aber leider an die Frau Krone-Schmalz errinert xD
Ansonsten auch eher mittelmäßig im Insgesamten, wobei Bühne und Choreo ja mal überhaupt nicht richtig vorhanden waren. Außerdem wurde ihre Stimme im Refrain sehr schräg.
Trotzdem noch 23 Punkte

18. Russland

Song: You are the only One by Sergey Lazarev
Music: Dimitris Kontopoulos/Philip Kirkorov
Lyrics: John Ballard/Ralph Charlie
Auftritt: 
Zusammen mit Australien der beste Auftritt des Abends. Die Bühne wie letztes Jahr der Zelmerlöw zu benutzen, hat nur bei diesem Auftritt so gut geklappt wie es klappen sollte, das Lied war auch ganz gut an sich. Dies hat sich auch in den Zuschauervotings niedergeschlagen, aber dazu kommen wir ja noch später.
33 Punkte

19. Spanien

Song: Say Yay! by Barei
Music/Lyrics: Barei/Rubén Villanueva/Victor Pùa
Auftritt: Der Song war ganz ok und es gab eine Choreo, was man sehr zu schätzen wissen muss bei dieser Ausgabe des ESC.
28 Punkte

20. Lettland

Song: Heartbeat by Justs
Music/Lyrics: Aminata Savadogo
Auftritt: Ein mittelmäßiger Song mit mittelmäßiger Bühne, dazu kaum Choreo, aber dafür mit einem ihm stehendem Outfit und einem, wenn ich mich in eine Frau hineinversetzen müsste, gewissen Sex-Appeal-diese Dinge zusammengenommen verhelfen ihm zu 26 Punkten.

21. Ukraine

Song: 1944 by Jamala
Music/Lyrics: Jamala
Auftritt: Yay! Ein politisches Lied! Und danach hat sie sogar noch gewonnen! *kotz*
Das alles war auch nur schlechtes Mittelmaß und dann auch noch hochpolitisch, was eigentlich verboten ist beim ESC. Aber scheiß drauf, trotzdem erlauben und eine schlechte Show abziehen. Nur die Bühne war etwas besser zu bewerten.
21 Punkte

22. Malta

Song: Walk on Water by Ira Losco
Lyrics/Music: Molly Pettersson-Hammar/Lisa Desmond/Tim Larsson/Tobias Lundgren/Ira Losco
Auftritt: Bühne und Choreo der schwangeren Sängerin waren nicht vertreten an diesem Abend. Der Rest mal wieder – mein Lieblingswort in diesem Beitrag anscheinend – Mittelmaß.
22 Punkte

23. Georgien

Song: Midnight Gold by Young Georgian Lolitaz feat. Nika Kocharov
Music: Kote Kalandadze/Thomas G.Son
Lyrics: Kote Kalandadze
Auftritt: Auch wenn ich ihn mit gleich vielen Punkten wie den schwedischen Beitrag bewertet habe, war dieser Beitrag an sich noch schlechter. Hauptsächlich deswegen, da zu viel und zu stark mit Licht gespielt wurde, was mir ein Übelkeitsgefühl verursacht hat (und ich bin nicht Epileptiker, ich kann eigentlich viele Lichteffekte aushalten).
5 Punkte

24. Österreich

Song: Loin d’ici by Zoë
Music/Lyrics: Christof Straub/Zoe Straub
Auftritt: Eine richtige Grinsebacke ist ja hier aufgetreten mit einem sehr schönen französischen Song 🙂
Leider hat es am Ende an Bühne und Outfit gehapert.
24 Punkte

25. Vereinigtes Königreich

Song: You’re not Alone by Joe and Jake
Music/Lyrics: Matt Schwartz/Justin J. Benson/S. Kanes
Auftritt: Ich fand den Song persönlich einfach nicht schön und auch hier hat es an Choreo gefehlt. Deshalb nur 17 Punkte.

26. Armenien

Song: Love Wave by Iveta Mukuchyan
Music: Lilith Navasardyan/Levon Navasardyan
Lyrics: Iveta Mukuchyan/Stephanie Crutchfield
Auftritt: Ich fand den Song ganz ok eigentlich. Das Outfit hat ihr gestanden, etwas Choreo gab es auch, die Sex-Appeal-Punkte hat sie sich auch als einer der wenigen geholt.  Alles in allem 29 Punkte.

Große Pause und Votingzeit

Nun ist die Veranstaltung schon fast ganze zwei Stunden alt. Zeit für eine Pause! Diese ist gespickt mit einem Sketch von Ian McKellen und Derek Jacobi, einer Erklärung des Votingsystems, , einem Auftritt von Justin Timberlake und der Geschichte des schwedischen Pops. Außerdem ist auch dieses Mal die diesjährige Junior-ESC-Gewinnerin interviewt worden, die dieses Mal nicht aus Italien sondern Malta stammt. In einem Song der Moderatoren namens Love Love Peace Peace, eigentlich der beste Auftritt des gesamten ESC-Abends wurde des Weiteren die Formel für den besten ESC-Song offenbart. Plötzlich mischt sich auch noch die lustige „offizielle“ Pressesprecherin der EBU, Lynda Woodruff, ein. Ein bisschen kichern konnte man auf jeden Fall ^^
Natürlich wurde der obligatorische Auftritt des Vorjahresgewinners mit seinem Song nicht vergessen, dieser folgte einem Einspieler, welcher zeigen sollte, wie besessen die Schweden vom ESC sind, auf den Fuß.

Votingergebnisse

Nach 2 Stunden, 52 Minuten und 37 Sekunden beginnt dann die Bekanntgabe der Votingergebnisse der Jurys.
Dieses Jahr war das Votingsystem nämlich etwas anders. 50% der Stimmen entfielen auf die nationalen Jurys, die 1-12 Punkte (außer 9 und 11) an ihre jeweiligen Favoriten gegeben hatten. Die anderen 50% kamen von den Zuschauern. Diese haben auch 1-12 Punkte (außer 9 und 11) an ihre Favoriten gegeben. Die durchschnittliche Anzahl an Punkten für ein Land an ein Land wurden aus den einzelnen Ländern für ein Land zusammengerechnet und wurden am Ende aufaddiert. So sollte das ganze Voting gerechter und spannender werden.
Die Juryergebnisse wurden von den Punktesprechern angesagt, die Zuschauerergebnisse von den Moderatoren. Die deutsche Punktesprecherin war mal wieder Barbara Schöneberger.

Die deutsche Jury bewertete letztlich folgendermaßen:
1–> Litauen
2–> Lettland
3–> Italien
4–> Niederlande
5–> Belgien
6–> Australien
7–> Ukraine
8–> Georgien
10-> Schweden
12-> Israel

Es folgt: Meine Senf zu den Votingergebnissen!
Ich danke dem neuen Votingsystem, dass es offenbart hat, wie politisch diese Veranstaltung ist! Dies konnte man daran sehen, dass die meisten Jurystimmen aus dem Osten zumeist nicht nach Russland gingen, wiederum fast alle Zuschauerstimmen, und die meisten Jurystimmen aus dem Westen nach Australien, einem Land, welches mit Europa kaum was zu tun hat und man somit keine politischen Probleme erwarten dürfte, wenn man dieses Land zum Sieger kürt. Ich will mich nicht der russischen Theorie anschließen, dass sie „um den Sieg gebracht wurden“, aber ich glaube trotzdem, dass diese Veranstaltung dieses Jahr wieder mal sehr, sehr stark gezeigt hat, wie politisch diese Veranstaltung ist. Wieso musste ausgerechnet ein politischer Song, der Russland absichtlich provoziert hat, gewinnen? Wieso ein hochpolitischer Song, der noch nicht mal megagut klang, aber dafür Jamie-Lee auf den letzten Platz mit mickrigen 11 Punkten (zum Vergleich: Ukraine hatte am Ende 534 Punkte) schicken, trotz einer soliden Performance?
Ist meiner Meinung nach nicht verständlich und ich kann deshalb auch den Unmut der Russen als auch der Deutschen verstehen.
So soll der ESC eigentlich nicht sein!
Auch sehr schade fand ich im Gesamtbild der Show, dass sich Måns und Petra echt viel Mühe gegeben haben, diesen ESC zu einem sehr guten ESC zu machen, doch leider fehlte es allgemein an guter Musik. Es gab eigentlich keine herrausragenden und nur 4, 5 gute Songs und das ist zu wenig. Stockholm 2016 hätte Kopenhagen 2014 als besten Song Contest aufholen können, sie haben es aber leider nicht geschafft.

Nun ja, mal gucken wie der ukrainische ESC nächstes Jahr wird. Ich tippe auf „noch politischer als die Jahre zuvor“, aber selbst wenn, wird die Musikauswahl hoffentlich etwas besser sein.

Bis dahin wünsche ich euch noch einen schönen Tag/Abend/was_auch_immer und LG,
GNB 🙂

Endergebnisse (Top 5)

  1. Ukraine (534 Punkte)
  2. Australien (511 Punkte)
  3. Russland (491 Punkte)
  4. Bulgarien (307 Punkte)
  5. Schweden (261 Punkte)

Meine Bewertungen

Mein Voting (PDF)

Spotify Year in Music 2015

Guten Tag, meine lieben Mitleser und Mitleserinnen! 🙂

Es ist mittlerweile schon der Monat Dezember in diesem Jahr.
Der Dezember ist der letzte Monat des Jahres und perfekt dazu geeignet, dem (fast) vergangenen Jahr Revue passieren zu lassen. Wer macht das auch schon im neuen Jahr? Dort will man doch komplett auf die Zukunft konzentriert sein ^^

Der erste Jahresrückblick, der euch hier und jetzt erwartet, ist mein persönlicher Spotify-Jahresrückblick, das sogenannte „Year in Music by Spotify 2015“!
Ich bin gespannt, wie mein Jahr so war und werde natürlich auch immer gerne meinen Senf dann zu den erhobenen Daten dazugeben 🙂

Erster Song des Jahres
4. Januar 2015-Aron Chupa mit I’m an Albatraoz

In der Tat könnte das sogar stimmen (bzw. es WIRD stimmen, denn schließlich sind das ja ausgewertete, erhobene Daten über mein Spotify-Profil). Ich kann mich noch an die Kur erinnern, wo wir uns Richtung Mitte der Kur endlich ein Internetpasswort geholt haben mitsamt Benutzername. Meine erste Amtshandlung sollte dann eigentlich sein, von meiner Lehrerin Huasaufgaben einzufordern, doch war ich auf dieser Kur so sehr auf Musikentzug, dass ich dachte, dass ich gleich sterben würde. Deshalb startete ich vor meinem E-Mail-Programm noch Spotify und hörte mir Aron Chupa an. Das hat ein bisschen Laune gemacht, bevor es dann zur Arbeit und letztendlich zum Logout ging.

Top-5-Künstler des Jahres

1. Trackshittaz (468 Streams)
Ernsthaft jetzt? Ich habe Woki mit deim Popo so oft gestreamt? Ein bisschen peinlich ist das ja schon ^^

2. Toby Turner bzw. Tobuscus (347 Streams)
Auch unerwartet aus meiner Sicht. Irgendwie scheine ich die trashigsten Songs am meisten gestreamt zu haben (u.a. I can swing my sword)

3. Il Volo (274 Streams)
Ok, jetzt kommt endlich normale, gute, kulturell-wertvolle Musik dazu 😀
Il Volo hat mit Grande Amore den besten ESC-Song 2015 abgeliefert, den ich auf und ab hören konnte und vielleicht auch bald mal wieder hören sollte 🙂

4. Alexander Rybak (238 Streams)
Apropos ESC! Rybak auch einer der Künstler, die ich am meisten gehört habe. Allen voran der ESC-2009-Gewinner-Song Fairytale hat es mir angetan für rund ein Viertel des Jahres 🙂

5. Calvin Harris (225 Streams)
2015 war auch das Jahr Calvin Harris‘. Seinen Song Outside, den er zusammen mit Ellie Goulding aufgenommen hat, hat im Frühling und Sommer bei mir einfach (fast) alles getoppt.

Top-5-Alben des Jahres

1. Eurovision Song Contest 2014 Copenhagen by ESC (448 Streams)
Ich habe ganze 448 Mal von diesem Album gestreamt. Man muss aber auch sagen, dass der ESC 2014 einfach echt geil war und man nicht drumherum kommt, viel davon zu streamen. Von klischeehaften Songs (Cliché Love Song) bis zu coolen Songs (Not Alone) war ja alles dabei 😀

2. Sanremo Grande Amore by Il Volo (274 Streams)
Es folgt natürlich das Il Volo-Album, wo Grande Amore beinhaltet ist. Erstaunlicherweise mit einigem Abstand zum ESC-2014-Album.

3. Motion by Calvin Harris (225 Streams)
Es folgt das Calvin Harris-Album, bei dem ich am meisten den Song Outside gestreamt habe. Motion ist allgemein aber ein gutes Album. Hört euch doch noch einmal rein, denn es gibt doch noch ein, zwei Songs mehr als nur Outside, die gut sind.

4. Die Eiskönigin Völlig Unverfroren (Deutsch) (222 Streams)
Ja, in der Tat, hat mich die Musik im Film (z.B. Lass jetzt los), den ich dieses Jahr zum ersten Mal gesehen habe, etwas gepackt und anscheinend dazu veranlasst, am vierthäufigsten von allen Alben zu hören.

5. Niveau Weshalb Warum by Deichkind (211 Streams)
Hier muss es der Song Denken Sie groß gewesen sein, der mich so oft angezogen hat zu diesem Album, wobei ich gerade einen weiteren Song vorgeschlagen bekommen habe-Like mich am Arsch-der auch die Chance verdient hätte, angehört zu werden 😀

Top-5-Songs des Jahres

1. Woki mit deim Popo by Trackshittaz (446 Streams)
Wie schon vermutet und voller Scham, stelle ich euch meinen (angeblichen) Top-Song des Jahres vor: Woki mit deim Popo! Komisch, dass es nicht der einzige Song von den Trackshittaz zu sein scheint, den ich mir angehört habe (vgl. o.).

2. Grande Amore by Il Volo (273 Streams)
DAS ist schon eher mein Top-Song des Jahres! Diese Popera klingt einfach nur perfekt! ^^

3. Fairytale by Alexander Rybak (236 Streams)
Ich hatte dieses Jahr wieder eine Fairytale-Phase, bei der ich mich wieder mal in diese Violine und den Gesang verliebt habe *_*

4. Heroes von Måns Zelmerlöw (221 Streams)
In der Tat hängt mir der Gewinnersong des ESC 2015 immer noch im Ohr, anders als mein persönlicher Gewinner Grande Amore!
Dies liegt aber v.a. an den rhythmischen Beats und dem einfachen Text, sowie an der Erinnerung an die eindrucksvolle Show, die er beim Finale des ESC 2015 in Wien abgeliefert hat 🙂

5. Outside by Calvin Harris feat. Ellie Goulding (213 Streams)
Wie schon oben gesagt, hat mich der Song durch den Frühling und Sommer begleitet. Ich brauche einfach die Musik und die Beats und lasse mich nur selten auf ein ruhigeres Niveau in Sachen Musik nieder.

Top-Genres 2015

1.Eurovision
2.German Hip Hop
3. German Pop
4. Pop
5. German Pop Rock

Hier habe ich eigentlich nichts hinzuzufügen. Den Eindruck, dass das so in etwa meine Musikrichtungen sind, habe ich auch ohne meine erhobenen Daten 🙂

Ich hötte 32.000 Minuten (also ca. 22 Tage) Musik gehört.
Das ist eine beachtenswerte Zahl! Mal gucken, ob ich nächstes Jahr mehr schaffe 😀

Ich hätte 361 verschiedene Künstler gehört (und könnte davon wahrscheinlich höchstens 30 bennenen xD), das wären 273 Künstler mehr, als ich letztes Jahr gehört habe.
Wobei wir auch bedenken müssen, dass ich erst seit etwa Mitte 2014 Spotify besitze.

Aber ich habe nicht nur mehr verschiedene Künstler gehört, sondern hätte auch ganze 474 verschiedene Songs gehört und damit 359 Songs mehr als im Jahre 2014.
Wow, aber wie gesagt. Die Zahl in 2014 müsste hochgerechnet auch höher sein.

Meine Musik nach Jahreszeiten sortiert
Winter
Der Winter wird durch die Trackshittaz aus Österreich (272 Streams), Tobuscus (247 Streams) und Imagine Dragons (98 [!!!] Streams) geprägt.
Was habe ich damals denn bitte schön von Imagine Dragons gehört?
Demons vielleicht? :/

Frühling
Der Frühling wurde von Alexander Rybaks Märchen (211 Streams) dominiert, wobei Calvin Harris mit 208 Streams schon kurz dahinter kommt. Deichkind hat mit unglaublichen 191 Streams den Anschluss im Frühling auch nicht komplett verloren.

Sommer
Im Sommer habe ich Psys Gentleman auf und ab gehört (166 Streams). Mit etwas Abstand (146 Streams) folgt Mikas Relax, Take it easy und wirklich ganz kurz dahinter der ESC-Song Goodbye to Yesterday vom Duo Elina Born und Stig Rästa (143 Streams).

Herbst
Das Ende vom Jahresrückblick wird durch Sidos Astronaut, welches er zusammen mit Andreas Bourani aufgenommen hat, angeführt (69 Streams). Nicht weit dahinter folgt Neks Fatti Avanti Amore (61 Streams) und Avicii mit diversen Songs (57 Streams).

Habe ich wirklich immer weniger Songs gehört, je später es im Jahr wurde oder ist diese Datenanalyse einfach fehlerhaft? Ich weiß es nicht ^^

Auf jeden Fall ist es sehr interessant, das zu sehen 🙂
Wie war denn euer „Year in Music 2015“? Verlinkt es doch mal in den Kommis! 🙂

Natürlich war das nur der erste von insgesamt zwei Jahresrückblicken von mir. Den persönlichen Jahresrückblick meinerseits, werdet ihr dann wahrscheinlich ab dem 30./31. Dezember 2015 hier lesen können 🙂
Bis dahin, könnt ihr euch noch die Tage mit meiner „Best-of-2015-Spotify-Playlist“ versüßen, die akribisch von mir durch das Jahr hindurch geführt wurde und auch noch bis zum 31.Dezember geführt wird.

LG
GNB

Deutsche Musik

Es gibt zwei Sachen, die einem, wenn man an Deutschland und Musik denkt, auf jeden Fall ein- bzw. auffallen.
Zum Einen hört man kaum deutschsprachige Musik, wenn man das Radio einschaltet und zum anderen ist bei vielen immer noch deutsche Musik allgemein als Schlagermusik bzw. als nicht-schönklingend behaftet. Aber wieso?

Wir haben so viele interessante Künstler, die z.B. auch derzeit ziemlich gute Hits rausbringen, z.B. Cro, Mark Forster oder auch Laith Al-Deen. Sie singen allesamt eigentlich fast nur auf Deutsch und es klingt gut. Sie bringen auch mal Charthits raus, aber trotzdem dominiert die englische Sprache immer noch unsere Charts. Songs von David Guetta, Avicii oder auch die deutsche Lena zum Beispiel.

Woran liegt das?
An den volkstümlichen Tönen, die man Schlager nennt bzw. an die simplen Aprés-Ski-Hits, die uns das Deutsche jedes Mal aufs Neue versauen, weil man ständig Sänger/innen wie Helene Fischer, DJ Ötzi usw. im Kopf hat?
Aber wieso hat man nicht einfach mal dann mehr Mut?
Wieso fasst sich nicht mal ein deutscher DJ ein Herz und macht ein paar coole Beats, aber dazu dann einen deutschen Song? Ein deutsche Avicii so gesehen.
Wie Helene Fischer kann man auch selbst den kitschigsten Song zu einem Hit machen (Atemlos), wenn nur die Melodie (und natürlich die Stimme) stimmt. Das machen die Italiener und Franzosen regelmäßig, wieso wir nicht?
Natürlich kann das ganze Problem auch nicht nur an den Melodien liegen, sondern könnte auch in den Texten begründet sein. Sind sie wirklich zu kitschig, wenn sie mal auf Deutsch sind?
Unsere deutsche Sprache ist so vielfältig und es gibt so vieles, was man besingen kann und diese vielen Sachen auch noch mal auf verschiedenste Art und Weise!
Können sich die ganzen deutschen Sänger und Sängerinnen nicht einfach mal zusammennehmen und ihre anscheinend schönen Stimmen dafür einsetzen in Deutschland deutsche Musik laufen zu lassen (zumindest überwiegend), wie es auch die Italiener usw. machen?
Und können sich die Zuhörer an den Empfangsgeräten nicht mal daran gewöhnen öfter Deutsch zu hören? Ja, man versteht den Text und muss sich unweigerlich mehr mit dem Lied auseinandersetzen, als wenn der Text Englisch ist und man einfach zur Melodie und zum Refrain mitwippt, aber wieso stört das denn so? Musik muss doch nur gut klingen! Und eine Message ist immer gut! Und wenn man die englischen Songs mal übersetzen würde, würde da auch größtenteils nur Kitsch rauskommen, also sollte man auch in der deutschen Sprache für Kitsch offen sein 😀

Wahrscheinlich wird dies aber alles nicht möglich sein, da wir Deutschen uns anscheinend für unsere Sprache schämen oder diese in Liedern nicht hören wollen. Sehr schade aus meiner Sicht.
Einfach mal bitte den Mut haben, sowas zu schreiben und zu hören und offen zu sein, das gut zu finden und nicht gleich als schlecht abstempeln, nur weil es Deutsch ist!

Wie seht ihr die ganze Thematik? Seht ihr, was ich meine? Wo könnt ihr eventuell nicht zustimmen? Was sind aus eurer Sicht die Gründe, weshalb unsere Charts von englischen Liedern dominiert werden?
Schreibt es in die Kommentare!

LG
GNB

Die Sache mit dem Radio

Es ist ein Wochenende im Herbst, welcher sich noch teilweise wie Hochsommer anfühlt. Ich sitze im Auto und, da ich ja kein Spotify Premium für unterwegs habe, höre ich Radio. Es ist 94.3 RS2 eingeschaltet, obwohl wir hin und wieder auch mal gerne 104.6 RTL hören. Es spielt ein bekanntes Lied von Olly Murs. Bearbeitet, merkt man schon, damit es in das Radioprogramm passt. Es folgen Verkehrsmeldungen, auch wenn sie heute mal wieder relativ langweilig ausfallen. Ein Marathon in der Stadt, die Ausfahrten im Britzer Tunnel auf der A100 sind gesperrt. Danach Nachrichten. Auch langweilig. Selbstmordattentäter in Kabul. Etwas Werbung, meistens vom Schloss oder die neuen Framstags-Angebote und, falls Sie es sich nicht merken konnten, noch einmal, etwas Werbung, meistens vom Schloss oder die neuen Framstags-Angebote! Jetzt in Ihrem Radio! Radio lohnt sich!
Aber dann kommt wieder die heiß ersehnte Musik. R.E.M.-Losing my Religion. Diesmal nicht gekürzt. Komischerweise werden Lieder aus den 80ern und 90ern fast nie gekürzt. Und wenn man nun diese 4 Minuten lang dieses Lied hört, was man sonst nie hört, weil man einfach nicht darauf kommt, da es so viele Lieder gibt und der Kopf einfach selektiert und sich das Neueste oder im Gehirn zuerst Einfallende raussucht, denkt man sich: „Wieso höre ich nicht öfter Radio?“
Viele hören kein Radio, weil es ihnen entweder zu viel Geplapper oder zu viel Werbung ist. Aber macht nicht genau DAS RADIO aus?
Auch wenn es nervig ist, aber Radio ist halt kein Spotify und hat somit auch irgendwas Eigenes und Schönes. Man verbindet sofort was damit und zwar nicht nur Musik, sondern auch mal die Werbung oder das, teilweise gute, Geplappere der Moderatoren, Verkehrsmeldungen, bei denen die Stadtteil- oder Straßennamen falsch ausgesprochen werden. All das und das ist der „Zauber des Radios“, wo man danach immer genug hat, aber sich beim nächsten Einschalten wieder denkt: „Wieso höre ich nicht öfter Radio?“