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ESC 2017-Review

Zum 62. Mal hat sich der Eurovision Song Contest nun wiederholt. Dieses Mal fand er in der ukrainischen Hauptstadt Kiew statt, da im letzten Jahr die Sängerin Jamala mit 1944 den ESC in Stockholm (Schweden) gewann.
Stattgefunden hat der Wettbewerb im IEC in Kiew. Moderiert wurde die Veranstaltung unter dem Thema Celebrate Diversity (Vielfalt feiern) von den drei Herren Timur Miroschnytschenko, Wolodymyr Ostaptschuk und Oleksandr Skitschko [btw sehr vielfältig, keine Frau dabei zu haben].

Die Eröffnung

Ein Einspielfilmchen, welches die Kugeln zeigt, die das Logo des diesjährigen europäischen Gesangswettbewerbs bilden, sowie ein paar flackernde Lichter eröffnen dieses Mal die Veranstaltung in der IEC. Darauf folgend laufen die Künstler jedes Landes ein, leider nicht so toll und lustig wie letztes Jahr. Dafür müssen sie etwas mehr Weg zwischen Bühne und Green Room zurücklegen.
Als sich alle zurückgezogen haben kamen auch leider schon die Moderatoren mit einem sehr eigenwilligen Kleidungsstil auf die Bühne. Anders als Måns und Petra letztes Jahr aber, ließen sie eine sympathische Ausstrahlung und einen gewissen Humor vermissen. Der „I am you Discoball“-Witz von Wolodymyr oder die Kinderfotos der Moderatoren waren eher zum fremdschämen als zum lachen.

Die Show

1. Israel

I Feel Alive von IMRI
Musik und Text: Dolev Ram, Penn Hazut

Dieser Auftritt war wohl wahrhaftig schon der schlimmste von allen. Ich habe mir im Vornherein schon die Songs angehört gehabt und u.a. Israel habe ich sehr gemocht. Es hat Stimmung gemacht!
Leider konnte der Sänger dies mit seiner schrägen Stimme nicht erreichen. Außerdem fand ich es schade, dass die Chance vertan wurde, die geigenähnlichen Instrumente gegen Ende des Liedes auf die Bühne zu holen. Stattdessen gab es nur mehr unnötige Tänzer.

2. Polen

Flashlight von Kasia Moś
Musik und Text: Kasia Moś, Rickard Bonde Truumeel, DWB

Der Song ist meiner Meinung nach Mittelmaß und nein, liebe Kasia, ein Lied wird nicht besser, nur weil man seine gute Stimme einsetzt um singend rumzuschreien!

3. Weißrussland

Story of my Life von Naviband
Musik und Text: Artem Lukyanenka

Das „Hey, hey, jajaho“ kann hier gerne zu Fremdscham verleiten, aber ansonsten ist das eigentlich ein sehr fröhlicher Song und die Interpreten sehr sympathisch. Anders als ein Kuss, der später auftreten sollte, war dieser hier am Ende auch gewollt und eher von Liebe gekennzeichnet :D.

4. Österreich

Running on Air von Nathan Trent
Musik und Text: Nathan Trent, Bernhard Penzias

Der zweite Song an diesem Abend, den ich schon vor dem Finale sehr mochte. Anders als Israel hat Nathan es aber glücklicherweise nicht verkackt. Nur die Relation zwischen Lied und Dreamworks-Performance ging mir nicht richtig in den Kopf.

5. Armenien

Fly with Me von Artsvik
Musik: Lilith Naarsardyan, Levon Navarsardyan
Text: Avet Barseghyan, David Tserunyan

Dem Song stand ich durchaus kritisch gegenüber, doch eigentlich hat er doch ziemlich Spaß gemacht. Besonders der orientalische Touch hat es mir im Nachhinein angetan.
Übrigens ist mir eine Sache ganz besonders an der Sängerin aufgefallen: Wer zur Hölle trägt so viele RInge? Und das noch an beiden Händen? 😀
Das sah wirklich gewöhnungsbedürftig aus m. M. n.!

6. Niederlande

Lights and Shadows von OG3NE
Musik: Rick Vol, Rory de Kievit
Text: Rick Vol

Ja, es ist sehr traurig, dass die Mutter an Krebs erkrankt ist und sehr schön, dass die Mädels mit ihrem Vater zusammen für sie einen Song gemacht haben. Dennoch hätte ich das nicht benötigt. Hier ist mir kleidungstechnisch übrigens sehr ins Auge gestochen, wie zwei der Schwestern versuchen, sich so aufreizend wie möglich zu zeigen, während die Dritte meint: „Ne, da mach‘ ich nicht mit. Gib‘ mir was mit Hose und ohne Ausschnitt!“ 😀

Bevor wir zum nächsten Auftritt kommen, sei gesagt, dass die Moderatoren, die es jetzt mit Fan-Befragungen und klassischem, ukrainischen Volkstanz versuchen, immer noch keine Sympathiepunkte von mir erhalten haben.

7. Moldawien

Hey Mamma von Sunstroke Project
Musik: Anton Ragoza, Serghei Ialovitki, Seghei Stepanov, Mihail Cebotarenco
Text: Alina Galetscala

Jaaaaa! Der „Epic Sax Guy“ aus 2010 ist zurück! 😀
Die Saxophon- und Geigen-Teile gleichen den eigentlich eher mittelmäßigen Gesang (und mittelmäßigen Song i.A.) gut aus. Außerdem hat man dem Sänger angemerkt, dass er durchaus Stimmung machen wollte.
Letztlich war es auch der Hype um den Saxophonisten, welcher wohl dem Land viele Punkte am Ende einbrachte.

8. Ungarn

Origo von Joci Pápai
Musik und Text: József Pápai

Und ein guter Titel folgt dem anderen, so scheint es gerade. Der Roma-Sänger Jocí Pápai trat mit einem ungarischen Lied auf, welches aber anscheinend auch Roma-Sprache beinhaltete im Refrain. Nur beim Rap-Teil dieses orientalischen Titels hätte er vllt einmal mehr durchatmen sollen, anstatt in gefühlt einem Zug alles laut runterzurattern.

9. Italien

Occidentali’s Karma von Francesco Gabbani
Musik: Francesco Gabbani. Filippo Gabbani, Luca Chiaravalli
Text: Francesco Gabbani, Fabio Ilacqua, Luca Chiaravalli

Mein Favorit diesen Abend ist nun also als Neunter aufgetreten!
Der Song hatte Pepp und auch eine tolle Gesellschaftskritik am „abendländischen Karma“. Leider wurde es, um auf drei Minuten zu kommen, stark und m. M. n. schlecht gekürzt. Sehr amüsant fand ich die Regenbogenflaggen-Naht an Francescos Anzug übrigens, während mich der Affe nach mehrmaligem Hören und Sehen des Songs natürlich nicht überrascht hat. Dieser sollte eben einen Gegensatz zum nackten Affen (La scimmia nuda balla – Der nackte Affe tanzt) datstellen.

10. Dänemark

Where I Am von Anja
Musik und Text: Anja Nissen, Michael D’Arcy, Angel Tupai

Naja, auch diesen Song fand ich jetzt nicht so den Bringer. Da können auch „tollen, äußerlichen Merkmale“ der Zahnlücke oder Oberweite der Australierin, die kaum Dänisch spricht, aber trotzdem für Dänemark antritt (Das wäre so, als würde ich für Italien antreten), nichts dran ändern.

11. Portugal

Amar pelos Dois von Salvador Sobral
Musik und Text: Luisa Sobral

Dieses Lied wurde von den ESC-Fans weltweit neben Italien als DER Favorit auserkoren. Zurecht wie ich finde, da seine Stimme einfach wirklich schön ist und mich berührt hat. Na klar findet dieser Song nicht den Weg in meine „Favoriten“-Playlist bei Spotify und der Bühnenauftritt des Herzkranken war verständlicher-, aber auch passenderweise, nicht der pompöseste des Abends, aber schön und berührend war er dennoch.

12. Aserbaidschan

Skeletons von Dihaj
Musik: Isa Melikov
Text: Sandra Bjurman

Also als allererstes: Was macht dieser Mann mit dem Pferdekopf da oben auf der Leiter? Ernsthaft, was soll das? Das hat doch 0 mit dem Song zu tun! ^^
Die Tafel mit den Ausschnitten aus dem Text war aber originell, auch wenn ich mir einen anderen Auftritt, ähnlicher zum Musikvideo, erwartet hätte. Das Lied gefällt mir durchaus, genauso wie die Stimme der Sängerin.

13. Kroatien

My Friend von Jacques Houdek
Musik: Jacques Houdek, Siniša Reljić, Tony Malm
Text: Jacques Houdek, Ines Prajo, Arjana Kunštek, Fabrizio Laucella

Ein Sänger, der mit einer sehr hohen und tiefen Stimme singen kann, für Kroatien auf Englisch und Italienisch singt und einen französischen Vornamen hat. Klingt doch alles logisch!
Ich habe ehrlich gesagt diesen Song nicht im Finale erwartet, da er innerhalb der ESC-Fangemeinde doch sehr viel „Hass“ abbekommen hat. Dennoch war er da und ich war überrascht, wie gut er mir doch gefallen hat. Vielleicht hat auch die Tatsache eine Rolle gespielt, dass ich erstaunt war, wie eine Person mit sich selbst ein Duett in zwei verschiedenen Sprachen singen konnte.

14. Australien

Don’t Come Easy von Isaiah
Musik und Text: DNA, Michael Angelo

Ja, auch dieses Jahr waren die sehr europäischen Australier wieder Teil des Gesangswettbewerbs. Leider haben sie mit einem selbstverliebten 17-jährigen Super-Eyebrow und einem mittelmäßigen Liebeslied nicht den Nerv von mir getroffen, den die Australier in den letzten zwei Jahren zu treffen vermocht haben. Schade, schade.

15. Griechenland

This is Love von Demy
Musik: Dimitris Kontopoulos
Text: Romy Papadea, John Ballard

So ein typischer Liebespopsong. Ne, danke. Nicht mit mir, Griechenland. Sowas haben wir genug, sowohl bei Eurovision als auch in der „normalen“ Musikszene.

16. Spanien

Do it for your Lover von Manel Navarro
Musik und Text: Manel Navarro, Antonio Rayo „Rayito“

Hawaii macht auch mit? Ach ne, ist nur Spanien. Ich mochte den Song von vornherein nicht und diese Meinung hat sich auch das Finale über nicht geändert. Der Titel alleine reicht mir schon, keine Lust mehr auf das Lied zu haben (Mach es für deinen Geliebten) und der Refrain, der eigentlich nur aus „Klatsche und mache es für deinen Geliebten“ besteht, hat mich auch zu nichts inspiriert. Vielleicht verstehe ich den Song mangels einer Geliebten auch einfach nur nicht. Wer weiß? 😛

17. Norwegen

Grab the Moment von Jowst
Musik: Joakim With Steen
Text: Jonas McDonnell

Ok, jetzt geht’s ab! Jeder ESC benötigt eine DJ-Nummer und hier ist sie! Wie meistens bei diesen Songs, gehe ich da auch gerne ab. Die Norweger mit ihren schwarzen Glitzermasken: Sehr sympathisch! ^^

Bevor der 18. Auftritt losging, wollten die Ukrainer mit Måns Zelmerlöw, einem der Moderatoren von letztem Jahr, in einem kleinen Clip Sympathie bei den Zuschauern erreichen.
Sorry, immer noch nichts ^^

18. Vereinigtes Königreich

Never give up on You von Lucie Jones
Musik und Text: Emmelie de Forest, Daniel Salcedo, Lawrie Martin

Emmelie de Forest ist zurück! Dieses Mal hat sie aber den Song komponiert und mitgeschrieben und tritt nicht auf. Dies übernimmt Lucie Jones für sie, die ihren Job auch souverän meistert.

19. Zypern

Gravity von Hovig
Musik und Text: Thomas G:son

Dieses Lied hat mir auch sehr gefallen und anders als erwartet, hat Hovig nicht so wie IMRI oder der Sunstroke Project-Sänger eine schiefe Tonleiter gefrühstückt. Ein sehr cooler Song, eine relativ gute Performance, eigentlich alles in allem also gut!

20. Rumänien

Yodel It! von Ilinca feat. Alex Florea
Musik: Mihai Alexandru
Text: Alexa Niculae

Wie kommt man, vor allem in Rumänien, auf die Idee zu jodeln? Und wie kommt man vor allem auf die Idee, Jodeln mit Rap zu verbinden? Man weiß es nicht, aber so schlecht scheint es anscheinend nicht zu sein. Mein vormaliger Platz 42 ist im Finale einige Plätze aufgestiegen, da ich gesehen habe, dass es anscheinend doch funktioniert. Nur der aufgezwungene Kuss am Ende war ein bisschen zu viel des Guten ^^

21. Deutschland

Perfect Life von Levina
Musik und Text: Lindy Robbins, Dave Bassett, Lindsey Ray

Wie man an den ersten Sekunden merken kann, haben hier Musiker mitgewirkt, die auch schon David Guetta bei einigen Songs geholfen haben. Titanium ist deutlich zu hören. Dennoch nimmt das Lied im Verlauf einen anderen Ton an. Leider haben sich meine schlechten Erwartungen bewahrheitet. Wir haben die falsche Sängerin mit dem falschen Song hingeschickt. Dass sie sich hätte aushusten müssen vor dem Auftritt oder ihr ein Glas Wasser wenigstens gut getan hätte, war wohl deutlich genug zu hören. Dieser Auftritt war für mich nach Israel der zweitschlechteste. Sorry!

22. Ukraine

Time von O.Torvald
Musik und Text: Zhenia Halych, Denys Miziuk

Schade, schade. Die Ukrainer hatten ein tolles Lied, aber haben die Chance vertan, einen coolen Auftritt hinzulegen. Vergleicht mal den Auftritt im Vorentscheid mit dem im Finale – Ich fand den ersteren deutlich besser!

23. Belgien

City Lights von Blanche
Musik: Pierre Dumoulin, Emmanuel Delcourt
Text: Pierre Dumoulin, Ellie Delvaux

Eine erstaunliche, junge Sängerin, die wir hier haben! Schon der zweite Auftritt am Abend, der mit Zweistimmigkeit glänzte, wenn auch mit Zurückhaltung, wie man feststellen musste die ersten Minuten. Ich musste mir den Song zwar auch erst mehrmals anhören, um „reinzukommen“, aber mittlerweile empfinde ich ihn durchaus als ziemlich gut 🙂

24. Schweden

I can’t go on von Robin Bengtsson
Musik und Text: David Kreuger, Hamed „K-One“ Pirouzpanha, Robin Stjernberg

Was ist das nur für ein Song und wieso wird er so abgefeiert?
Was soll ich denn bitte schön mit einem „I can’t go on, when you look so freaking beautiful“ anfangen? Richtig, nichts!
Herausgestochen an gesanglichem Talent oder einer tollen Melodie ist es auch nicht und Robins Gesicht ist mir unter seinem Helm beim Motorcross deutlich sympathischer.

25. Bulgarien

Beautiful Mess von Kristian Kostow
Musik und Text: Sebastian Arman, Borislav Milanov, Joacim Persson, Alexander V. Bley, Johan Alkanaes

Hey! Der 1417-jährige Wichtigtuer aus Bulgarien, der kaum Bulgarisch spricht! Na klar, kann er singen, aber an seinem Auftreten an sich muss der Junge noch deutlich arbeiten!

26. Frankreich

Requiem von Alma
Musik: Nazim Khaled
Text: Nazim Khaled, Alma

Ein sehr schönes Lied, gesungen von einer schönen Sängerin. Wie immer hört sich das Französische einfach bezaubernd an :3
Leider haben sie dem Refrain etwas unpassendes Englisch beigefügt, aber was soll’s? Man muss ja zugeben, dass ein kleines bisschen Englisch Frankreich bisher Glück gebracht hat, während Lieder mit einem Französisch-Anteil von 100% eher weniger gut abschnitten.

Große Pause und Votingzeit

Verka Serduchka, ein Flitzer während Jamalas Auftritt und die ehemalige ukrainische ESC-Gewinnerin Ruslana füllen die Votingzeit mit ihrem Gesang und ihrer Stimmung, die sie verbreiten wollen.

Votingergebnisse

Auch dieses Jahr wurden wieder 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10 und 12 Punkte von den Landerjurys an die einzelnen Teilnehmer verteilt. Deutschland hatte hierbei das Glück, drei Punkte von den Iren bekommen zu haben, ging aber ansonsten leer aus.
Darauf folgend, wie letztes Jahr, konnte jedes Land nochmal dieselben Punkte an Länder geben, diesmal aber nicht auf einer Jurymeinung basierend, sondern basierend auf den Stimmen der Zuschauer.
Die Punktesprecherin für die deutschen Jurypunkte war abermals Barbara Schöneberger und dieses Jahr waren diese folgendermaßen aufgeteilt:

1–>Ungarn
2–>Österreich
3–>Kroatien
4–>Schweden
5–>Australien
6–>Vereinigtes Königreich
7–>Niederlande
8–>Bulgarien
10–>Portugal
12–>Norwegen

Was mir gerade beim Durchgucken des Votings wieder einfällt: Die Moderatoren konnten anscheinend echt nicht so wirklich Französisch. Mal hatten wir es mit den korrekten „douze points“ zu tun, aber man kann ja auch mal „deuze points“ oder „duze points“ versuchen ^^
Wie auch immer: Dieses Jahr habe ich AN SICH nichts am Voting auszusetzen. Natürlich waren die Jurystimmen wieder mal etwas politisch, aber das überrascht ja niemanden.
Portugal hat durchaus verdient mit 758 Punkten gewonnen (über die Höhe kann man sich evtl streiten), dennoch bin ich unzufrieden, da ich das so sehr favorisierte Italien gerne zumindest vor Schweden gesehen hätte. Außerdem wurde auch Deutschland nicht Letzter! Das geht doch so nicht! xD
Immerhin weniger Punkte als letztes Jahr geholt 😛

Naja, das war der ESC 2017! Man kann sich schon auf den nächsten, ich nehme einfach mal an, in Lissabon freuen!
Bis dahin:
Danke fürs Lesen, schreibt eure Meinung zum ESC gerne in die Kommentare und bis bald! 🙂

Quelle (Beitragsbild):
https://de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2017#/media/File:Ukraine_Eurovision.png

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EM 2016

Hey Leute!
Es ist mittlerweile endlich soweit: Die EM 2016 in Frankreich findet statt! 😀
Das freut mich sehr und bisher habe ich auch jedes Spiel gesehen (wie man an meinem „Liveticker“ auf Twitter sieht ^^), was normalerweise nicht so viel Spaß macht, aber ihr wisst ja (evtl.) gar nicht, wie viel mehr Spaß es macht, ein Spiel anzugucken, wenn man dort mit Freunden gegeneinander tippt ^^ (ohne Geldeinsatz, der Sieger bekommt trotzdem irgendwas ^^)
Ich werde weiter gucken, bald kommt England-Russland. Mal gucken, ob mein Tipp (3:1) richtig ist oder nicht und wenn ihr keine Zeit habt zu gucken oder es alles lieber in Gefühlen und vagen Worten ausgedrückt haben wollt, dann lest einfach, was ich so darüber auf Twitter schreibe #Werbung xD

Das war es auch schon mit meinem random Blogpost 🙂
Seid ihr denn auch Fußballfans und wenn ja, hinter welcher Mannschaft steht ihr? Wie geht morgen das deutsche Spiel gegen die Ukraine aus? Gebt euren Tipp ruhig in den Kommentaren ab! Freue mich immer wieder darüber, etwas von euch zu lesen 🙂

LG,
GNB

ESC 2016-Review

Zum 61. Mal nun hat sich dieses Jahr der Eurovision Song Contest wiederholt. Dieses Mal lautete das Thema Come together.
Ausgetragen wurde der Musikwettbewerb im schönen Stockholm (Schweden), da Måns Zelmerlöw den letzten ESC in Wien (Österreich) mit dem Song Heroes gewonnen hatte.
Das Event fand in der Ericcson Globe Arena statt und wurde von Måns Zelmerlöw und Petra Mede moderiert.

Die Eröffnung

Dieses Jahr wurde nicht so viel Tra-Ra um die Eröffnung gemacht wie letztes Jahr. Es gab einen Countdown zum Start des ESC und ein paar Kamerabilder aus dem Backstagebereich, bevor plötzlich Töne von bekannten schwedischen DJs wie Avicii, Swedish House Mafia, Alesso und Galantis ertönten.
Ein Catwalk eröffnete sich, Models mit komischen Papierfetzenkleidern liefen mit jeweils einem Teilnehmer zwischen sich darauf herum. Dem Teilnehmer wurde mit Pfeilen gezeigt, wie er sich einzuordnen hatte. Bevor dies aber geschah, posierten die Models kurz vor der Kamera, der Ländername wurde verkündet (auf Englisch) und die Flagge relativ cool im Hintergrund eingeblendet.
Letztlich fühlte man sich aber bei diesem Prozedere eher wie auf einer Fashion Week….ich meine, die Kleider waren echt nicht viel besser als auf so mancher Modenschau xD
Letztlich bildeten alle Modeopfer eine Gasse, um die Moderatoren des ESC 2016 eintreten zu lassen.
Und dann ist alles ganz bunt und poppig, geradezu jung und frisch, genauso wie die Moderatoren vorne (ok, die Petra ist dann doch wieder ein bisschen älter), die mit ganz viel Humor an diese Eröffnung des ESC gehen.

Die Show
Postcards werden auch dieses Jahr wieder nicht von mir verlinkt, auch dadurch begründet, dass es diese noch nicht auf YouTube gibt.
Auf das Punktepapier wird dieses Jahr verzichtet, was nicht heißt, dass ihr keinen Überblick über meine Punkteverteilungen bekommt! Diese werdet ihr nämlich einem PDF-Dokument unten entnehmen können!

1. Belgien

Song: What’s the Pressure  by Laura Tesoro
Music: Sanne Putseys/Birsen Uçar
Lyrics: Sanne Putseys/Louis Favre/Yannick Werther
Auftritt: Die relativ hübsche Belgierin, die nicht nur Sängerin, sondern auch Schauspielerin ist, macht den Anfang mit einer relativ mittelmäßigen Nummer. Die Bühne ist von der Farbe gelb geprägt, das Outfit zu glitzern. Der Song selbst hat mich kaum mitgenommen.
Die Choreo war, wie sich später herausstellen sollte, im Gesamtkontext gesehen relativ gut, hat aber relativ wenige Punkte von mir erhalten, da ich dachte, dass da noch was viel Besseres kommen würde. Wie man sich täuschen kann….
19 Punkte dafür meinerseits.

2. Tschechien

Song: I Stand by Gabriela Gunčíková
Music: Christian Schneider/Sara Biglert
Lyrics: Aidan O’Connor/Sara Biglert
Auftritt: Die Bühne und der Song waren ganz ok und für die Choreo gab es die höchste Punktzahl. Wieso? Zu stehen, bei einem Lied mit dem Titel I stand ist einfach die perfekte Choreo. Das ist einfach mal ein Match 😀
31 Punkte

3. Niederlande

Song: Slow down by Douwe Bob
Music: Douwe Bob Posthuma/Jan-Peter Hoekstra/Jeroen Overman/Matthijs Van Duijvenbode
Lyrics: Douwe Bob Posthuma/Jan-peter Hoekstra/Jeroen Overman
Auftritt: Choreo war hier auch nicht vorhanden, wiederum sah die Bühne mit der Uhr am Boden echt schön aus und der Song hat mir eigentlich auch gefallen. Er soll mir aber bis zum Ende des Wettbewerbs nicht im Kopf bleiben.
22 Punkte

4. Aserbaidschan

Song: Miracle by Samra Rahimli
Music/Lyrics: Amir Aly/Jakke Erixson/Henrik Wikström
Auftritt: 
Auch sie tritt in einem Glitzer-Look auf, der ihr aber gut steht. Das Outfit passt sich perfekt an die Körperlinien an. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, wieso sie einer der besten in der Kategorie „Sex-Appeal“ bei mir war. Choreo gab es natürlich wieder nicht so richtig und der Song hat sich auch nicht so bei mir in die Ohren eingenistet.
21 Punkte

5. Ungarn

Song: Pioneer by Freddie
Music: Szabó Zé
Lyrics: Borbála Csarnai
Auftritt: Der Song war nicht allzu schlecht und das asymmetrisch geschnittene Hemd hat ihm gestanden. Die Bühne mit diesen Erdrissen hatte auch irgendwie etwas. Choreo aber auch hier: Fehlanzeige.
29 Punkte

6. Italien

Song: No Degree of Seperation by Francesca Michielin
Music: Fabio Gargiulo/Federica Abbate/Cheope
Lyrics: Francesca Michielin/Federica Abbate/Norma Jean Martine
Auftritt: Erstmal war ich ja erschreckt, dass der Songtitel plötzlich nicht mehr Italienisch war, wie in der Vorschau, sondern auf Englisch. Ich dachte jetzt, das gesamte Lied sei übersetzt worden. Dem war glücklicherweise nicht so. Die süße Francesca hat einen tollen Song vorgetragen, der abermals nicht mit einer Choreo überzeugen konnte. Wiederum hat die Bühne irgendwie zu ihr als eine Art Hippie gepasst.
32 Punkte

7. Israel

Song: Made of Stars by Hovi Star
Music/Lyrics: Doron Medalie
Auftritt: Ich mag Männer, die sich extrem schminken und dazu während des Auftritts noch extrem glitzern nicht. Tut mir leid. Außerdem mag ich den Song irgendwie nicht. Die Bühne wird im Laufe des Songs wenigstens mittelmäßig schön mit diesen digitalen Sternen.
12 Punkte

8. Bulgarien

Song: If Love was a Crime by Poli Genova
Music: Borislav Milanov/S. Arman/J. Persson/Johnny K. Palmer
Lyrics: Borislav Milanov/S. Arman/J. Persson/Poli Genova
Auftritt: Der Song war nicht so der Knüller, wenn auch ein guter Versuch. Das Outfit ist im Insgesamten eigentlich ein Verbrechen für ein jedes Auge, nicht die Liebe.
16 Punkte

9. Schweden

Song: If I were Sorry by Frans
Music/Lyrics: Frans Jeppsson Wall/Fredrik Andersson/Michael Saxell/Oskar Fogelström
Auftritt; Schon in der Postcard hat der Typ auf mich irgendwie arrogant gewirkt. Die hochgeleckten Haare beim Auftritt an sich hat dieser Erscheinung nicht gerade positiv entgegengewirkt. Die Bühne ist im Gegensatz zur Konkurrenz etwas zu einfach gehalten und der Song selbst klingt mir zu sehr nach Catch & Release von Matt Simons. Vergleicht mal! Da hört man eindeutig starke Parallelen!
5 Punkte

10. Deutschland

Song: Ghost by Jamie-Lee Kriewitz
Music: Anna Leyne/Thomas Burchia/Conrad Hensel
Lyrics: Anna Leyne
Auftritt: Kawaii-Jamie-Lee kam #straightouttaBennigsen, um am ESC teilzunehmen. Mitgebracht hat sie ihren VoG-Gewinnersong Ghost, den ich schon vor ihrem ESC-Auftritt sehr gerne gehört habe. Sie absolviert den Auftritt relativ souverän, die Bühne und ihr Outfit passen zu ihr. Nur an Choreo und Sex-Appeal fehlt es ihr. Aber was soll man da schon machen? Kommt ja eigentlich hauptsächlich auf die Musik an (zumindest sollte es das).
30 Punkte

11. Frankreich

Song: J’ai cherché by Amir
Music: Nazim Khaled/Amir Haddad/Johan Errami
Lyrics: Nazim Khaled/Amir Haddad
Auftritt: Auch hier kannte ich den Song im Vornherein und empfand ihn als sehr gut. Die Universumsbühne, auf der er so gesurft ist, hat mir auch sehr gefallen. Außerdem habe ich die Mischung aus Französisch und Englisch sehr genossen. Etwas schade fand ich die Abänderung der ESC-Version im Gegensatz zur Normalen, nicht etwa durch Kürzung, sondern durch Erweiterung um einen Teil der vorher nicht vorhanden war. Aber naja, tat der Qualität des Songs nichts zum Abbruch.
30 Punkte

12. Polen

Song: Colour of your Life by Michał Szpak
Music: Andy Palmer
Lyrics: Kamil Varen
Auftritt: Ohne ne Choreo, ordentliche Bühne oder Sex-Appeal kommt man einfach nicht weit. Da hilft auch der mittelmäßige Song oder das außergewöhnliche Aussehen nichts.
11 Punkte

13. Australien

Song: Sound of Silence by Dami Im
Music/Lyrics: DNA
Auftritt: Viele fragen sich, wieso Australien immer noch teilnehmen darf. Die sind doch keine Europäer! Es waren höchstens mal welche ^^
Ja, sie haben halt eine große ESC-Fan-Gemeinde und zahlen TV-Gelder. Wieso also nicht einladen? 😀 Ich meine, seither haben sie die Qualität der ESCs auch immer gesteigert, wenn sie teilgenommen haben ^^ Nun aber zurück zum Thema:
Der Auftritt hat mir an diesem Abend am besten gefallen. Die Bühne war schick, genauso wie das Outfit, es gab eine mittelmäßige Choreo und der nicht so stille Song über den Klang der Stille hat mir gefallen.
33 Punkte

14. Zypern

Song: Alter Ego by Minus One
Music/Lyrics: Thomas G.Son/Minus One
Auftritt: Der Song ging eigentlich, die Bühne und die Outfits hatten was.
28 Punkte

15. Serbien

Song: Goodbye (Shelter) by Sanja Vučič
Music/Lyrics: Ivana Peters
Auftritt: Ne, der Song ging nicht so richtig ab für mich, ebenso das Outfit. Schade.
So gibt’s leider nur 16 Punkte

16. Litauen

Song: I’ve been waiting for this Night by Donny Montell
Music/Lyrics: Jonas Thander/Beatrice Robertsson
Auftritt: Das war alles so mittelmäßig. Bis auf den Song. Der war nicht gut. Mittelgut ist zumindest das Outfit gewesen, aber das hat letztendlich auch nicht mehr herausgerissen.
17 Punkte

17. Kroatien

Song: Lighthouse by Nina Kraljić
Music/Lyrics: Andreas Grass/Nikola Paryla
Auftritt: Das Outfit war mal etwas anderes, was ich sehr gut fand. Die Frisur hat mich aber leider an die Frau Krone-Schmalz errinert xD
Ansonsten auch eher mittelmäßig im Insgesamten, wobei Bühne und Choreo ja mal überhaupt nicht richtig vorhanden waren. Außerdem wurde ihre Stimme im Refrain sehr schräg.
Trotzdem noch 23 Punkte

18. Russland

Song: You are the only One by Sergey Lazarev
Music: Dimitris Kontopoulos/Philip Kirkorov
Lyrics: John Ballard/Ralph Charlie
Auftritt: 
Zusammen mit Australien der beste Auftritt des Abends. Die Bühne wie letztes Jahr der Zelmerlöw zu benutzen, hat nur bei diesem Auftritt so gut geklappt wie es klappen sollte, das Lied war auch ganz gut an sich. Dies hat sich auch in den Zuschauervotings niedergeschlagen, aber dazu kommen wir ja noch später.
33 Punkte

19. Spanien

Song: Say Yay! by Barei
Music/Lyrics: Barei/Rubén Villanueva/Victor Pùa
Auftritt: Der Song war ganz ok und es gab eine Choreo, was man sehr zu schätzen wissen muss bei dieser Ausgabe des ESC.
28 Punkte

20. Lettland

Song: Heartbeat by Justs
Music/Lyrics: Aminata Savadogo
Auftritt: Ein mittelmäßiger Song mit mittelmäßiger Bühne, dazu kaum Choreo, aber dafür mit einem ihm stehendem Outfit und einem, wenn ich mich in eine Frau hineinversetzen müsste, gewissen Sex-Appeal-diese Dinge zusammengenommen verhelfen ihm zu 26 Punkten.

21. Ukraine

Song: 1944 by Jamala
Music/Lyrics: Jamala
Auftritt: Yay! Ein politisches Lied! Und danach hat sie sogar noch gewonnen! *kotz*
Das alles war auch nur schlechtes Mittelmaß und dann auch noch hochpolitisch, was eigentlich verboten ist beim ESC. Aber scheiß drauf, trotzdem erlauben und eine schlechte Show abziehen. Nur die Bühne war etwas besser zu bewerten.
21 Punkte

22. Malta

Song: Walk on Water by Ira Losco
Lyrics/Music: Molly Pettersson-Hammar/Lisa Desmond/Tim Larsson/Tobias Lundgren/Ira Losco
Auftritt: Bühne und Choreo der schwangeren Sängerin waren nicht vertreten an diesem Abend. Der Rest mal wieder – mein Lieblingswort in diesem Beitrag anscheinend – Mittelmaß.
22 Punkte

23. Georgien

Song: Midnight Gold by Young Georgian Lolitaz feat. Nika Kocharov
Music: Kote Kalandadze/Thomas G.Son
Lyrics: Kote Kalandadze
Auftritt: Auch wenn ich ihn mit gleich vielen Punkten wie den schwedischen Beitrag bewertet habe, war dieser Beitrag an sich noch schlechter. Hauptsächlich deswegen, da zu viel und zu stark mit Licht gespielt wurde, was mir ein Übelkeitsgefühl verursacht hat (und ich bin nicht Epileptiker, ich kann eigentlich viele Lichteffekte aushalten).
5 Punkte

24. Österreich

Song: Loin d’ici by Zoë
Music/Lyrics: Christof Straub/Zoe Straub
Auftritt: Eine richtige Grinsebacke ist ja hier aufgetreten mit einem sehr schönen französischen Song 🙂
Leider hat es am Ende an Bühne und Outfit gehapert.
24 Punkte

25. Vereinigtes Königreich

Song: You’re not Alone by Joe and Jake
Music/Lyrics: Matt Schwartz/Justin J. Benson/S. Kanes
Auftritt: Ich fand den Song persönlich einfach nicht schön und auch hier hat es an Choreo gefehlt. Deshalb nur 17 Punkte.

26. Armenien

Song: Love Wave by Iveta Mukuchyan
Music: Lilith Navasardyan/Levon Navasardyan
Lyrics: Iveta Mukuchyan/Stephanie Crutchfield
Auftritt: Ich fand den Song ganz ok eigentlich. Das Outfit hat ihr gestanden, etwas Choreo gab es auch, die Sex-Appeal-Punkte hat sie sich auch als einer der wenigen geholt.  Alles in allem 29 Punkte.

Große Pause und Votingzeit

Nun ist die Veranstaltung schon fast ganze zwei Stunden alt. Zeit für eine Pause! Diese ist gespickt mit einem Sketch von Ian McKellen und Derek Jacobi, einer Erklärung des Votingsystems, , einem Auftritt von Justin Timberlake und der Geschichte des schwedischen Pops. Außerdem ist auch dieses Mal die diesjährige Junior-ESC-Gewinnerin interviewt worden, die dieses Mal nicht aus Italien sondern Malta stammt. In einem Song der Moderatoren namens Love Love Peace Peace, eigentlich der beste Auftritt des gesamten ESC-Abends wurde des Weiteren die Formel für den besten ESC-Song offenbart. Plötzlich mischt sich auch noch die lustige „offizielle“ Pressesprecherin der EBU, Lynda Woodruff, ein. Ein bisschen kichern konnte man auf jeden Fall ^^
Natürlich wurde der obligatorische Auftritt des Vorjahresgewinners mit seinem Song nicht vergessen, dieser folgte einem Einspieler, welcher zeigen sollte, wie besessen die Schweden vom ESC sind, auf den Fuß.

Votingergebnisse

Nach 2 Stunden, 52 Minuten und 37 Sekunden beginnt dann die Bekanntgabe der Votingergebnisse der Jurys.
Dieses Jahr war das Votingsystem nämlich etwas anders. 50% der Stimmen entfielen auf die nationalen Jurys, die 1-12 Punkte (außer 9 und 11) an ihre jeweiligen Favoriten gegeben hatten. Die anderen 50% kamen von den Zuschauern. Diese haben auch 1-12 Punkte (außer 9 und 11) an ihre Favoriten gegeben. Die durchschnittliche Anzahl an Punkten für ein Land an ein Land wurden aus den einzelnen Ländern für ein Land zusammengerechnet und wurden am Ende aufaddiert. So sollte das ganze Voting gerechter und spannender werden.
Die Juryergebnisse wurden von den Punktesprechern angesagt, die Zuschauerergebnisse von den Moderatoren. Die deutsche Punktesprecherin war mal wieder Barbara Schöneberger.

Die deutsche Jury bewertete letztlich folgendermaßen:
1–> Litauen
2–> Lettland
3–> Italien
4–> Niederlande
5–> Belgien
6–> Australien
7–> Ukraine
8–> Georgien
10-> Schweden
12-> Israel

Es folgt: Meine Senf zu den Votingergebnissen!
Ich danke dem neuen Votingsystem, dass es offenbart hat, wie politisch diese Veranstaltung ist! Dies konnte man daran sehen, dass die meisten Jurystimmen aus dem Osten zumeist nicht nach Russland gingen, wiederum fast alle Zuschauerstimmen, und die meisten Jurystimmen aus dem Westen nach Australien, einem Land, welches mit Europa kaum was zu tun hat und man somit keine politischen Probleme erwarten dürfte, wenn man dieses Land zum Sieger kürt. Ich will mich nicht der russischen Theorie anschließen, dass sie „um den Sieg gebracht wurden“, aber ich glaube trotzdem, dass diese Veranstaltung dieses Jahr wieder mal sehr, sehr stark gezeigt hat, wie politisch diese Veranstaltung ist. Wieso musste ausgerechnet ein politischer Song, der Russland absichtlich provoziert hat, gewinnen? Wieso ein hochpolitischer Song, der noch nicht mal megagut klang, aber dafür Jamie-Lee auf den letzten Platz mit mickrigen 11 Punkten (zum Vergleich: Ukraine hatte am Ende 534 Punkte) schicken, trotz einer soliden Performance?
Ist meiner Meinung nach nicht verständlich und ich kann deshalb auch den Unmut der Russen als auch der Deutschen verstehen.
So soll der ESC eigentlich nicht sein!
Auch sehr schade fand ich im Gesamtbild der Show, dass sich Måns und Petra echt viel Mühe gegeben haben, diesen ESC zu einem sehr guten ESC zu machen, doch leider fehlte es allgemein an guter Musik. Es gab eigentlich keine herrausragenden und nur 4, 5 gute Songs und das ist zu wenig. Stockholm 2016 hätte Kopenhagen 2014 als besten Song Contest aufholen können, sie haben es aber leider nicht geschafft.

Nun ja, mal gucken wie der ukrainische ESC nächstes Jahr wird. Ich tippe auf „noch politischer als die Jahre zuvor“, aber selbst wenn, wird die Musikauswahl hoffentlich etwas besser sein.

Bis dahin wünsche ich euch noch einen schönen Tag/Abend/was_auch_immer und LG,
GNB 🙂

Endergebnisse (Top 5)

  1. Ukraine (534 Punkte)
  2. Australien (511 Punkte)
  3. Russland (491 Punkte)
  4. Bulgarien (307 Punkte)
  5. Schweden (261 Punkte)

Meine Bewertungen

Mein Voting (PDF)

Wenn politische Gesinnung eigenartig wird

Ich habe Freunde bei Facebook(wie hoffentlich jeder, der auf Fratzenbuch unterwegs ist), doch bei einem frage ich mich seit nunmehr einem Jahr, welcher politischen Gesinnung er eigentlich ist.
Vor allem seit der Krim-Krise ist er sehr US-feindlich und Russland-freundlich eingestellt(obwohl er findet, dass beide Seiten Kindergarten betreiben). Gut. Unsere Berichterstattung über Krisen wie diese ist wirklich sehr subjektiv aus westlicher Sicht und ich hätte den Vorschlag der Sowjetunion 1945 unterstützt, aus Deutschland einen demokratischen, aber politisch neutralen Staat zu machen, doch muss man nicht abdrehen und NUR aus den Ost-Ukrainern Engel machen und aus den West-Ukrainern Teufel, die alle Nazis seien(Sieg Heil Ukraine wird leider z.T. die Jugend gelehrt).
Widerrum ist da noch sein schwarzer Humor. Auf Facebook gibt es so Seiten, wie „Polandball“ oder „IV Reich Ball“, welche mit stark nationalistischem Humor bei vielen Leuten Punkten. Das ist rechts.

Ist das Mitte? Rechts und links sein? Oder sagt Humor überhaupt nichts über politische Gesinnung aus?
Ich finde es halt extrem, dass eine Person anscheinend SOWOHL rechts ALS AUCH links sein kann.  Und das ist auch der Grund, wieso mich die Person etwas nervt. Mich nervt dieses Amerika runtermachen, auch wenn ich dafür wäre, unsere Medien etwas neutraler zu machen. Den schwarzen Humor finde ich ZUM TEIL auch lustig, doch habe ich immer Bedenken, wenn ich darüber lache oder einfach nur schmunzel, denn ich stelle mir dann die Frage: Ist das richtig, was ich tue? Darf ich überhaupt darüber lachen/schmunzeln oder ist das eigentlich schon so extrem, dass ich es theoretisch melden müsste?

Ich mache mir Sorgen.