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Vor dem Suizid: Gründe sammeln; Nach dem Suizid: SpuBe rufen

Ja, ich gebe zu, dies ist eine relativ provokante Überschrift. Sie wirkt aber auch gleichzeitig geradezu lächerlich, wenn man das Thema dieses Beitrags nennt.

Dieses Mal ist es ein „Sammelpost“ zu zwei Serien, die ich gesehen habe und hier kurz bewerten möchte. Zum einen habe ich Thirteen Reasons Why (oder Tote Mädchen lügen nicht) gesehen und zum anderen den Tatortreiniger. Unterschiedlicher könnten die Serien nicht sein.

Erstere erzählt vom 17jährigen Mädchen Hannah Baker, welche sich umgebracht hat. Auf 13 Kassetten(seiten) hat sie die 13 Gründe aufgenommen, die zu ihrem Tod geführt haben. Dies sind immer Ereignisse, die aber stark von jeweils einer Person abhängen.
Einer dieser Personen ist Clay Jensen, welcher ein Mitschüler und Arbeitskollege von ihr war und außerdem ziemlich verliebt in sie gewesen ist, sodass ihn es wohl fast am schwersten trifft, dass er auch Teil ihres „Suizidnetzes“ sein soll.
Die Serie ist ziemlich gut gemacht. Schnitte, Lichtunterschiede, Unterscheidungen zwischen Vergangenheit (Was die Kassette erzählt) und Gegenwart, Charakterentwicklung sind nennenswert. Außerdem hat man mit dem Protagonisten Clay eine Person mit der man sich identifizieren kann (ich zumindest).
Man merkt den Schmerz Hannahs, aber auch Clays und anderer Charaktere und es gibt jede Menge „Trigger“.
Damit meine ich sowohl welche in der Story, die mich – Gott sei Dank bin ich derzeit so gut wie alleine in der Wohnung und vor dem Fernseher – die Charaktere anflehen lassen hat, Dinge zu tun oder nicht zu tun, aber auch welche, vor denen man gewarnt sein sollte eventuell.
Es war mir zwar schon vorher klar, aber ich glaube, auch wenn das jetzt bestimmt voll komisch und vllt. offensichtlich klingt, diese Serie hat mir erst gezeigt, dass ich nicht dazu fähig bin, Vergewaltigungen und tatsächlichen Suizid zu sehen.
Richtig gelesen: Wer ausschließen möchte, jemals in seinem Leben eine (wenn auch gespielte) Vergewaltigung zu sehen oder auch den Prozess des Pulsaderaufschneidens, dem sei diese Serie nicht ans Herz gelegt. Selbiges gilt für Leute, die sich nicht mit Depressionen und „Teenage Angst“ auseinandersetzen wollen.
Übrigens finde ich es bemerkenswert, dass es angeblich eine erhöhte Selbstmordrate in den USA gegeben haben soll nach Erscheinen dieser Serie, da ich persönlich finde, dass mich diese Serie wohl eher abgeschreckt hätte, Selbstmord zu begehen. Wiederum kann ich wohl kaum was dazu sagen, da ich – glücklicherweise – nicht selbstmordgefährdet bin.

Diese Serie hat auch ihre 7/10 Punkte verdient.

Nun kommen wir zum anderen Protagonisten dieses Posts: Dem Tatortreiniger. Dieser muss nämlich antanzen, nachdem ein Mord geschehen ist, egal ob selbstverschuldet oder nicht.
Gespielt wird der „Spurbeseitiger“ (SpuBe = Spurbeseitigung übrigens) Heiko Schotte a.k.a. Schotti von Bjarne Mädel, welcher ein lustiger Schauspieler ist.
In der Sendung geht es aber nicht nur ums Putzen, meist sogar hauptsächlich nie wirklich. Es geht eher um das Drumherum. Themen wie Homosexualität, Spiritualität, Memento Mori, Liebe, Leistungsdruck, Autismus u.v.m. werden in Gesprächen zwischen Schotti und einer Person, die ihn während seines Putzauftrags beobachtet behandelt.
Die Komik ist genial und der Charakter des Schotti ist nachvollziehbar und echt.
Diese deutsche Produktion (des NDR) hat mir richtig Spaß gemacht und für diese gibt es sogar 8/10 Punkten.

Das war es nun wieder. Ich hoffe, dass euch auch mal solch ein Sammelpost gefallen hat. Es hat einfach gerade gut gepasst 😀

LG,
GNB

Und plötzlich bist du der mächtigste Mann der Welt – Designated Survivor

Die vierte Staffel von House of Cards ist draußen, aber noch kann man sie nicht sehen, wegen einer komischen Gesetzeslage in Deutschland.

Also was soll man sonst gucken?
Vor ein paar Monaten habe ich über den Pietcast von der Serie Designated Survivor erfahren und prompt habe ich sie mir auch angesehen! Leider wurde dann immer nur wöchentlich eine Folge veröffentlicht, sodass ich schnell meinen Antrieb verlor, weiterzugucken [ungestilltes Bingewatch-Gefühl], aber jetzt sind alle Folgen da und ich habe sie aufgesaugt.

Die Serie ist ein Polit-Drama und Krimi und beginnt damit, dass das Kapitol in Washington D.C. bei der Rede zur Lage der Nation in die Luft gesprengt wird.
Durch den Tod aller Regierungs- und Kongressmitglieder tritt ein Gesetz in Kraft, welches einen designierten Überlebenden zum Präsidenten der Vereinigten Staaten macht. In diesem Falle war Tom Kirkman (Kiefer Sutherland) entsprechender Überlebender.
Er war vorher ein normaler Familienvater ohne großartige Führungsqualitäten, welcher vom vorherigen Präsidenten zum Wohnungsbauminister ernannt wurde – ein relativ unwichtiger Posten.
Nun ist er plötzlich US-amerikanischer Präsident und muss sich den innenpolitischen und außenpolitischen Gefahren erwehren.

Zur Hilfe kommen ihm einige Leute, doch in Folge von FBI-Ermittlungen zum Anschlag auf das Kapitol kommt irgendwann die Frage auf: Wem kann er überhaupt noch trauen?

Meiner Meinung nach ein gut gefilmtes und zu Teilen spannendes Stück Fernsehen. Vorbereitungen für eine 2. Staffel, die sich in der Theorie ja ausschließen würde, wurden pfiffig getroffen. Auf jeden Fall für jeden, der auf House of Cards oder Navy: CIS steht einen Blick wert.

Abschlussbewertung: 7/10 Punkte

LG,
GNB

E3 2017

Wie jedes Jahr eröffnet Mitte Juni in Los Angeles die größte Videospielmesse der Welt: die E3 (Electronic Entertainment Expo).

Die wichtigsten und interessantesten Teile der (eigentlichen) Fachmesse stellen hierbei die Konferenzen großer Konsolenhersteller und Publisher dar.
Den Beginn, offiziell außerhalb der E3, hat am Samstag Electronic Arts (EA) mit ihrem Event „EA PLAY“ gemacht.
Leider hat der US-amerikanische Publisher das Problem, sehr berechenbar zu sein. So hat es neben den üblichen Sportspielen auch Infos für eine Erweiterung für Battlefield 1 (Erweiterung um die Ostfront des 1. Weltkriegs) gegeben.
Den meisten sollte der nächste Teil des Star-Wars-Shooters Star Wars Battlefront gefallen haben, für den es auch ausreichend Gameplay bei der Präsentation gab.
Zwei weitere Spiele konnten als Neuankündigungen verbucht werden: A Way Out – ein Koop-Ausbruch-Spiel – und Anthem, welches aber nur geteasert wurde und später auf der Xbox-PK ausreichend vorgestellt.
Mein Fazit zu EA PLAY: Nicht sehr viel Überraschendes und die Show war auch eher meh.

Am nächsten Tag startet Xbox mit der ersten „richtigen“ E3-PK die Messe. Am 7. November soll die sogenannte Xbox One X erscheinen, welche zum Erscheinungszeitpunkt die stärkste Konsole der derzeitigen Generation sein wird (und somit auch für 499€ verkauft werden kann).
Sie ist mit einem speziellen Chip ausgestattet, welcher es zulässt, dass Spiele in 4K (Ultra-HD) bei 60 fps (Frames pro Sekunde) gespielt werden können.
Porsche nutzte hierbei den Releasetitel Forza Motorsport 7 aus, um auf der Xbox-Bühne ihren neuen 911 vorzustellen.
Ansonsten wurden einige Spiele vorgestellt, die mich nicht sonderlich interessiert haben, bspw. Metro Exodus, eine Fortsetzung einer Spielereihe, die auf den Metro-Büchern von  Dmitry Glukhovsky beruht.
Ganz am Schluss folgten nicht-exklusive Xbox-/Windows-Titel, wobei hier Ori and the Will of the Wisps, eine Fortsetzung zu Ori and the Blind Forest, sowie Life Is Strange: Before the Storm, ein Prequel zu meinem Lieblingsspiel Life Is Strange, angekündigt wurden.
Mein Fazit zur Xbox-PK: Mit der Konsole kann ich mangels 4K-Fernseher und mangels Spielen, die mich interessieren, nichts anfangen, aber Life Is Strange hat mich nochmal wach gemacht gehabt und ich freue mich schon darauf, es ab dem 31.08.2017 spielen zu können, auch wenn die Entwickler, Autoren und Synchronsprecher, also eigentlich alles, anders sein werden.

Die Nacht durchgehalten bis zur Bethesda-PK habe ich nicht, weshalb ich sie mir im Nachhinein ansehen musste.
Viel ist dazu aber nicht zu sagen. Neben den Neuankündigungen The Evil Within 2 und Wolfenstein 2 wird Skyrim abermals verwurstet. Dieses Mal in VR und als Version für Nintendo Switch.
Das Fazit ist somit schnell gefällt: Ging so, aber eher weniger gut.

Als Spaß-PK für zwischendurch folgte gleich nach Bethesda Devolver Digital. Diese haben aber nicht ernsthaft irgendwas vorgestellt, sondern sich eher über die anderen lustig gemacht.

Am Abend des Montags folgte nun ein Marathon an PKs, welcher PC Gaming (powered by Intel) beginnen konnte. Nur war da nichts sonderlich Interessantes dabei, also hat man das Geplänkel ausgesessen und auf Ubisoft gewartet.

Der französische Spielehersteller und Publisher hat sich bei dieser Veranstaltung nicht nur mit den sympathischen Entwicklern und Chefs mit ihrem lustigen, französischen Englisch geblümt, sondern auch mit Gästen wie Shigeru Miyamoto, welcher zusammen mit Ubisoft-Chef Yves Guillemont das Crossover-Kampfspiel Mario+Rabbids: Kingdom Battle vorgestellt hat.
Ein neuer Assassin’s Creed-Teil durfte natürlich auch nicht fehlen. AC: Origins wird im alten Ägypten spielen. Zum Schluss wurde ein interessant aussehendes Beyond Good&Evil angeteasert.
Mein Fazit: Die bis zu diesem Zeitpunkt beste PK mit interessanten Titeln und sympathischen Menschen.

Auf Ubisoft folgte eine lange Pause bis 3 Uhr morgens am Dienstag, wo Playstation auf ihre Präsentation gewartet hat. Leider haben sie kaum (neue) interessante Titel angekündigt, sondern einfach nur ihr Programm vom letzten Jahr mit bspw. Spiderman und Detroit vertieft. Last Of Us 2 hat gar keine Erwähnung gefunden, was wohl das Enttäuschendste an der ganzen Veranstaltung war.

Mit niedrigen Erwartungshaltungen ging man nun also in die letzte Präsentation am heutigen Dienstagabend. Nintendo war dran und wollte nur 25 Minuten an Informationen liefern. Dies haben sie aber sehr gut gemacht.
Ein neues Metroid ist genauso in Entwicklung wie ein Hauptspiel der Pokémon-Reihe. Zelda bekommt zwei neue DLCs spendiert, ein neues Kirby– und ein Yoshi-Spiel werden auf den Markt kommen und auch 3rd-Party-Games wie Fifa, Skyrim und Rocket League finden ihren Weg auf die neueste Nintendo-Konsole.

Somit komme ich zum Schluss, dass Nintendo die E3 gewonnen hat, vllt. auch etwas dank Sony, welche eine so enttäuschende Präsentation abgeliefert haben, dass man mit so niedrigen Erwartungshaltungen an die Nintendo Spotlight heranging, dass man kaum enttäuscht werden konnte.

The Boss Baby – Rezension eines Unternehmens

Bildergebnis für The Boss Baby

OT/DT: The Boss Baby
Genre: Animation/Komödie
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2017
Regie: Tom McGrath
Drehbuch: Michael McCullers
Cast: Alec Baldwin/Jimmy Kimmel/Toby Maguire/u.a.
Länge: 98 Minuten
Altersfreigabe: FSK 6

So langsam ist es schon gefühlt ein Running Gag, aber auch diesen Film habe ich durch einen Trailer, der bei YouTube als Werbung gespielt wurde, gefunden. Schon vor einiger Zeit wurde mir dieser gezeigt und ich fand ihn persönlich witzig.
Leider muss man sagen, dass das auch, so wie oft gewollt, die witzigsten Szenen des Films waren.

Aber jetzt mal von Anfang an:
Der Film handelt vom Einzelkind Tim Templeton. Er lebt ein glückliches Leben und ist geschockt vom elterlichen Vorschlag eines Brüderchens. Die Eltern mehr oder minder unbeeindruckt zeigen ihm nun am nächsten Tag aber seinen neuen kleinen Bruder: Boss Baby. Ein Baby, welches in Anzug gekleidet, sich wie ein Erwachsener verhält, tatsächlich sogar eine Art Abteilungsleiter bei der so genannten „Baby Corp.“ ist und versucht herauszufinden, wieso Welpen heutzutage mehr Aufmerksamkeit als Babys von Menschen bekommen. Dies schadet schließlich dem Markt, da „Baby Corp.“ wortwörtlich vom Absatz von Babys lebt.
Alles, was man in Sexualkunde gelernt hat, ist eine Lüge!

Nach ein bisschen Auf und Ab, einigen Witzen über Pupsen oder Ersetzen von Schimpfwörtern durch „kacken“, „pupsen“ und „kotzen“ und manchen Witzen, die nur Erwachsene verstehen, ist der Film eigentlich mit dem erwartbaren Ende vorbei, dass – SPOILER – Boss Baby WIRKLICH der neue Bruder Tims wird, weil sie sich ja so sehr lieben und so – SPOILER ENDE -.

Ich war mit meiner Schwester und einer Freundin von ihr im Kino und bin nicht wirklich angetan vom Film. Ich bin einfach nicht der Freund dieser „Pups-Kack-Kotz“-Witze und finde, dass man Kinder durchaus auch anders unterhalten könnte, aber nun gut.
Der Trailer, wie oben erwähnt, hat eigentlich alles Witzige schon vorweg genommen (deshalb auch nicht den Großteil der schlechten Witze oder Erwachsenenwitze erwartet) und letztlich hätte man das Geld auch anders verwenden können.

Abschlussbewertung: 5/10 Punkte

Quelle (Filmcover): http://www.dreamworks.com/thebossbaby/
Letzter Zugriff: 20.04.2017, 13:30 Uhr

„Das Biest kennt keine Gnade“ – Ultimate Beastmaster (Germany)

Bildergebnis für Ultimate Beastmaster

Das war ein Spektakel.
Die Serie Ultimate Beastmaster, welche von Netflix produziert wurde und eine Länge von 10 einstündigen Folgen hat, ist ein Sportwettbewerb, bei dem Athlethen gegen einen Parkour, welcher „The Beast“ getauft wurde, antreten müssen.
Die Besonderheit an der Serie ist, dass es sechs Ableger gibt, die alle zeitgleich ausgestrahlt wurden und auch dasselbe zeigen, nur mit anderen Kommentatoren, welche aus den Ländern kommen, aus denen die Teilnehmenden auch angereist sind.
Diese Länder aufgezählt:
USA, Südkorea, Deutschland, Japan, Mexiko, Brasilien.

Es geht um den „Nationalstolz“ und „Ruhm“ und, nicht zu vergessen, um bis zu 60.000$ Preisgeld.
Das klingt ja an sich nicht schlecht, doch leider hat mir nicht alles an der Show gefallen.
Beispielsweise das Hervorheben des „Nationalstolzes“ und diese Übertreibung der Wichtigkeit des Wettbewerbs.
Ja, die Show ist in den USA produziert worden und ja, bei Sportwettkämpfen wird gerne auch mal mit der Bedeutsamkeit des Ereignisses übertrieben, aber es ist einfach so unglaubwürdig, vor allem aus deutscher Sicht, wo man solch einen übertriebenen Nationalstolz, wie sie die Amerikaner oder auch Mexikaner haben, einfach nicht nachvollziehen kann, selbst wenn man verhältnismäßig „nationalstolz“ ist.

Die Kommentatoren der Sendung, die von Dave Broome und Sylvester Stallone produziert wurde, waren Athlethen, Schauspieler, Komödianten und Moderatoren. Für Deutschland haben Hans Sarpei und Luke Mockridge kommentiert.
Leider muss ich hier zwei Sachen bemängeln.
Zum einen waren die Kommentare sehr, sehr repititiv. Natürlich kam auch sportlich fast immer dasselbe vor, aber eine größere Wortwahl hätte den Moderatoren gut gestanden.
Nun weiß ich aber nicht, ob das ein deutsches oder allgemeines Problem ist, da Netflix einen davon abhält, die anderen Ausgaben von Ultimate Beastmaster zu schauen, was ich sehr, sehr schade finde.
Ich hätte gerne auch mal dauerhaft die koreanischen Kommentatoren (bspw.) mitbekommen und nicht nur in diesen zusammengeschnittenen, kurzen Szenen.
Nun muss man bedenken, dass jede Ausgabe so gesehen eine eigene Show ist. Nun gut, aber evtl. Untertitel in den Sprachen, die noch antreten? Ist das wirklich zu viel verlangt?
Anscheinend leider ja. Wie gesagt, mich hätten die anderen Ausgaben von der Show auch interessiert.

Mal zum Parkour an sich:
Die Kommentatoren sprachen immer von einem „realen Videospiel“. Wie Super Mario springt und klettert man durch vier „Level“ des Biestes, welche die Innereien dessen darstellen sollen.
Was mir hier aufgestoßen ist, ist der Fakt, dass in verschiedenen Folgen die Schwierigkeit immer anders war. Und damit meine ich nicht, dass das Finale schwieriger als „die normalen Folgen“ war.
Das ist ja gut, aber zwischen den Folgen sollte es nicht so viele Unterschiede geben und wenn, dann doch nicht mal ja, mal nein, sondern, dann soll jede Folge irgendwie anders sein.
Nun ja, war aber nicht so. Schade.

Der Schnitt der Folgen war zumeist in Ordnung. Eine Folge, ich weiß leider nicht mehr welche, war aber so schlecht geschnitten, dass man im Vordergrund die verstärkten Stimmen Hans‘ und Lukes hören konnte und dann nochmal das Original nur eine Sekunde später als „Echo“. Das hätte man besser machen können.
Auch besser machen können, hätte man das Intro.
Es ist einfach stinklangweilig, obwohl es Bock auf die Show machen soll. Es tut es aber nicht.
Nach anderen Intros habe ich mehr Bock auf das Nachfolgende als nach dem Intro von U.B.
Zuletzt dann noch der Name. Hätte man es nicht einfach bei „Ultimate Beastmaster“ belassen können? Ja, es ist die deutsche Version, aber dieses angestellte „Germany“ hintendran klingt einfach nur bescheuert.
„Ultimate Beastmaster“ und gut ist. Das Konzept, dass mehrere Nationen ihre eigene Show haben, wird in der ersten Folge bei der Erklärung der Show und des Parkours genug klar.

Trotz der vielen Kritik: Es hat mich unterhalten. Zumindest auf dem Level, wie es eine Gameshow erreichen kann und ja, man hat auch mit den Deutschen, vor allem, wenn sie sich gut angestellt haben, mitgefiebert (oder allgemein mit sehr guten Teilnehmern anderer Länder. Außer mit den überpatriotischen Amerikanern. Die fand ich zumeist zu arrogant/doof.).
Luke und Hans passen auch irgendwie da rein und manche von Lukes Versuchen witzig zu sein, klappen sogar.

Auf Netflix gab es von mir 3/5 Sternen, hier gehe ich also damit d’accord und vergebe 6/10 Punkten.

LG,
GNB

Quelle (UB-Logo):
http://ultimatebeastmaster.com/, 22.03.2017, 13:00 Uhr

House Of Cards

Ach wie schön ist Netflix und seine Netflix-Original-Serien!
Dazugehörig ist auch House Of Cards, eine Art Politdrama/Politthriller, welches von Francis „Frank“ Underwood und seiner Frau Claire handelt, welche sich in derzeit 4 erschienenen Staffeln an die Spitze der US-amerikanischen Politik kämpfen durch korrupte Machenschaften, Machtmissbrauch, Intrigen und Manipulation.
Dargestellt werden die Protagonisten von Kevin Spacey und Robin Wright, welche eine sehr gute Arbeit darin leisten, die Charaktere sehr tief wirken zu lassen und wirklich zu erreichen, dass man sich auch zuweilen als Zuschauer von den Underwoods bedrängt/gefährdet fühlt, obwohl es gleichzeitig faszinierend ist, wie sie es schaffen, ihre Pläne wegen ihres Talents zur Berechnung zu erreichen.
Unterstützt werden sie hierbei von loyalen Mitarbeitern, wie dem Stabschef Doug Stamper oder dem Pressesprecher Seth Grayson, welche entweder einfach keine Gnade und Moral zu kennen scheinen (aber dies gut verbergen) oder welche simpel gut mit der Presse umgehen können.
Wenn wir schon von der Presse, der „vierten Gewalt“ sprechen: Die Darstellung dieser in HoC wird in der realen politischen Welt als sehr realistisch eingestuft. Wenn man meint, vor niemandem auf der Hut sein zu müssen als Politiker, dann hat man noch nie die Presse kennengelernt.

Zur Musik: Allgemein ist die Musik von Jeff Beal komponiert worden. Ein besseres Intro als das von House Of Cards, habe ich in meiner kurzen Serienhistorie noch nicht bemerken können. Beal hat sehr gute Arbeit darin geleistet, die gesamte Serie, den gesamten Handlungsstrang an sich, teilweise auch alternierend, je nachdem in welcher Staffel das Intro spielt, mit der Musik einzufangen, ohne dabei das dominante Hauptintro mit den Zusätzen zu verschlechtern. Eher können diese zuweilen sogar bereichern (auch wenn ich weiterhin die Intros von Staffel 1 und 4 am besten finde).

Wo könnt ihr eine der Lieblingsserien von Barack Obama und, falls DAS euch noch nicht überzeugt hat, von mir nun ansehen?
Es gibt mehrere Möglichkeiten. Meines Wissens nach hat Sky sich in Deutschland die Erstausstrahlungsrechte gesichert und kann somit 6 Monate, bevor es Netflix tut, die Serie im deutschen (Pay-)TV senden. Außerdem kann man natürlich auf Netflix zurückgreifen, wo die Serie immer aktuell gehalten wird, wobei ich sogar glaube, dass selbst Amazon Prime diese Serie im Sortiment haben sollte. So leicht kommt man also an dieser Art von Programm nicht drumherum 😀
Aber ich gebe zu, die Serie ist nicht für jeden.
Man sollte schon gewillt sein, einen fast gar bösartigen Protagonisten zu akzeptieren und eventuell sich für Politik interessieren. Außerdem sollte man zumindest etwas Allgemeinwissen über die US-Politik und -Geschichte mitbringen. Muss auch kein allzu großes sein, da auch viele Sachen zumindest in Ansätzen nochmal erklärt werden oder in einen selbsterklärenden Kontext gesetzt werden.

Und nun, „go get it“ oder eher „go watch it“! Alleine für die Staffel 4 lohnt es sich (bitte aber vorher alle anderen Staffeln schauen, um nicht keine Ahnung zu haben, was in S4 passiert)!

Abschlussbewertung: 9/10 Punkten

Falls ihr auch eine Meinung haben solltet: Haut in die Tasten!
Ich bin froh hier wieder etwas mit Motivation geschrieben zu haben. Ich hoffe, dass ich das auch ein paar Mal zwischendurch weiterhin tun kann, nur leider wird jetzt auch die Uni in den Weg kommen, also verzeiht, wenn ich nur unregelmäßig schreibe (wobei ihr das eh von mir gewohnt sein müsstet :D)

LG,
GNB

Quelle (Titelbild):
https://de.wikipedia.org/wiki/House_of_Cards_(Fernsehserie)#/media/File:House_of_Cards_logo.svg
Letzter Abruf: Donnerstag, 20.10.2016, 23:24 Uhr

Hotel Transsilvanien 2

HotelTranssilvanien2
DT: 
Hotel Transsilvanien 2
OT: Hotel Transylvania 2
Genre: Animationsfilm
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2015
Regie: Genndy Tartakovsky
Drehbuch: Robert Smigel/Adam Sandler
Cast (im Originalton): u.a. Adam Sandler/Selena Gomez/Andy Samberg/Kevin James/Mel Brooks
Länge: 89 Minuten
Altersfreigabe: FSK 6

Wieder mal war u.a. die Schwester meines Halbbruders bei uns und irgendwie mussten wir sie ja auch wieder beschäftigen. Auf Dauer ist dies mit Gesellschaftsspielen und Aufpassen auf die ganz Kleinen nicht getan. Also sind wir abermals zum Kino gezogen um uns einen Film anzusehen, der glücklicherweise sowieso noch auf meiner „Must-Watch-Liste“ stand: Hotel Transsilvanien 2″!
Der Film beginnt mit der Hochzeit der nunmehr 124 Jahre alten Mavis und des 27-jährigen Johnny (unglaublich aus meiner Sicht, wo doch, außer von der Stimme her, kein Unterschied zum 21-jährigen Johnny besteht, den ich auch als maximal 18 eingeschätzt hätte). Ein Jahr später folgte das Kinderglück. Der kleine Dennis, von Dracula auch Denisovic genannt, wird geboren. Dieser aber scheint ein normaler Mensch zu sein. Anzeichen, dass er doch ein Vampir sein könnte, zeigen sich bis kurz vor seinem 5.Geburtstag nicht, müssen sich aber zeigen, damit er zumindest ein halber Vampir sein kann.
Graf Dracula setzt nun mit seinen Kumpanen (u.a. Frankensteins Monster) alles daran, „Denisovic“ seine vampirischen Fangzähne zu entlocken (das Zeichen dafür, dass er ein Vampir ist).
Der Film ist an sich süß gemacht, genauso wie der erste Film. Der Animationsstil und die Idee ist eigentlich recht gut. Leider wird teilweise doch sehr gezwungen versucht, witzig zu sein und es existiert auch in fast jeder Szene irgendein auffälliges Product-Placement (Xperia-Z-Handy, Vaio-Laptop usw.).
Anders als im ersten Film, wo ich die Zing(gesprochen Tsching)-Idee echt gut fand (also ewige Liebe auf den ersten Blick), wird diese Idee hier (auch zum Glück) nicht richtig verwendet. Deshalb aber fehlt hier so ein bisschen Substanz, die mich leider zum Schluss kommen lässt, dass ich den ersten Film besser fand. Er hatte irgendwie ein bisschen mehr Handlung und war auch auf eine Art und Weise niedlicher.
Somit meine…

Abschlussbewertung: 4/10 Punkte

LG und einen schönen Abend,
GNB

Sturz der Titanen by Ken Follett

sturzdertitanen
OT: Fall of Giants
DT: Sturz der Titanen
Autor: Ken Follett
Verlag: Bastei-Lübbe
ISBN: 978-3-4041-6660-2
Preis: 12,99€

Der erste Teil der „Jahrhundert-Trilogie“ von Ken Follett, die die Geschichte des 20.Jahrhunderts in schöne Romane verpacken soll, heißt „Sturz der Titanen“ und handelt von der Zeit vor, während und kurz nach dem Ersten Weltkrieg.
Die Handlung an sich spielt zum Großteil in Europa (Großbritannien(Wales und England), Frankreich(kriegsbedingt), Deutschland und Russland), doch später im Buch wird auch öfter nach Amerika gereist oder sogar zeitweise nach Asien.
Was mir besonders gut am Buch gefällt, sind diese Hauptkerne, um den sich die ganze Geschichte aufbaut. Die ganzen historischen Fakten und Zusammenhänge, die Follett sich, zusammen mit etwaigen Historikern, angeeignet hat und in die Geschichte hat mit einfließen lassen, sind sehr interessant, da sie über die Fakten aus dem Schulfach Geschichte hinaus gehen, und werden auch sehr genau erläutert.
Sehr schön hierbei finde ich, dass nicht nur eine Seite (z.B. nur die amerikanische Sicht) betrachtet wurde, sondern auch von mehreren Seiten deren Sichten genannt werden. Die bösen Deutschen werden des Öfteren auch mal in Schutz genommen und das durch einen tollen deutschen Protagonisten, der die deutsche Sicht vor allem rational erklärt (aber dennoch aus seinem Patriotismus heraus).
Die Handlungsorte scheinen mir aus historischer Sicht gut gewählt.
Zur Erklärung: In den USA gibt es einen politisch wichtigen Strang (den des Diplomaten Gus Dewar) und einen eher unwichtigen (den vom, aus Russland geflüchteten, Lew Peschkow und seiner Frau Olga), in Europa gibt es an sich drei Stränge, davon zwei englische (einmal Ethel Williams, die sich für die Frauenrechte in ihrem Land einsetzt und zum anderen den Strang des Earl Fitzherberts, dem konservativen Aristokraten, den man meistens nur hassen kann, aber dazu später) und einen deutschen (den des Walter von Ulrich, einem deutsch-liberalem Adeligen) und zu guter Letzt existiert noch ein russischer Strang (der des Grigori Peschkow, der als Revolutionär für die Bolschewiken kämpft). Ihr seht, es werden viele Seiten betrachtet und das für fast jedes großes Ereignis, welches im Buch genannt wird.
Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, auch wenn man sich nur teilweise in sie hineinversetzen kann. Man steht als Leser den Charakteren am Ende doch eher distanziert gegenüber. Dennoch konnte sich so manche Figur bei mir entweder ins Herz spielen (Ethel Williams, Walter von Ulrich, Gus Dewar) oder in meine Liste an Buchcharakteren, die in der Hölle auf ewig schmoren sollen(Lew Peschkow, Earl Fitzherbert, Bea).
Der Schreibstil des Buches ist auch gelungen, wenn man das so sagen kann. Es baut sich teilweise Spannung auf, man kann mit den Charakteren manchmal mitfühlen, weil einfach alles sehr genau beschrieben ist.
Auch sehr genau beschrieben sind die Literotica-Elemente, die teilweise auftauchen und das etwas langgezogene Buch auflockern sollen.
Doch bleibt sich Follett nicht treu auf der Ebene. Wo er am Anfang noch jede einzelne Sex- oder Zärtlichkeitsszene ganz genau beschreibt und analysiert wird er in der Mitte und am Ende nachlässig und schreibt einfach „Liebe machen“. Muss reichen. Ich meine zwar nicht, dass er hätte jetzt alles ausformulieren müssen und dass ich die Szenen unbedingt gebraucht hätte (für die Handlung waren sie nicht unbedingt tragend), doch sollte man sich als Autor schon der Linie treu bleiben und entweder viel bis alles wirklich beschreiben oder halt alles auf zwei bis drei Worte kürzen.

Wenn wir schon beim Kürzen sind, können wir ja mal richtig anfangen zu kritisieren. Das Buch ist zuweilen ziemlich lang gezogen. Manchmal gibt es auch Wiederholungen, die man hätte wegstreichen können (Was heißt hier „manchmal“? Vor allem auf Gefühlsebene gibt es das gesamte Buch hindurch Wiederholungen!). Doch im Gegenzug würde ich dann wieder sagen, dass das Buch sogar zu kurz ist (trotz 1020 Seiten). Die Zeit vor dem Krieg war relativ gut in der Länge, genauso wie alle Vorgänge während des Krieges (Revolution in Russland und der Krieg an sich)), doch am Ende wurde sehr viel übersprungen. Nach dem Jahre 1919 findet man sich plötzlich 1923 beim Hitler-Putsch wieder und dann ist das Buch zu Ende. Das kann es aus meiner Sicht nicht sein, vor allem, weil der zweite Teil mit dem Jahr 1933 beginnt. Das Buch war sowieso schon elendig lang. Die 100 bis 200 Seiten mehr, hätten den Kohl auch nicht mehr sehr viel fetter gemacht.
Auch die ziemlich vorhersehbare Handlung hat mir nicht allzu gut gefallen und damit meine ich nicht die historische Handlung. Das war klar, dass die vorhersehbar sein würde. Teilweise habe ich auch auf bestimmte Ereignisse gewartet, nein, das ist es nicht. Ich meine die Handlungen auf Gefühlsebene bzw. fiktionaler Geschichtsebene. Das finde ich leider ziemlich schade.
Um die Handlung, die ich oben hoch gelobt habe, trotzdem auch noch mal auf die Waagschale zu legen: Ich meinte zwar, dass mehrere Sichten berücksichtigt werden und das stimmt auch, trotz alledem ist die Geschichte leider ziemlich stark auf England und später die USA fokussiert. Deutschland spielt in der Gesamthandlung eine annähernd gleiche Rolle wie der Strang von Lew Peschkow in den USA (wobei ich hierbei von Glück reden muss).
Auch etwas komisch empfand ich es, dass die Sicht Österreich-Ungarns nicht richtig zur Geltung kam, dem Hauptaggressor des Ersten Weltkriegs (zumindest, wenn es um den Beginn des Krieges geht).
Trotz alledem freue ich mich darauf den zweiten Teil „Winter der Welt“ zu lesen (auch wenn ich als nächstes vorhabe, „Schatten des Windes“ zu lesen) und gebe dem Buch….

Abschlussbewertung: 7/10 Punkte

Seid ihr denn der Typ für dicke Bücher? Mögt ihr diese vielen historischen Fakten genauso sehr wie ich? Und zu guter Letzt: Wie seht ihr das mit den Literotica-Elementen in diesem Buch (oder auch in anderen), also wie viel darf davon enthalten sein, um das Buch aufzulockern und wann sollte man es sein lassen? Schreibt es mir in die Kommentare 🙂

LG
GNB

Die Eiskönigin-Völlig unverfroren

frozenfilmpackung

OT: Frozen
DT: Die Eiskönigin-Völlig unverfroren
Genre: Computeranimationsfilm
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2013
Regie: Chris Buck/Jennifer Lee
Drehbuch: Jennifer Lee/Shane Morris
Cast(Synchronisation)[Original]: u.a. Kristen Bell/Jonathan Groff/Idina Menzel/Josh Gad
Länge: 101 Minuten
Altersfreigabe: FSK 0
Zusatzinfos: Oscars für „Bester Animationsfilm“ und „Beste Filmmusik“/Golden Globe „Bester Animationsfilm“, sowie Nominierung für „Bester Filmsong“/British Academy Film Award als „bester animierter Spielfilm“/Critics‘ Choice Movie Awards als bester animierter Spielfilm und für das beste Lied/Annie Awards als „Bester Animationsfilm“, „Beste Regie“, „Beste Filmmusik“, „Bestes Szenenbild“, „Beste Synchronstimme (für Josh Gad), sowie Nominierungen für die „Beste Charakter-Animation“, „Bestes Charakter-Design“, „Bestes Storyboard“, „Bestes Drehbuch“ und „Bestes Editorial“/Grammy Awards „Bester zusammengestellter Soundtrack für visuelle Medien“ und „Bester für visuelle Medien geschriebener Song“/Prädikat „besonders wertvoll“ von der FBW

 

Hey Leute,
schön, dass ihr zur Filmrezension dieses tollen Films gefunden habt 🙂

Im folgenden sind SPOILER vorhanden. Also nicht beschweren, dass ich fast den gesamten Film schon verraten habe 😉

Die Eiskönigin oder, der von mir präferierte Titel, Frozen, handelt von Prinzessin Annas Suche nach ihrer Schwester Königin Elsa, welche magische Eiszauberkräfte hat. So grob gesagt.
Anfangs erzählt der Film viel zu kurz die Geschichte der beiden Kinder. Anna weiß von Elsas Kräften und so spielen sie immer wieder miteinander mithilfe dieser Kräfte. Doch kommt es zu einem Unfall, bei der Annas Kopf von einem Eisblitz getroffen wird. Sie muss behandelt werden, doch wird sie dabei die Erinnerung an Elsas Zauberkräfte verlieren. Elsa selbst wird erklärt, dass ihre Kräfte immer stärker werden würden und sie sie kontrollieren müsse. Die Angst sei ihr größter Feind.
Die Eltern meinen Elsa wegsperren zu müssen und den Hofstaat isolieren zu müssen, damit niemand in Gefahr gerät. Auch Anna darf eigentlich nichts mehr mit Elsa unternehmen. Die einst so glücklich zusammenlebenden Schwestern entfremden sich. Das Lied dazu „Willst du einen Schneemann bauen?“ berührt mich immer wieder. Leider sterben im Laufe der Zeit Elsas und Annas Eltern bei einem Schiffsunglück, so gesehen typische Disney-Dramatik.
Elsa wird nun neue Regentin ihres Königreichs, doch in Folge einer, auch für den Zuschauer, sehr hastigen Verlobung ihrer Schwester mit einem Prinzen, tickt sie vollkommen aus und flüchtet. Dabei offenbart sie auch ihre Zauberkräfte.
Anna begibt sich nun auf die Suche nach ihr, die den größten Teil des Films einnimmt. Dabei trifft sie Kristoff und Hans, sowie später Olaf, den lustigen Sidekick-Schneemann, der für Sätze wie „Manche Personen sind es wert, für sie zu schmelzen“ verantwortlich ist.
Kaum ist Anna in Elsas neuem Eisschloss angekommen (Elsa baute dies, während sie „Lass jetzt los“ sang. Ein sehr schönes Lied, wo ich aber die englische und französische Version mehr mag), kam es wie es kommen musste. Anna wird von einem Eisblitz im Herzen getroffen. Eine weitere dramatische Situation, denn nur der Kuss der wahren Liebe könnte verhindern, dass sie nicht zu Eis wird.
Es stellt sich unerwartet, aber gleichsam doch irgendwie erwartbar heraus, dass die zweifelhafte Verlobung mit dem Prinzen vom Anfang nur eine Intrige war. Der Prinz selbst wollte sich einheiraten und Elsa töten um selbst König zu werden. Letztendlich müsse Kristoff sie küssen, doch bevor er dazu kommt, rettet Anna noch Elsa vor dem Tod und erstarrt zu Eis. Die Zaubertränen aus Rapunzel haben hier ihr Comeback gefunden, als Elsa um Anna geweint hatte und letztendlich die Geschwisterliebe zum Schmelzen des Eises geführt hat.
Die Erkenntnis daraus, dass die Liebe Elsas Kräfte kontrollieren könnte, kam darauf viel zu schnell und man hat sich gefragt, wie sie darauf nicht früher hätte kommen können.
SPOILER im Grunde genommen ZU ENDE
Allgemein ist der Anfang und Schluss ein bisschen hektisch. Am Anfang hätte ich mir ein bisschen mehr Hintergrundinfos gewünscht, vor allem zu Elsa. Diese hatte man nämlich den ganzen Film nicht über bekommen, was ich sehr schade fand, denn schließlich geht es laut dem deutschen Text ja um Elsa. Diese war aber nicht die Hauptrolle, wenn auch, wahrscheinlich durch das etwas Geheimnisvolle, die interessanteste (und schönste) Persönlichkeit aus dem Film.
Die Protagonistin Anna fand ich sehr übertrieben dargestellt, doch war sie, vor allem am Anfang sehr niedlich und bemitleidenswert dargestellt.
Olaf hat mit seinem Witz viel aus dem Film rausgeholt, wobei das auch auf Kristoff mit seinem Rentier Sven zutrifft.
Die Landschaften waren, in diesem durch und durch CGI-animierten Film, sehr schön gemacht, die Gesichter erinnern sehr an Rapunzel, was aber nicht verwundert, denn schließlich saß hier das gleiche Produktionsteam dran, wie in Rapunzel.
Die Filmmusik, vor allem „Let it Go“, hat sich ihren Oscar verdient. Es geht ins Ohr und die Musik macht entweder Spaß oder sie berührt. Sehr schön gemacht, vor allem weil dieser Film eher wie ein Musical aufgebaut ist, als wie ein normaler Animationsfilm 🙂
Nun zur Abschlussbewertung…..ich habe den Film bisher zweimal gesehen und die Filmmusik höre ich mir gerne einfach so zwischen durch an. Genauso gibt es aber leider auch negative, punktabziehende Argumente, weil teilweise echt die Tiefe der Geschichte fehlt und doch alles ziemlich kitschig ist…….
naja gut, der Kitsch zieht mal keine Punkte ab, weil es ein Disney-Film ist, aber trotzdem gibt es nur….

Abschlussbewertung: 7/10 Punkte
Filmmusik:
spotify:album:3E20g5xQv0OcWTeRTTb91N

LG
GNB